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(Noch) kein Engpass im Frauenhaus

Schwalm-Eder. Aktuelle Zahlen der hessischen Landesregierung zeigen, dass der Schwalm-Eder-Kreis bislang von akuten Engpässen in Frauenhäusern verschont geblieben ist. Dennoch warnt Bündnis 90/Die Grünen vor möglichen zukünftigen Versorgungslücken, die durch anhaltende Einsparungen im Bereich der Gewaltschutzmaßnahmen entstehen könnten.

Noch steht Frauen im Schwalm-Eder-Kreis der Weg ins Frauenhaus offen. Der grüne Landtagsabgeordnete Christoph Sippel sieht dennoch Handlungsbedarf. Foto: StockSnap | Pixabay

Noch steht Frauen im Schwalm-Eder-Kreis der Weg ins Frauenhaus offen. Der grüne Landtagsabgeordnete Christoph Sippel sieht dennoch Handlungsbedarf. Foto: StockSnap | Pixabay

Hessenweit Mangel an Kapazitäten

Während im Jahr 2024 im Schwalm-Eder-Kreis zwei Abweisungen von Frauen und fünf Kindern dokumentiert wurden, offenbart die landesweite Entwicklung ein alarmierendes Bild: In Hessen mussten 2024 insgesamt 1.725 Frauen und 1.394 Kinder abgewiesen werden, weil Frauenhäuser keine freien Kapazitäten mehr hatten.

„Jede Frau und jedes Kind, das in einer Gewaltsituation Schutz sucht, hat ein Recht auf sofortige Hilfe“, erklärt der Landtagsabgeordnete Christoph Sippel und das es im Schwalm-Eder-Kreis bisher nicht zu häufigeren Abweisungen kam, ist kein Grund zur Entwarnung. Die landesweiten Zahlen zeigen, dass das System an seine Grenzen stößt und ohne gezielte Investitionen drohen auch hier im Schwalm-Eder-Kreis Engpässe.“

Einsparungen nicht nachvollziehbar

Die Landesregierung verweist in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der GRÜNEN im Hessischen Landtag auf eine laufende Bedarfsanalyse im Rahmen des Gewalthilfegesetzes. Konkrete Ausbaupläne oder zusätzliche Mittel für den Ausbau von Frauenhäusern und Beratungsstellen fehlen jedoch. Besonders kritisch bewerten die GRÜNEN die Kürzung des Fördertopfs für Investitionsprojekte um 1,1 Millionen Euro im Landeshaushalt 2026.

„Diese Einsparungen sind angesichts der steigenden Nachfrage nach Schutzplätzen nicht nachvollziehbar“, so Sippel. „Wir brauchen jetzt verbindliche Zusagen für den Ausbau eines flächendeckenden, barrierefreien Netzwerks an Schutz- und Beratungsangeboten. Die Bedarfsanalyse muss zügig abgeschlossen und mit konkreten Maßnahmen unterlegt werden.“

Die vollständige Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der GRÜNEN:
https://t1p.de/peejm

Bündnis90/Die Grünen
red



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