Vorplatz des Löwenhauses eingeweiht
Homberg (Efze). Damit die Besucher ihren Aufenthalt am Homberger Marktplatz und die Atmosphäre des Fachwerkambientes genießen können, gibt es eine neue Platzgestaltung. Gäste haben jetzt – neben den Aufenthaltsmöglichkeiten in den gastronomischen Betrieben – die Möglichkeit, sich auf dem Vorplatz an der Pferdetränke direkt, vor dem Löwenhaus, aufzuhalten.

Der neu gestaltete Vorplatz des Löwenhauses ist eingeweiht, der Sommer kann kommen. Die Jugendwerkstatt Felsberg lieferte die bequemen Sitzmöbel, die Stadtgärtnerei verschönerte das innerstädtische Ruhe-Areal mit einem amerikanischen Baum, prämierten Rosen sowie heimischen Frühlingsblühern und Bodendeckern. Foto: Uwe Dittmer
Fünf Bänke und zahlreiche Blumenkübel mit frischen Frühlingsblühern und einem Baum laden zum Verweilen ein. Das ist neben dem Platz an der Engen Gasse der zweite neue Verweilort in Marktplatznähe, den die Stadt dank des Förderprogramms »Zukunft Innenstadt« gestaltet hat.
Die Bänke
Bürgermeister Dr. Nico Ritz nutzte zusammen mit Stadträtin Ulrike Otto und Beteiligten zu Beginn des Ostermarktes die Gelegenheit, den Platz einzuweihen. Mit ihnen freuten sich zahlreiche Bürger und der Eigentümer des Löwenhauses, Thomas Völker, sowie Pädagoge und Werkstattanleiter Jochen Guinand von der Jugendwerkstatt Felsberg über den neu gestalteten Platz. Seine Schüler hatten die fünf schönen Sitzbänke gebaut.
Der Platz verbessert mit den neuen Sitzgelegenheiten und einem Baum die Aufenthaltsqualität und das Klima im Stadtzentrum. Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei hatten den Baum gepflanzt und auch die Blumenkübel und das Pflanzloch des Baumes mit bunten Blumen bestückt. Die Äste des Baumes wurden passend zum Thema mit Ostereiern geschmückt.
Der Baum
Für den Baum wurde unter dem Pflaster ein zirka 20 Kubikmeter großer Wurzelraum geschaffen. Über der Wurzel wurde ein spezielles überbaubares Substrat verwendet. In die Pflanzgrube wurde ein Luft-Wassersystem eingebaut, welches die Wurzeln mit Luft und Wasser versorgt. Bei dem Baum handelt es sich um einen amerikanischen Amberbaum Worplesdon, ein sogenannter Klimabaum, der stadtklimafest ist und eine wunderschöne Herbstfärbung ausbildet.
Die Bepflanzung
Die Pflanzkübel bestehen aus wetterfestem Cortenstahl. Diese Sorte Baustahl bildet nach einiger Zeit eine Rostschicht aus, die ihn vor weiterer Korrosion schützt und ihn besonders langlebig und wartungsfreundlich macht. Die Bepflanzung der Kübel hat Stadtgärtner Christian Vaupel nach dem Kriterium der Trockenheitsresistenz ausgewählt. Die Pflanzen verringern die Bewässerungsmenge deutlich, sie sind hitzeverträglich und bienenfreundlich.
Eine ebenfalls wetterfeste Rankhalterung für Kletterrosen ziert die Mauerwand. Eingepflanzt wurden Kletterrosen der ADR-ausgezeichneten Sorten »Guirlande d‘Amour« und »Golden Gate«, dazu Katzenminze, Salbei und Goldhaar-Aster. Als Bodendecker setzte die Stadtgärtnerei Thymian, gestielten Ehrenpreis »Georgian Blue«, Felsen-Fetthenne und die rundblättrige Glockenblume »Olympica« ein. Als Frühlingsblüher ergänzt eine Netzblatt-Iris das Pflanzenensemble.
Das Fördergeld
Finanziert wurde das Projekt mit Fördergeld aus dem Förderprogramm »Zukunft Innenstadt« der WIBank Hessen. Dabei geht es dem Fördermittelgeber wie auch der Stadt Homberg (Efze) darum, mit neuen Aufenthaltsmöglichkeiten das Verweilen für die Bürger am zentral gelegenen Marktplatz und auch das Klima innerstädtisch zu verbessern.
Uwe Dittmer, Stadt Homberg
red



