Die Heimat hat mir Treue nicht gehalten
Homberg (Efze). Zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion über den in Vergessenheit geratenen deutschen Dichter Max Herrmann-Neiße lädt die Projektgruppe DAsein am Freitag, 10. Oktober 2025 um 19 Uhr in das Kunst+Kultur GLASHAUS in der Welferoder Straße 23 ein.
Ausgebürgert, vergessen und wiederentdeckt
Er war einer der bekanntesten deutschen Dichter der zwanziger Jahre. Geboren 1886 in der oberschlesischen Stadt Neiße, ging Max Herrmann 1933 ins Exil nach England. 1938 wurde er von den Nationalsozialisten aus Deutschland ausgebürgert und geriet in Vergessenheit.
Erst Jahrzehnte nach seinem Tod 1941 wurde er wiederentdeckt. Seine Gedichte nannte Stefan Zweig die schönsten, die seit Heinrich Heine im Exil geschrieben wurden. Sie sprechen von Heimatverlust und dem Leiden an Deutschland, an dessen bessere Zukunft Max Herrmann dennoch glaubte.
Referent des Abends ist Dr. Hans-Joachim Simm, Frielendorf. Der Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.
Vita des Referenten
Hans-Joachim Simm, Dr. phil., geboren 1946 in Braunschweig, war bis Ende 2009 Leiter des Insel Verlags, des Verlags der Weltreligionen und der Buchreihe edition unseld. Daneben nahm er Lehraufträge an den Universitäten München, Mainz und Frankfurt am Main wahr. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur Beziehung zwischen Literatur und Religion, zur literarischen Klassik und zur deutschen Lyrik. Er lebt in Nordhessen.
Projektgruppe DAsein im Homberger Kulturring e.V.
red




