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AKH mahnt bessere Rahmenbedingungen an

Homberg (Efze) . Die Landtagsabgeordnete Christin Ziegler hat im Rahmen eines Unternehmensbesuchs bei der Antriebstechnik KATT Hessen (AKH) in Homberg Einblick in die aktuelle Lage des Betriebs erhalten. Begleitet wurde sie von Gunther Bolte (Manager Administration) und Daniela Simon, die das Unternehmen vorstellten und durch die Produktionsstätten führten.

Von links: Geschäftsführer Paulo Cesar Becker, Gunther Bolte, Christin Ziegler MdL, Christian Haß (CDU Homberg) und Zieglers Referentin Anna Gregor. Foto: N.N. | CDU Wahlkreisbüro

Von links: Geschäftsführer Paulo Cesar Becker, Gunther Bolte, Christin Ziegler MdL, Christian Haß (CDU Homberg) und Zieglers Referentin Anna Gregor. Foto: N.N. | CDU Wahlkreisbüro

Anschließend fand ein Gespräch mit Geschäftsführer Paulo Cesar Becker statt.

Belastungen für den Standort

Im Mittelpunkt des Austauschs standen strukturelle Herausforderungen für den Produktionsstandort Deutschland. Die Unternehmensleitung benannte Digitalisierungsrückstände, eine ausufernde Bürokratie und massiv gestiegene Energiekosten als akute Belastungen für den Standort Homberg. Diese Faktoren gefährden zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit – gerade im Vergleich zu internationalen Standorten.

„Die Unterschiede sind eklatant: Die Lohnkosten in Deutschland liegen bei dem Dreifachen dessen, was in Brasilien gezahlt wird – und sind sogar sechs- bis zehnmal höher als in Indien oder Mexiko“, schilderte Geschäftsführer Becker. Auch die Mentalität sei eine andere: Während in Deutschland eine telefonische Krankmeldung reicht, betreibt das brasilianische Werk ein eigenes Betriebskrankenhaus. Hinzu kommen Unterschiede in den Arbeitszeiten – mit 44 Stunden pro Woche in Brasilien gegenüber 38 Stunden in Deutschland.

Verlässliche Rahmenbedingungen nötig

Ziegler betonte, dass diese Standortfaktoren stärker in die politische Diskussion einbezogen werden müssten: „Wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie erhalten wollen, brauchen wir verlässliche und realistische Rahmenbedingungen. Dazu gehören ein funktionierender digitaler Ausbau, bezahlbare Energiepreise und der Abbau unnötiger Bürokratie.“

Sie sicherte zu, die geäußerten Anliegen mit nach Wiesbaden zu nehmen: „Der Mittelstand ist der zentrale Pfeiler unserer Wirtschaft. Es ist Aufgabe der Politik, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Unternehmen auch unter globalem Wettbewerbsdruck erfolgreich arbeiten können.“

CDU Wahlkreisbüro, Fritzlar
red



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