Wilhelmi erneut im Regenbogentrikot
Hinterklemm. Zum dritten Mal in Folge konnte sich Aaron Wilhelmi, Top-Mountainbiker der MT Melsungen, ein ganz besonderes Trikot überstreifen: Auch in der kommenden Saison darf er sich nach seiner souveränen Titelverteidigung bei den World Games of Mountainbiking in Saalbach-Hinterklemm (Österreich) Weltmeister der Amateure nennen und das Regenbogentrikot tragen.

Aaron Wilhelmi unterwegs auf der Strecke bei den World Games of Mountainbiking in Saalbach Hinterklemm. Foto: Sportograf
Der Löhlbacher Zimmerermeister, der seit fünf Jahren mit Lizenz der MT Melsungen startet und seitdem von Sieg zu Sieg bei nationalen und internationalen MTB-Rennen eilt, ging über Königsdistanz von 78 Kilometern mit 3.750 Höhenmetern an den Start.
Schnellste je gemessene Zeiten

Im Weltmeistertrikot: MT-Mountainbiker Aaron Wilhelmi und die Siegerin bei den Frauen, Sarah Marquardt vom RSC Kempten. Foto: Sportograf
Wilhemi spielte gleich zu Beginn seine Stärken aus. Er attackierte sofort nach der neutralen Startphase am ersten Anstieg und riss eine Lücke, die im Verlauf des Rennens von keinem der 900 Starter mehr geschlossen werden konnte. An den beiden härtesten Anstiegen mit über 1.000 Höhenmetern, zeigte er besonders, was in ihm steckt: Er fuhr dort die schnellsten jemals gemessenen Zeiten. „In den Abfahrten riskierte ich nicht zu viel, um einen Sturz oder Defekt zu vermeiden.“
Nach 4:14:05 Std. fuhr Wilhelmi vor unzähligen Zuschaueren durchs Ziel und konnte schon in aller Ruhe das Siegerinterview geben, bevor der Zweite Thomas Kletzenbauer (ebenfalls Deutschland), gefolgt vom Österreicher David Schöggi durch Ziel rollte.
Seine Siegerzeit aus dem Vorjahr hatte Wilhelmi noch einmal um über sechs Minuten gesteigert. „Ich bin überglücklich“, so der MT-Mann, „hier zum dritten Mal ganz oben zu stehen. Trotz einiger gesundheitlicher Probleme im Vorfeld, wusste aus den Etappenrennen in Andorra und der Schweiz, dass ich gerade bei schweren Bergrennen auf meine Form zählen kann. Das hat mir das Selbstvertrauen gegeben“.
Dr. Dieter Vaupel



