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RP publiziert FAQ zur Biberausbreitung

Region. Der Biber kehrt zunehmend an die Gewässer NordOstHessens zurück. Nachdem die Tierart in der Region nahezu ausgestorben war, haben sich in den vergangenen Jahren wieder zahlreiche Biber an Bächen und Flüssen angesiedelt. Das Regierungspräsidium Kassel reagiert auf das steigende Informationsbedürfnis von Betroffenen und hat nun ein FAQ mit häufig gestellten Fragen zum Thema Biber veröffentlicht.

Der Biber ist das größte Nagetier Europas. Foto: Thierry Rossier | Pexels

Der Biber ist das größte Nagetier Europas. Foto: Thierry Rossier | Pexels

Informationen für Betroffene und Interessierte

Mit der Ausbreitung der streng geschützten Tierart nehmen auch Anfragen von Gewässeranrainern, Kommunen, Wasserverbänden sowie Bürgerinnen und Bürgern zu. Sichtbare Zeichen der Rückkehr des Bibers sind unter anderem Biberdämme, Biberburgen und gefällte Bäume entlang von Gewässern.

Das Regierungspräsidium Kassel stellt auf seiner Internetseite Informationen zum aktuellen Verbreitungsstand, zum Artenschutz, zu behördlichen Zuständigkeiten sowie zu möglichen Kompensationsmaßnahmen bereit. Das Angebot richtet sich insbesondere an Landwirtinnen und Landwirte, Kommunen, Wasserverbände und weitere Betroffene.

Artenschutz und Nutzungskonflikte

Der Biber zählt nach dem Bundesnaturschutzgesetz sowie der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zu den besonders und streng geschützten Arten. Durch den Bau von Dämmen und die Aufstauung von Gewässern verändert er die Gewässerlandschaft und trägt vielerorts zur ökologischen Aufwertung und zur Förderung der biologischen Vielfalt bei.

Gleichzeitig können durch die Vernässung oder Überflutung angrenzender Flächen Nutzungskonflikte entstehen. Betroffen sind insbesondere landwirtschaftliche Flächen, aber auch Verkehrswege oder andere Infrastruktureinrichtungen.

Die klassische Biberburg kündet weithin sichtbar von der Baukunst der pelzigen Flussauengestalter. Foto: Tim Dusenberry | Pexels

Die klassische Biberburg kündet weithin sichtbar von der Baukunst der pelzigen Flussauengestalter. Foto: Tim Dusenberry | Pexels

Konfliktarmes Miteinander als Ziel

Ziel des behördlichen Bibermanagements ist es, ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander von Bibern, Landwirtschaft und Grundstückseigentümern zu ermöglichen. Die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel koordiniert das Bibermanagement in NordOstHessen und arbeitet dabei eng mit den Funktionsbeschäftigten Naturschutz von HessenForst zusammen.

Diese kontrollieren die Reviere, beraten Betroffene vor Ort und unterstützen dabei, Konflikte frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu entwickeln.

Weitere Informationen und die FAQ zum Thema Biber sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Kassel verfügbar.

Alexander Lütt, Regierungspräsidium Kassel | red


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