Homberger Synode auf der Grünen Woche
Berlin/ Homberg (Efze). Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin wurde am Dienstag, 20. Januar, das Jubiläumsjahr »500 Jahre Homberger Synode« einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. In der Hessenhalle interviewte HR Moderator Lars Henning Metz Pfarrer Dierk Glitzenhirn auf der Bühne zu Bedeutung und Programm des Jubiläums.

Reformation und Transformation – darüber sprachen Pfr. Dierk Glitzenhirn (li.) und HR-Moderator Lars Henning Metz während der Vorstellung des Jubiläumsjahres »500 Jahre Homberger Synode« auf der Grünen Woche in Berlin. Foto: Christiane Decker
Bildung, Diakonie und Krankenhäuser
Pfarrer Glitzenhirn nahm das Publikum mit auf eine historische Zeitreise und erläuterte die Hintergründe der Homberger Synode von 1526. Landgraf Philipp von Hessen habe als überzeugter Anhänger der Reformation den Mut gehabt, Kirche und Gesellschaft grundlegend zu verändern.
„Er setzte auf Bildung und Diakonie, schloss nach der Synode die 37 Klöster in seinem Machtbereich und gründete stattdessen Volkschulen, Krankenhäuser und die Universität Marburg“, erläuterte Glitzenhirn. Die Homberger Synode stehe für einen tiefgreifenden kirchlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozess im 16. Jahrhundert und könne auch heute Mut machen angesichts aktueller Veränderungen in Kirche und Gesellschaft.
Umfangreiches Veranstaltungsprogramm
Auf die Frage nach den Planungen im Jubiläumsjahr im Schwalm Eder Kreis verwies Glitzenhirn auf ein umfangreiches Programm: Insgesamt 118 Veranstaltungen seien bereits terminiert, darunter Konzerte, Gottesdienste, Feste, Lesungen, Vorträge, Kunstaktionen, Ausstellungen, Stadtführungen, Exkursionen und geführte Nachtwanderungen. Weitere Angebote könnten im Laufe des Jahres hinzukommen. Zudem habe der Tourismusservice des Rotkäppchenlandes thematische Angebote in sein Programm aufgenommen.
Die wissenschaftlich fundierte Vorbereitung des Jubiläums sei durch die gemeinsame Finanzierung einer zweijährigen Projektstelle durch die LEADER Regionen Knüll, Schwalm Aue und Mittleres Fuldatal möglich geworden. Dr. Jürgen Helm verantwortete dabei sowohl die fachliche als auch die organisatorische Arbeit. „Ohne das große Engagement ehrenamtlicher Mitarbeitender wäre dieses Jubiläumsjahr jedoch nicht umsetzbar“, versicherte Glitzenhirn.
Auftakt mit Ausstellung
Den Auftakt des Jubiläums bildet am 21. Februar um 11 Uhr die Eröffnung der Ausstellung »Shopping meets Reformation« in der Ladenpassage im Einkaufszentrum Drehscheibe in Homberg (Efze), Kasseler Straße 3, und ein Festakt mit geladenen Gästen um 14 Uhr in der Stadtkirche St. Marien.
Nach dem Interview mit dem HR lud Pfarrer Glitzenhirn herzlich dazu ein, nach Nordhessen zu reisen und das Jubiläumsjahr mitzufeiern.
Alle Infos zum Jubiläumsjahr unter:
► http://www.synode500.de
Christiane Decker, Evang. Kirchenkreis Schwalm-Eder
red




