Hessens »Bester Praktikumsbericht 2025«
Frankfurt. Berufsorientierung zum Anfassen: Beim Landesfinale des Wettbewerbs »Bester Praktikumsbericht 2025« wurden im Haus der Wirtschaft in Frankfurt Schüler aus ganz Hessen für ihre herausragenden Berichte geehrt. Sie hatten sich zuvor in regionalen Vorentscheiden für das Finale qualifiziert.

Jonah Möller von der Drei-Burgen-Schule Felsberg konnte beim Hessenentscheid »Der beste Praktikumsbericht« die Jury überzeugen und belegte in seiner Kategorie den 3. Platz. Mit dem Preisträger freuen sich Frauke Syring, Geschäftsführerin von SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen, und Schullehrer Ole Schütz. Foto: Ivgenia Möbus
Wichtig für die Berufsorientierung
Die Preisverleihung wurde vom Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus organisiert, der beim Arbeitgeberverband HessenChemie angesiedelt ist. Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer von HessenChemie, betonte in seiner Begrüßung: „Die eingereichten Berichte zeigen, wie wichtig Praktika für die Berufsorientierung junger Menschen sind. Sie stärken ihre Selbstreflexion, wecken Neugierde und schärfen die beruflichen Interessen.“
Mit Blick auf die Diskussion um die EU-Praktikumsrichtlinie sagte Meyer: „Damit Praktika auch künftig in ausreichender Zahl angeboten werden können, müssen die bürokratischen Anforderungen für Unternehmen so niedrig wie möglich bleiben. Nur dann kann dieses bewährte Instrument der Fachkräftesicherung seine Wirkung auch weiterhin entfalten.“ Die bestehende EU-Praktikumsrichtlinie weise den falschen Weg und sei für Deutschland kontraproduktiv.
Christopher Textor, Abteilungsleiter am Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, unterstrich in seinem Grußwort: „Für uns als Land ist die akademische und duale Ausbildung gleichwertig. […] Eine erfolgreiche Ausbildung ermöglicht auch zahlreiche Anschlussmöglichkeiten, wie möglicherweise die direkte Gleichstellung mit einem höherwertigen Abschluss. Ein erfolgreiches Praktikum kann den Weg in eine Ausbildung ebnen [und] weckt Interesse an verschiedenen Berufen […].“
Landesfinale nach regionalen Vorentscheiden
Die ausgezeichneten Berichte hatten sich zuvor in den Regionalwettbewerben in Nord-, Mittel- und Osthessen, Wiesbaden-Rheingau-Taunus sowie im Rhein-Main-Taunus-Gebiet durchgesetzt. Eine unabhängige Jury bewertete die Arbeiten nach formalen Kriterien, inhaltlicher Tiefe und gestalterischer Kreativität. Insgesamt wurden 18 Schülerinnen und Schüler in sechs Kategorien mit Geld- und Sachpreisen geehrt.
„Wir freuen uns riesig, dass gleich drei Nordhessen beim Landesfinale glänzen konnten. Ihre Berichte zeigen, wie viel Reflexion und Zukunftsorientierung in unserer Region steckt – ein starkes Signal für die Bedeutung von Praktika und gelungener Berufsorientierung”, betonte das Geschäftsführer-Duo von SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen, Frauke Syring und Jens Nähler.
Preisträger der Kategorie Gymnasium Sek. I
1. Platz: Elisa Boros; Schule am Ried, Frankfurt am Main
2. Platz: Luisa Stähler; Geschwister-Scholl-Schule, Rodgau
3. Platz: Jonah Möller; Drei-Burgen-Schule, Felsberg
SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen
red



