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André erneut hinter den Erwartungen

Halle. Beim Qualifikationswettkampf für die U20-WM in Peru, der im Rahmen des 49. Internationalen Werfertags in Halle stattfand, blieb Luis André (MT Melsungen) im Kugelstoßen der U20 erneut hinter den Erwartungen zurück. Während der 19-Jährige im Training 18-Meter-Weiten erreicht und damit sein Potenzial zeigt, gelingt es ihm nicht, bei wichtigen Wettkämpfen diese Leistungen abzurufen.

Luis André dreht zum Kugelstoß ein. Foto: N.N. | Alwin Wagner

Entweder sind seine Versuche bei den entscheidenden Wettkämpfen ungültig oder sie liegen weit unter seinen Möglichkeiten und enden mit enttäuschenden Weiten.

Strategien zur Stressbewältigung sind nötig

Die Ursachen für diese Diskrepanz sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist nach Ansicht von Alwin Wagner sicherlich seine Nervosität. Der fünffache deutsche Diskuswurfmeister trainierte Luis von 2017 bis 2021 und formte ihn in dieser Zeit zu einem Spitzenathleten. Bis zu seinem Wechsel nach Chemnitz führte sein Schützling die deutschen Schülerbestenlisten im Kugelstoßen und Diskuswerfen vier Jahre souverän an.

„Was nützt es, wenn Luis an der Hantel immer stärker wird, aber mental versagt? Es wäre wertvoller, im Training verstärkt an den mentalen Aspekten zu arbeiten. Der Druck, bei wichtigen Wettkämpfen erfolgreich zu sein, führt bei Luis zu Nervosität und Anspannung. Neben den hohen Erwartungen an sich selbst kommt immer mehr die Angst vor dem Versagen hinzu, was bei ihm zu technischen Fehlern führt und sich negativ auf seine Leistung auswirkt“, betonte Wagner.

Deshalb schlägt er Strategien zur Stressbewältigung vor, wie Entspannungstechniken und Visualisierungsübungen, die Luis helfen könnten, sich besser auf seine Stöße zu konzentrieren und den Druck auszublenden. „Luis muss lernen, mit dem Wettkampfstress umzugehen und seine Technik unter Druck zu stabilisieren.“

Finale als Neunter verpasst

Obwohl der frisch gebackene Abiturient mit 15,53 Metern fast zwei Meter hinter seiner erst zwei Tage alten Bestleistung zurückblieb, ist sich Luis sicher, dass er auf den WM-Zug mit einer Weite über 18,50 Meter noch aufspringen wird, denn bis zu den deutschen U20-Meisterschaften in Koblenz sind es noch acht Wochen.

Während sein Trainingspartner Shaun-Paul Fritzsche (Zwickau) sich hinter Georg Harpf (München, 19,67 m) und Jan Fiala (Tschechische Republik, 18,48 m) als Dritter auf 18,16 m steigerte, musste Luis bereits im Vorkampf seine Segel streichen. Nach zwei ungültigen Versuchen, bei denen er sich nicht im Kreis halten konnte, kam er im dritten Durchgang nur auf ernüchternde 15,53 Meter und verpasste als Neunter das Finale.

Tatenlos musste er zusehen, wie der ein Jahr jüngere Maximilian Neukirchen (Uerdingen) seinen Hausrekord von 16,82 m auf 17,64 Meter verbesserte. Auch Malte Tiltmann (Neubrandenburg), der zwei Tage vorher mit 16,01 m noch über einen Meter hinter Luis (17,24 m) lag, verbesserte sich in Halle auf 16,70 Meter und platzierte sich damit deutlich vor dem sichtlich frustrierten MT-Athleten.

Zu spät in den Wettkampf gefunden

Auch das Diskuswerfen verlief für ihn nicht wie erhofft. Auf der Haller Segelwiese wollte er die 1,75kg-Scheibe erstmals in diesem Jahr über die 50-Meter-Marke werfen. Doch er fand auch in diesem Wettbewerb zu spät in den Wettkampf. Nach 47,26 und 48,75 Metern steigerte er sich im dritten Durchgang auf 48,90 Meter, was jedoch nur für Rang zehn reichte. Den Sieg sicherte sich der Tscheche David Jarolimek mit 59,00 Metern, gefolgt von Iden Verhulst (Belgien, 56,28 m) und Ole Mehlberg (Neubrandenburg, 56,19 m).

(ajw)



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