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Vollversammlung tagte im Flughafen Kassel-Calden

IHK-Präsidium spricht sich für 30%ige Entlastung der IHK-Mitgliedsbeiträge aus

Kasssel-Calden. Vor der Sitzung der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg in den Räumen der Flughafen GmbH Kassel am Dienstagabend haben sich die im IHK-Präsidium vertretenen Unternehmer mit einer etwaigen Senkung der IHK-Mitgliedsbeiträge befasst und verschiedene Handlungsoptionen besprochen. Das Präsidium möchte in der Dezember-Vollversammlung einen Vorschlag einbringen, die Beiträge im kommenden Jahr noch einmal um 30 Prozent zu entlasten. Die Details einer möglichen Ausgestaltung sollen die im Haushaltsausschuss ehrenamtlich engagierten Unternehmer erörtern. Um die touristischen Arbeit des Regionalmanagements Nordhessens sicherzustellen, hat das Parlament der Wirtschaft beschlossen, einen Betrag in Höhe von 250.000 Euro in den Haushalt 2014 einzustellen.

Eingangs informierten sich die Mitglieder des Parlaments der Wirtschaft über die Chancen und Möglichkeiten, die der Flughafen Kassel-Calden bietet. Die Sprecherin der Geschäftsführung der Flughafen GmbH Kassel, Maria Anna Muller, stellte den ehrenamtlich engagierten Unternehmern aus Nordhessen und dem Altkreis Marburg den Airport vor. Der Flughafen lohne sich schon allein deswegen, da durch diesen Firmen in der Region gehalten oder Unternehmen neu hinzugewonnen werden können, erklärte sie. Das schaffe Arbeitsplätze und mache sich bei der Gewerbesteuer bezahlt. Muller: „Der Standort profitiert vom Flughafen, nicht die Flughafen GmbH.“ Dass die Airlines aktuell durch eine schwierige Marktsituation steuerten, erschwere die Arbeit des Flughafen-Managements – und könne ihm nicht zum Vorwurf gemacht werden. „Aktuell verlieren mehr als 60 Prozent der EU-Flughäfen Passagierverkehr, betroffen sind vor allem die vom innereuropäischen Luftverkehr abhängigen Regionalflughäfen“, erläutere die Sprecherin der Geschäftsführung. Die Regionalflughäfen seien etwaigen Misserfolgen und Kapazitätssenkungen von Fluggesellschaften stärker ausgesetzt. Muller stellte klar: „Wir haben für die Zukunft gebaut und nicht für vier bis fünf Monate im Wahlkampf 2013.“

Prof. Dr. Richard Klophaus vom Zentrum für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs (ZFL) verwies auf die regionalwirtschaftlichen Effekte, die vom Flughafen ausgehen. Klophaus stellt in seiner Studie fest, dass der neue Airport als Wirtschafts- und Standortfaktor der regionalen Daseinsvorsorge dient – und somit der nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in Nordhessen. Der Wissenschaftler berichtete, dass im Jahr 2012 mit der Leistungserstellung am Flughafen insgesamt 2170 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze verbunden sind. Daraus resultiere eine Bruttowertschöpfung von 137,4 Millionen Euro, davon allein 44,6 Millionen Euro unmittelbar am Flughafen. Im Jahr 2012 können die öffentlichen Haushalte damit laut Klophaus den erforderlichen Verlustausgleich für die Flughafenbetreibergesellschaft von 6,6 Millionen Euro durch Steuereinnahmen aus den direkten, indirekten und induzierten Effekten in Höhe von 34,4 Millionen Euro mehr als ausgleichen. .

