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Prädikant Tümmler und Küsterin Schäfer verabschiedet

Sipperhausen. Bescheidenheit, Unaufdringlichkeit, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit Nachhaltigkeit sind Wesensmerkmale von Prädikant Klaus Tümmler. Pfarrerin Gudrun Ostheim würdigte die Leistungen des Kirchenrates bei seiner Verabschiedung aus der seelsorgerischen Tätigkeit in der Kirchengemeinde Sipperhausen. Die Liturgie entsprach dem Stil, den Tümmler in den acht Jahren seines Mitwirkens in der Hochlandgemeinde geprägt hat.

Die Prädikantinnen Elke Tümmler, Ehefrau des Geehrten, und Heike Lesch lasen die vom ausscheidenden Kirchenmann verfasste Predigt. In einer Auslegung von Texten aus dem zur Weisheitsliteratur gezählten, alttestamentlichen Buches von Jesus Schirach machte er Mut, beherzt und ohne Angst in die Zukunft zu schauen.

Das war nichts von Zukunftsangst und kleingeistigem Verzagtheit zu hören, wie es gelegentlich auch von Kanzeln zu vernehmen ist. „Sollen wir Gott loben – auch für die unter künstlichen Bedingungen angebaute Gen-Tomate?  Sollen wir ihm danken – auch für die wohlschmeckende Speise, deren Aromata durch die Lebensmitteltechnik zugesetzt worden sind?“ Tümmlers Antwort in der Predigt fiel eindeutig aus: „Die Wissenschaften erforschen die Welt, als ob es Gott nicht gebe. Viele Phänomene, die man in früheren Zeiten auf Gott als Ursache zurückführte, können heute hinreichend durch biochemische und physikalische Prozesse erklärt werden. Längst hat die Forschung den Erfahrungsbereich menschlicher Sinne verlassen und dringt in mikro- und makrokosmische Dimensionen vor. Unsere Gesellschaft basiert auf diesen Fortschritten. Zugleich erzwingt die Ökonomie zunehmend eine Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse“. Jeder Fortschritt sei auch im Willen Gottes begründet, erfuhr die Gemeinde.

Pfarrerin Ostheim sparte ebenso wie die Dekanin des Kirchenkreises Homberg, Sabine Tümmler, nicht mit Lob. „Sie gehen, weil das Alter gekommen ist und die Sprache am Abend des Lebens zu gehen droht“, umschrieb die Sipperhäuser Geistliche den  gesundheitlich bedingten Abschied von der Gemeindearbeit. Ein Aquarell mit der Sipperhäuser Kirche aus der Werkstatt des Mosheimer Künstlers Lutz Lobert war der sichtbare Dank der Kirchengemeinde. Dazu kam ein mit Bibelzitat und Foto gezierte Torte und mehrere Blumensträuße.

„Mit Phantasie und Liebe warst Du tätig“, schloss Tümmlers Schwiegertochter und erinnerte an die vielen Sonn- und Feiertage und die von „Wechselfällen des Lebens“ bestimmten Termine, an denen er den Menschen das Wort Gottes verkündet habe. Die Dekanin dankte im Namen des evangelischen Kirchenkreises Homberg

Im selben Gottesdienst verabschiedeten die Sipperhäuser Protestanten ihre langjährige Kastenmeisterin Irene Schäfer. Gudrun Ostheim beschrieb deren Zuverlässigkeit und Sorgfalt in  einem Amt, das sie über 27 Jahre ausgeübt hatte und dankte für ihre Beständigkeit und Treu. Als Abschiedsgeschenk erhielt auch sie ein Aquarell mit einer Ansicht von Sipperhausen.

Den musikalischen Rahmen  der Feier geben Organist Uwe Range, der „Kleine Chor Ostheim“ und  der Posaunenchor der Kirchengemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst folgten viele Besucher der Einladung zum Neujahrsempfang im Gemeinderaum des Pfarramtes. (rho)



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Ein Kommentar zu “Prädikant Tümmler und Küsterin Schäfer verabschiedet”

  1. Ellen Wall-Daum

    Ein wunderschöner Bericht, war für mich sehr intressant zu lesen, auch Präkikant Klaus Tümmler mit seine Ehefrau nach 52 Jahren einmal auf einem Bild zu erkennen. Klaus und Elke Tümmler kenne ich noch aus Kassel und Waldeck. Bitte grüßen Sie ihn einmal wenn Sie ihn sehen. Viele Grüße Ellen Wall


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