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Haus der Reformation: Historie soll Spaß machen

Homberg. Die Kreisstadt gilt seit Jahren als Stadt der Reformation in Hessen. Bisher jedoch fehlte ein sichtbares Alleinstellungsmerkmal, das jetzt jedoch mit einem Projekt geschaffen werden soll. Homberg plant ein „Haus der Reformation“. Das Konzept stammt von dem Historiker Dr. Dirk Richhardt. Er hatte schon während der Jubiläumsfeierlichkeiten „475 Jahre Reformation in Hessen“ im Jahre 2004 die Ausstellung über Landgraf Philipp der Großmütige begleitet.

Dabei geht es Dr. Dirk Richhardt nicht um ein rein wissenschaftliches Projekt, sondern mit dem „Haus der Reformation“ um einen strategisch-kommunikativen Dreh- und Angelpunkt, oder anders gesagt: um einen außerschulischen Lernort, der das Thema Reformation auf allen Ebenen kommuniziert und Aktionen initiiert. Dabei ist die Frage nach dem realen Gebäude nicht das Entscheidende, sondern dass alle Homberger Bürgerinnen und Bürger den Gewinn erkennen, der in diesem Projekt auf allen Ebenen liegt. Der schon gegründete Projektarbeitskreis, dem neben Vertretern der THS, der ev. Kirche, der Geschichtsverein, Meik Ebert vom Homberger Stadtmarketing und der Kulturring angehören, wird von Bürgermeister Martin Wagner moderiert.

Meik Ebert macht deutlich: „Das Projekt „Haus der Reformation“ wird viel mehr sein als nur ein Museum. Alle Aktionen werden deutlich machen, dass Historie Spaß machen soll!“

Ohne Homberger Reformation keine Bildung und kein Sozialwesen für Hessen
Homberg will sich mit diesem Projekt breit aufstellen. „Das Haus wird ein außerschulischer Lernort werden, es steht für den Übergang in die moderne Wissensgesellschaft und macht deutlich, dass es ohne die Reformation in Homberg keinen Landeswohlfahrtsverband und keine Universitätsstadt Marburg gegeben hätte, denn Landgraf Philipp der Großmütige hat in Homberg das Sozialwesen und die Bildung für alle Hessen beschlossen. Nicht Kassel, nicht Marburg oder Darmstadt, sondern Homberg ist der historische Ort. Alle späteren Ereignisse in Hessen gehen auf die Homberger Ereignisse zurück. Es gilt, dieses aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit vorzustellen“, betont Bürgermeister Martin Wagner. Im Rahmen der Lutherdekade im Jahre 2017 wird Homberg dann mit dem Thema Reformation auf allen Ebenen, wie Tourismus, Wissenschaft, Bildung und vielem mehr vorne dabei sein.

„Am 24. Januar 2012 soll ein Förderverein gegründet werden. Es werden Mitstreiter gesucht, die das Projekt unterstützen“, wirbt Bürgermeister Martin Wagner.

Es ist allgemein bekannt, dass von Homberg durch die dreitägige Synode (Landtag) von 1526, der Beschluss zur Einführung der Reformation in Hessen unter Landgraf Philipp dem Großmütigen ausging. Damit gingen von Homberg entscheidende Impulse für die Entwicklung Hessens und auch Deutschlands aus. Dr. Dirk Richhardt: „Es ist daher richtig zu sagen, dass hier in Homberg das Mittelalter endete und die Neuzeit begann. Die hessische Reformation, von Homberg ausgehend, erreichte einen Kreis, der sich von Dänemark über die Niederlande, das heutige Westdeutschland bis nach Ostfrankreich und die Schweiz erstreckte, mit europäischer Dimension. Dies muss nun auch sichtbar werden.“

Sichtbarmachung, so Dr. Richhardt, beschränke sich also nicht nur auf ein Gebäude mit Ausstellungsobjekten, sondern erfasse den Ort, Stichwort: Pfad der Reformation, erfasse die Landschaft, Stichwort: Wanderwege der Reformation und erfasse vor allem die geistigen und geistlichen Leistungen der Homberger Reformation. (Uwe Dittmer)



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