Auch wenn es hier nach wie vor kritische Stimmen gibt, dürften viele Unternehmer und die Region mit dem im April eröffneten Flughafen bereits jetzt schon eine deutliche Verbesserung der Standortqualität erfahren haben, deren Wirkung sich gerade längerfristig einstellt“, sagte IHK-Vizepräsident Jörg Ludwig Jordan. „Es gibt keinen Grund, diese Infrastrukturmaßnahme abzuschreiben. Dem Flughafen muss Zeit zugestanden werden, sich in der aktuell schwierigen Marktlage zu positionieren.“ Eine qualifizierte Beurteilung der regionalökonomischen Bedeutung des Flughafens Kassel-Calden bestehe nicht nur aus der Summierung touristischer Charterflüge, sondern aus komplexeren Analysen, die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte auf die Region beinhalten. Der IHK-Vizepräsident formulierte gegenüber den Unternehmern den Appell, die Mobilitätschancen, die der neue Flughafen eröffnet, zu prüfen und bestmöglich zu nutzen.

Hintergrund: Über die Vollversammlung
Die Vollversammlung ist das oberste Organ der IHK Kassel-Marburg. Sie setzt sich aus insgesamt 84 gewählten ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen. Sie vertreten die rund 75.000 IHK-zugehörigen Unternehmen in Nordhessen und dem Altkreis Marburg. Auch als Parlament der Wirtschaft bezeichnet, stellt sie mit ihren Vertretern aus Industrie, Handel und Dienstleistungsunternehmen das oberste Entscheidungsgremium über Haushalts- und Budgetrecht dar und bestimmt die wirtschaftspolitische Richtung der IHK. Zu Beginn des nächsten Jahres finden die nächsten Wahlen für dieses Gremium statt. (red)



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3 Kommentare zu “Vollversammlung tagte im Flughafen Kassel-Calden”

  1. Markus Wenzel

    Es ist schon peinlich, wie diese Geschäftsführerin mit Realschulabschluß echten Unternehmern vormachen möchte, welche volkswirtschaftliche Bedeutung der Panneflughafen für die Region haben würde.
    Die sollten sich nicht für dumm verkaufen lassen. Der neue Flughafen bringt nur hohe Belastung und keinen einzigen Mehrwert für sie!

  2. Schwälmer

    Markus Wenzel, ihr Kommentar geht ja doch voll daneben, zeigt er eine gewissere Aversion. Auch eine Geschäftsführerin mit Realschulabschluss kann ihre Arbeit super machen. Ein Abitur sagt noch lange nicht und schon gar nicht automatisch, dass derjenige auch ein guter Chef, Geschäftsführer wird, ist oder was wie werden kann. Was bitteschön sind denn „echte Unternehmer“? Ich kenne zahlreiche Unternehmer, die lediglich den Volksschulabschluss haben und trotzdem mit ihrem Unternehmen seit Jahrzehnten gut dastehen. Auch so mancher Chef einer Behörde hat es bis an die Spitze gebracht – und das „nur“ mit dem Volksschulabschluss.
    Lassen Sie doch einfach Ihre Überheblichkeit!

  3. Markus Wenzel

    Nichts gegen den Absolventen eines Realschule! Im Gegenteil, auch ich habe Respekt vor Menschen die sich oft viel – geprüft oder ungeprüft – theoretisches Wissen angeeignet haben!

    Nur bei Frau Muller, sind die Fächer Logik, Rhetorik und auch volkswirtschaftliche Rückschlussfähigkeit auch bei freundlicher Betrachtung nicht ausreichend entwickelt, um diesen Flughafen zu führen. Zum Thema Menschenführung will ich mir kein Urteil erlauben, aber da kann es nach dem, was ich gehört habe, auch nicht zum Besten bestellt sein!
    Wo es wohl auch deutlich hapert: Marketing und Vertrieb! Denn viele der Probleme am Flughafen sind hausgemacht und beweisen eine schwache Kommunikation!
    Doch auch ohne die Schwachstelle „Muller“ hätte der Flughafen keine Chance. Das ist wohl der einzige Grund, warum man an Muller festhält. Es gibt einfach keinen „guten“ Kandidaten, der als Gesicht eines gescheiterten Kasselwiderbelebungsversuch seine Karriere aufs Spiel setzen möchte!


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