Umbauarbeiten dauern bis in den Herbst
Homberg (Efze). Eine Aufwertung des Burgberges als touristisches Ausflugsziel und als Naherholungsgebiet für die Homberger und ihre Gäste findet im Rahmen des Förderprogramms »Wachstum und nachhaltige Erneuerung« aktuell mit mehreren Bauarbeiten am Burgberg statt. Zum einen wurden seit Herbst 2024 die Wanderwege am Burgberg erneuert, zum anderen ist aktuell die Neugestaltung des Vorplatzes der Burg in vollem Gang.

Die Bauarbeiten schreiten planmäßig voran, Anfang Herbst 2025 soll alles fertig sein. Foto: Uwe Dittmer
Während der Bauarbeiten ist die Gaststätte und das Restaurant Schloßberg-Stube erreichbar und geöffnet. Auch die Burg ist zugänglich und für Besucher offen.
Sicherer Aufstieg auf Wanderwegen
Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) wurden die Wanderwege am Burgberg umfassend erneuert. Auf einer Länge von 2,5 Kilometern wurden die Wege und Plätze (vor den Grotten) neu beschottert und 18 neue Sitzbänke mit Rücken- und Armlehne und 10 Müllbehälter aufgestellt. Eine Beschilderung wird den Aufstieg von der Altstadt hinauf auf den Burgberg für Einheimische und Touristen einfacher, sicherer und transparenter machen.
Als Teil des Förderprogramms »Wachstum und nachhaltige Erneuerung« unterstreicht das Projekt das Ziel der Stadt Homberg, ihre historische und landschaftliche Attraktivität zu steigern. Beispielsweise wurden 200 Treppenstufen in einem »Expressweg zur Burg« verbaut und eine neue Stützmauer mit Gabionen am unteren Burgberg errichtet. Die bauliche Modernisierung sowie die Schaffung einladender Aufenthaltsmöglichkeiten entlang der Wege sollen das Wander- und Naturerlebnis verbessern.

Maximale Sicherheit: Schwere im Boden versenkte Zuganker (im Bild die dicken roten „Rohre“) verhindern eine hangabwärtige Bewegung der neu betonierten Mauerelemente, auf denen später noch die Metallgeländer montiert werden. Foto: Markus Staedt
Rückverankerungen wurden eingesetzt
Ein zentrales Element des Projekts ist die Neugestaltung des Vorplatzes der Hohenburg. Es wurde eine neue 25 Meter lange Brüstungsmauer aus Beton entlang der westlichen Böschungskante errichtet, die die derzeitige Schutzplanke als Absturzsicherung ersetzt und den Sicherheitsstandard deutlich erhöht. Dabei wurden starke Rückverankerungen an dem Mauerwerk angebracht, um die Stabilität und den Halt des Bauwerks zu garantieren.
Eine Rückverankerung ist ein technisches Tiefbau-Verfahren, bei dem Bauwerke durch Bodenanker stabilisiert werden. Diese übertragen horizontale oder vertikale Kräfte ins Erdreich, um das Bauwerk gegen Bewegungen und Lasten abzusichern. Rückverankerungen werden häufig bei Baugruben, Tunneln oder Stützwänden eingesetzt, um deren Standfestigkeit zu gewährleisten.
Neugestaltung des Vorplatzes
Die in die Jahre gekommene 200 Quadratmeter große Vorplatzfläche wird dann noch durch eine ästhetisch ansprechende Pflasterung aus Naturstein ersetzt, die sich harmonisch in das historische Ambiente der Umgebung einfügt. Dafür wird die vorhandene Asphaltoberfläche des Vorplatzes abgetragen und dann neu gepflastert.
Die Treppenanlage, die von oben nach unten zum Expressweg führt wird abgebaut und dann neu wieder aufgebaut.
Alle Arbeiten im Zeitplan
Das gesamte Projekt wird in enger Zusammenarbeit der Stadt Homberg (Efze) unter Leitung der Technischen Betriebe Homberg, Frederick Naumann (Projektleitung und Koordination), mit der Baufirma Fröde (Florian Regenbogen, Thorsten Bolz, Udo Wachendorfer) und dem Ingenieurbüro Rother & Partner mit Jörg Volkenandt (technische und planerische Begleitung) aus dem nordhessischen Eschwege realisiert.
Die Kooperationspartner tragen gemeinsam dazu bei, dass die Bauarbeiten effizient und qualitativ hochwertig sind. Weiterhin befinden sich die Arbeiten im Zeitplan und sollen voraussichtlich Anfang Herbst 2025 fertiggestellt sein. Die Stadt Homberg sieht in diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zu ihrer nachhaltigen touristischen Entwicklung.

Die neu betonierte Brüstungsmauer am Vorplatz wird die Verkehrssicherheit am Burgberg deutlich erhöhen. Foto: Uwe Dittmer
Uwe Dittmer, Stadt Homberg (Efze)
red



