Hessen stärkt Frauengesundheit dauerhaft
Wiesbaden. Die Landesregierung richtet in Hessen ein eigenes Referat für Frauengesundheit ein. Es soll die zahlreichen Facetten der gesundheitlichen Versorgung von Frauen künftig zentral koordinieren, bestehende Programme weiterentwickeln und die spezifischen medizinischen Bedürfnisse von Frauen stärker in den Fokus rücken.
Forschung und Praxis
Die Landtagsabgeordnete Christin Ziegler aus Schwarzenborn begrüßt diesen Schritt in einer Pressemitteilung ausdrücklich: „Es ist längst überfällig, dass wir Frauengesundheit als eigenständiges Politikfeld begreifen. Zu lange wurden geschlechtsspezifische Unterschiede in Diagnostik und Behandlung nicht ausreichend berücksichtigt – das ändern wir jetzt mit einer klaren organisatorischen Struktur.“
Hintergrund sind die bekannten Versorgungslücken bei frauenspezifischen Krankheitsbildern. Insbesondere bei Erkrankungen wie Endometriose oder Lipödem bestehen laut Ziegler nach wie vor Defizite in Forschung, Diagnostik und Behandlung. Das neue Referat soll dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse künftig konsequenter in die medizinische Praxis zu übertragen.
Bündelung der Expertise
Auch mit Blick auf Forschung und Ausbildung sieht Ziegler Handlungsbedarf. Krankheitsverläufe und die Wirkung von Medikamenten könnten sich bei Frauen mitunter deutlich anders darstellen als bei Männern. Dieses Wissen müsse stärker in die medizinische Aus- und Weiterbildung einfließen. Um konkrete Verbesserungen zu erreichen, setzt das neue Referat auf eine enge Vernetzung von Wissenschaft, medizinischer Praxis, Krankenkassen und Betroffenenverbänden. Bereits vorhandene Expertise in Hessen soll so besser gebündelt und für die Versorgung nutzbar gemacht werden.
„Mit dem neuen Referat schaffen wir eine dauerhafte Anlaufstelle, die dafür sorgt, dass Frauengesundheit nicht länger ein Nebenthema bleibt, sondern die politische und strukturelle Aufmerksamkeit bekommt, die ihr zusteht“, erklärt Ziegler abschließend.




