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Luis André peilt bei den Landesmeisterschaften Gold und Silber an

Melsungen. Drei Wochen vor den Deutschen Jugendmeisterschaften in Koblenz ermitteln die besten Jugendlichen des Hessischen Leichtathletik-Verbandes ihre Landesmeister in Friedberg. Die MT Melsungen hat mit Luis André, Laurens Albers und Niclas Dittmar drei aussichtsreiche Talente am Start. Bereits im Februar war dieses Trio bei den Hallenmeisterschaften in Frankfurt erfolgreich, denn Luis holte sich die Goldmedaille im Kugelstoßen, Niclas überraschte mit „Bronze“ über 200 Meter und Laurens sicherte sich im 800m-Finale der U20 Platz fünf.

Erwartungsvoll blickt Luis André auf die Landung der 6kg-Kugel. Wuchtet er sie dieses Mal über die 17m-Marke und kommt damit der WM-Norm für Peru näher?
Erwartungsvoll blickt Luis André auf die Landung der 6kg-Kugel. Wuchtet er sie dieses Mal über die 17m-Marke und kommt damit der WM-Norm für Peru näher? Foto: Iris Hensel

In Friedberg plant Luis André zwei Medaillen zu gewinnen und seinen Rekord von 17,24 Metern zu verbessern. „Die Saison läuft noch nicht wie erhofft, aber das Ziel, „U20-WM in Lima“, steht. Ich bin zuversichtlich, dass ich mich dafür qualifizieren werde“, erklärte der 19-Jährige, der vor drei Jahren für dieses hohe Ziel zum Sportgymnasium nach Chemnitz wechselte, um dort unter optimalen Bedingungen mit dem Bundesnachwuchstrainer Christian Sperling trainieren zu können. Bisher liegt das MT-Talent allerdings mit 16m-Weiten fast zwei Meter hinter seinem Saisonziel zurück. Entweder sind seine Versuche ungültig oder enden meistens mit enttäuschenden Weiten zwischen der 16 und der 17m-Linie. Seit Monaten sucht Christian Sperling nach dem richtigen Rezept, um seinen Schützling jenseits der 18-Meter-Marke zu stabilisieren, doch bislang ist kein Erfolg in Sicht. Die Zeit bis zu den Deutschen U20-Meisterschaften am 26. Juli in Koblenz wird immer knapper.

Einen Vorgeschmack auf diese Titelkämpfe bekam der DLV-Kaderathlet aus Melsungen vor vierzehn Tagen bei der Junioren-Gala in Mannheim, wo die nationale U20-Spitzenklasse vertreten war und sich mit 19,81 m (Georg Harpf, München), 17,71 m (Shaun-Paul Fritzsche, Zwickau) und 17,65 m (Otto Eltz (Halle, 17,65 m), in einer hervorragenden Form präsentierte. Mit 16,97 und 16,90 Metern blieb Luis wegen seiner gravierenden Fehler beim Abstoß erneut hinter den Erwartungen zurück. Da hilft auch nicht die Aussage von Christian Sperling weiter: „Nach technischen Problemen im Trainingslager hat Luis einen soliden Wettkampf in Mannheim absolviert!“

In Friedberg hat Luis nichts zu befürchten, denn von den neun gemeldeten Teilnehmern ist er der einzige Athlet, der bisher die 16- und 17m-Marke übertraf. Cedric Engler führt die Liste der Verfolger mit 15,86 Meter vor Noah Bornmann (Bad Nauheim, 15,47 m) an.

Im Diskuswerfen ist Engler, der mit 52,22 Meter gemeldet ist und sich noch Chancen für die U20-WM in Peru ausrechnet, der klare Favorit. Aber hinter dem Jugendlichen aus der Landeshauptstadt hat Luis die Silbermedaille im Visier, obwohl er seit Monaten nicht mehr mit der Scheibe trainiert hat und in seinen beiden diesjährigen Wettkämpfen unter der 50m-Marke blieb.

Für den 800-Meter-Lauf haben 26 junge Mittelstreckenläufer gemeldet. Laurens Albers, der im April in Hünfeld als hessischer U20-Meister über 5000 Meter überraschte, hat gute Chancen in den Dreikampf auf die Bronzemedaille einzugreifen. In der Halle belegte er im 800m-Finale den fünften Platz. Die vier Läufer, die vor ihm ins Ziel kamen, verzichten auf einen Start in Friedberg. Während sich Ayoub Jaafar (AT Karben, 1:54,17) und Benedikt Hoffmann (Wiesbaden, 1:54,61) ein Duell um den Titel liefern werden, gibt es für die Bronzemedaille keinen klaren Favoriten. Das Trio Laurens Albers (1:58,22), Leon Brinkmann (Mengerskirchen, 1:58,53) und Kjell Credner (Altenstadt, 1:59,74) legte die beiden Stadionrunden ebenfalls unter zwei Minuten zurück. Und genau diese Zeiten werden das 800m-Rennen am Sonntagnachmittag so spannend machen.

Als erster Starter der MT Melsungen betritt am Samstagnachmittag um 15.45 Uhr Niclas Dittmar die Laufbahn. Der 18-Jährige gab bei den Landesmeisterschaften von Thüringen, die Anfang Juni in Gotha ausgetragen wurden, seine Visitenkarte als Viertelmeiler ab und hinterließ mit 52,82 Sekunden einen guten Eindruck.

Kann sich Laurens Albers mit einem couragierten 800m-Rennen die Bronzemedaille im 800m-Finale der U20 sichern? Foto: KJPeters
Kann sich Laurens Albers mit einem couragierten 800m-Rennen die Bronzemedaille im 800m-Finale der U20 sichern? Foto: KJPeters

Mit dieser Zeit, er war nur im Vorjahr mit 52,45 Sekunden etwas schneller, könnte der Melsunger Geschwister-Scholl-Schüler zu den besten acht Langsprintern der 28 gemeldeten Teilnehmer gehören und vielleicht auch manchen Medaillenanwärter ärgern. Spannung verspricht zudem auch das kreisinterne 400m-Duell zwischen ihm und Leonard Figge (Jahn Treysa, 53,29 sec) sein, deren Zeiten nur eine halbe Sekunde auseinander liegen. (ajw)




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