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Frauen vor Gewalt schützen!

Wiesbaden. „Gewalt gegen Frauen ist ein Angriff auf unsere freie und offene Gesellschaft“, findet Christin Ziegler. Die Landtagsabgeordnete aus Schwarzenborn weist darauf hin, dass die Realität häuslicher Gewalt in Deutschland erschreckend sei und sogar noch zunehme. In Deutschland wird statistisch fast jeden zweiten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.

Was mit vermeintlich harmlosem Catcalling beginnt, endet zuweilen in schierer Gewalt gegen Frauen. Heute ist es darum mehr denn je nötig, auch gegen die zunehmende häusliche Gewalt ein klares Stopp-Signal zu setzen. Foto: Alexa | Pixabay

Was mit vermeintlich harmlosem Catcalling beginnt, endet zuweilen in schierer Gewalt gegen Frauen. Heute ist es darum mehr denn je nötig, auch gegen die zunehmende häusliche Gewalt ein klares Stopp-Signal zu setzen. Foto: Alexa | Pixabay

Starker Anstieg häuslicher Gewalt

Im Jahr 2023 verzeichnete man einen Anstieg häuslicher Gewalt um 6,5 Prozent. Christin Ziegler macht deutlich, dass Hessen keinerlei Gewalt gegen Frauen akzeptiere. Obwohl Hessen in den letzten Jahren schon viel in der inneren Sicherheit gemacht hat, sei es wichtig, dass die Landespolitik nun ein eigenes Frauensicherheitspaket auf den Weg bringe.

„Das Sicherheitspaket der Landesregierung basiert auf drei Säulen: Schutz, Strafverfolgung und Prävention“, erklärt Ziegler. Kernstück der Maßnahmen sei die Erweiterung der elektronischen Fußfessel. „Durch eine Bundesratsinitiative wollen wir die Fußfesseln für Gewalttäter bundesweit einführen. Auch die Bundes-CDU hat die hessische Forderung schon in das Wahlprogramm für die Bundestagswahl übernommen. Ich bin überzeugt, dass diese Maßnahme Menschenleben rettet, beidem sie potenzielle Gewalttäter effektiv überwacht und Opfern Sicherheit gibt“, so Ziegler.

Unsichere Orte melden

Weitere Schwerpunkte umfassen die Förderung von Frauennotrufen, Beratungsstellen und Interventionsangeboten sowie eine konsequentere Verfolgung von Straftaten mit Catcalling-Hintergrund. Über eine Rundverfügung an die hessischen Staatsanwaltschaften soll sichergestellt werden, dass solche Delikte künftig häufiger angeklagt werden. Mit Catcalling wird ein übel anstößiges Verhalten beschrieben, wie sexuell anzügliches Rufen, Reden, Pfeifen oder andere Gesten gegenüber einer Person im öffentlichen Raum. Es ist eine Form der verbalen sexuellen Belästigung, die meist Männer gegen Frauen richten.

Über ein eigens eingerichtetes Mängelportal, welches bereits unter www.sicherheitsportal.hessen.de erreicht werden kann, können unsichere Orte gemeldet werden. „An solchen Angsträumen wollen wir eine verstärkte Videoüberwachung einrichten. So können Täter besser überführt werden und das Sicherheitsgefühl für Frauen steigt“, meint die Landtagsabgeordnete.

Kultur des Respekts schaffen

Das Thema bleibe ein gesamtgesellschaftliches Problem, für das die Politik nicht die letzte Antwort geben kann. „Nur gemeinsam kann eine Kultur der Sicherheit und des Respekts geschaffen werden“, appelliert Ziegler. Jeder müsse wachsam sein und das Problem ernst nehmen.

(CDU Wahlkreisbüro Fritzlar | red)



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