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Wendeler und Rode in den Ruhestand verabschiedet

Felsberg. Nach mehr als 35 Jahren im Schuldienst wurden zwei verdiente Pädagogen zum Ende des Schulhalbjahres an der Drei-Burgen-Schule in Felsberg in den Ruhestand verabschiedet. In einer Feierstunde würdigte Schulleiter Dr. Dieter Vaupel die Arbeit des Realschullehrers Alfred Wendeler und des Pädagogischen Leiters Jörg-Harald Rode und verband die Laudatio mit einem Dank für die langjährige engagierte Arbeit. Beide Pädagogen sind Anfang der 70er Jahre in den Schuldienst des Landes Hessen eingetreten, die Schulreform der 70er Jahre wurde von ihnen nicht nur miterlebt sondern in ganz unterschiedlichen Bereichen aktiv mitgestaltet. An der Entwicklung der Gesamtschule von den Anfängen bis hin zur Ausprägung ihres heutigen Profils haben beide großen Anteil gehabt. Die Schule, wie sie sich heute darstelle, sei auch ihr Lebenswerk, hob Vaupel hervor.

Alfred Wendeler kam nach seinem Studium in Gießen 1970 an die Felsberger Schule. Am Aufbau des naturwissenschaftlichen Bereichs der sich neu entwickelnden Gesamtschule hatte Wendeler als Mathematik- und Physiklehrer besonderen Anteil, den Fachbereich Mathematik leitete er bis kurz vor seiner Pensionierung. Neben den Naturwissenschaften gehörte Wendelers Liebe der Musik, lange Jahre leitete er die Bläsergruppe der Gesamschule, die die Schule bei vielen Anlässen in der Öffentlichkeit vertrat. Viele Schülerinnen und Schüler haben über ihn zum Instrument und zur Musik gefunden. Seine ganz besondere Stärke lag in seiner Rolle als Klassenlehrer, in allen Schulzweigen führte er erfolgreich Klassen zum Abschluss. Besonders hoch geschätzt wurde neben seiner fachlichen Kompetenz seine ausgleichende, zurückhaltende und bescheidene Art. Hier habe er sich hohe Anerkennung und Verdienste für die Felsberger Schule erworben, betonte der Schulleiter in seiner dienstlichen Würdigung. Er zitierte eine Schüleraussage, die seine Qualitäten hervorheben: „Es gibt niemanden, der eine Sache mit einfachen Worten so gut erklären kann, wie Herr Wendeler.“

„Jörg-Harald Rode ist drei Jahrzehnte lang eine Konstante im Schulleitungsteam gewesen und hat immer die Verantwortung für die Schule als Ganzes gesehen“, so begann Dr. Vaupel seine dienstliche Würdigung des Pädagogischen Leiters. Er sei der letzte aus dem Schulleitungsteam der Anfangsjahre der Felsberger Gesamtschule, mit seiner Pensionierung endet somit auch eine Ära. Nach dem Studium in Göttingen, dem Referendariat an der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen und zwei Jahren in Rotenburg kam Rode 1974 nach Felsberg. Hier war er eine große Verstärkung beim Aufbau der Gesamtschule, deren Pädagogischer Leiter er bald wurde. Arbeit im Schulverbund und Kooperation mit der gymnasialen Oberstufe waren zwei Schwerpunkte nach außen. Nach innen hat er, neben seiner Unterrichtstätigeit in den Fächern Deutsch, Gesellschaftslehre und Latein, viele Dinge angestoßen, umgesetzt und weiterentwickelt. Als Beispiele nannte Vaupel den Schüleraustausch, die Romfahrten, die Einrichtung Stadt- und Schulbücherei, die Gründung des Förderkreises, die Einrichtung der Teestube, die Umsetzung eines Betreuungsangebot aus dem später das Ganztagsangebot wurde, die Schaffung einer Schulsozialarbeiterstelle, den Einsatz von Computer in Schule und Verwaltung und als letztes großes Projekt – erst wenige Monate vor seiner Verabschiedung abgeschlossen – den Aufbau einer Kletterwand in der Vereinssporthalle. Die Öffnung der Schule habe ihm immer am Herzen gelegen, die Kooperation mit Vereinen und Organisationen, der Stadt und dem Kreis sei von ihm maßgeblich vorangetrieben worden.

Barbara Kursch-Metz, Vorsitzende des Schulpersonalrates, stellte die tragende Rolle heraus, die Wendeler und Rode innerhalb des Kollegiums inne hatten. Besonders hervorgehoben wurde Wendeler mit seinen Aktivitäten als verantwortungsvoller Klassen- und Fachlehrer und seiner Tätigkeit im Personalrat sowie Rode in seiner Rolle als verlässlicher Denker, Lenker und Macher innerhalb der Schulleitung. Für den Schulelternbeirat stellte Ralf Krug die Verbindung zu seiner eigenen Schulzeit her und stellte dabei heraus, dass beide Pädagogen sich große Anerkennung, bis zum letzten Tag, an dem sie ihren Dienst erfüllten, bei Eltern und Schülern erworben haben. Anna-Lena Braun und Sabrina Leese bestätigten diese Einschätzung des Elternvertreters und bedankten sich für die engagierte Arbeit der beiden ausscheidenden Lehrer.

Die letzten Beiträge lieferten die beiden Verabschiedeten selbst. Dabei warf Jörg-Harad Rode in seinen brillianten Schlussworten einen kritischen Blick auf die Schulpolitik, besonders auf das, was in den letzten Jahren der Schule von oben verordnet wurde. Er beklagte, dass Schulleitung und Kollegium durch ständige Veränderungen und neue Projekte, die man umsetzen müsse, nicht zur Ruhe kommen. Dies ziehe aber letztlich Energie ab, von der eigentlichen Aufgabe der Schule, den Schülern qualifizierten Unterricht zu bieten. Diese Entwicklung, die er so nicht mittragen könne, erleichtere es für ihn, zum jetzigen Zeitpunkt von der Schule Abschied zu nehmen.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch musikalische und lyrische Beiträge von Thomas Frankfurth, Gerd Niederlücke, Sandra Bürger und Ralf Horstmann. Der Lehrerchores unter Leitung von Joachim Krönung, warf in launigen Versen einen Blick auf die vergangene Tätigkeit der beiden nun aus der Schule verabschiedeten Pädagogen. Eine besondere Überraschung bereitete seine 9. Realschulklasse ihrem Klassenlehrer Wendeler durch ein Abschiedslied.

Foto oben: Schulleiter Dr. Dieter Vaupel verabschiedet sich vom langjährigen Pädagogischen Leiter der Felsberger Gesamtschule und dankt ihm für seine Arbeit.




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