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Bei Hitze: Wasser, Sonnencreme, Schatten

Schwalm-Eder. Wenn der Arbeitsschutz aus der Tube kommt: „Sonnencreme satt“ – das ist für alle, die im Schwalm-Eder-Kreis unter freiem Himmel arbeiten, extrem wichtig. Darauf hat die IG BAU Nordhessen jetzt hingewiesen. Wichtigste Sommer-Regel: WSS!

Bloß reichlich Wasser trinken: Wer draußen in der Sommerhitze arbeitet, braucht jede Viertelstunde einen kräftigen Schluck Wasser. „Dabei ist das Durstlöschen Sache des Chefs: Er muss nämlich für eine ‚Getränke-Flatrate‘ sorgen“, sagt Klaus Michalak von der IG BAU Nordhessen. Foto: Florian Göricke | IG BAU Nordhessen

Bloß reichlich Wasser trinken: Wer draußen in der Sommerhitze arbeitet, braucht jede Viertelstunde einen kräftigen Schluck Wasser. „Dabei ist das Durstlöschen Sache des Chefs: Er muss nämlich für eine ‚Getränke-Flatrate‘ sorgen“, sagt Klaus Michalak von der IG BAU Nordhessen. Foto: Florian Göricke | IG BAU Nordhessen

Oben ohne ist nicht sexy!

„Eincremen, eincremen, eincremen. Wenn die Sonne kräftig scheint, heißt das: Lichtschutzfaktor 50. Und alle zwei Stunden nachcremen. Denn intensiver UV-Schutz ist das A und O gegen Hautkrebs“, rät Gewerkschaftsboss Klaus Michalak.

Der Vorsitzende der IG BAU Nordhessen warnt: „Es ist wichtig, sich im Job nicht verbrennen zu lassen.“ Darauf sollten Maurer, Straßenbauer und Dachdecker im Schwalm-Eder-Kreis genauso achten wie die Landschaftsgärtnerin oder der Erntehelfer.

Übrigens: „Oben ohne ist bei der Arbeit unter praller Sonne alles andere als sexy. Im Gegenteil: Möglichst viel vom Körper sollte mit Stoff bedeckt sein. Auch ein luftdurchlässiger Bauarbeiterhelm mit Nackenschutz gehört zum Sommer-Outfit auf dem Bau“, macht Klaus Michalak klar. Dafür habe der Arbeitgeber zu sorgen.

Durstlöschen ist Chefsache

Genauso wie für reichlich Getränke: „Auch das Durstlöschen bei Sommerhitze ist Sache des Chefs“, sagt Klaus Michalak. Der Bezirkschef der IG BAU Nordhessen fordert alle Arbeitgeber im Schwalm-Eder-Kreis auf, für eine „Getränke-Flatrate“ zu sorgen, wenn deren Beschäftigte tagsüber draußen sind. Bei schwerer Arbeit in großer Hitze rät die Gewerkschaft, drei bis fünf Liter pro Tag zu trinken. „Es gilt die Faustregel: alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas. Ideal sind Wasser und kalte Tees“, sagt Klaus Michalak.

WSS-Regel einhalten

Auch regelmäßige Pausen im Schatten – zum Beispiel unter einem Sonnensegel – seien wichtig. „Außerdem sollten Arbeitszeiten stärker in die frühen Morgen- oder Abendstunden gelegt werden“, rät Michalak. Es gelte die „WSS-Regel“: Wasser, Sonnencreme und Schatten – darauf komme es an. Außerdem empfiehlt die IG BAU einen regelmäßigen „Hautkrebs-Check“: Einmal pro Jahr sollten Menschen, die regelmäßig draußen arbeiten, zum Hautarzt gehen, so die Gewerkschaft.

Für alle, die unter freiem Himmel arbeiten, hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) praktische Tipps zum effektiven Sonnen- und Hitzeschutz:
http://www.bgbau.de/service/angebote/arbeitsschutzpraemien/praemie/individueller-sonnen-und-hitzeschutz

IG BAU
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
Bezirksverband Nordhessen
red


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