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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Polizeiarbeit vor Ort: Michael Stuhlmann berichtete

Lions-Präsident Bernd Pfeiffer (links) und Erster Polizeihauptkommissar Michael Stuhlmann. Foto: Gert WenderothHomberg. Immer wieder klang die Betroffenheit  aus seinen Worten.  Michael Stuhlmann,  Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Homberger Polizeistation, berichtete den Homberger Lions über Verkehrssünder, Rowdys, Drogenabhängige und Kriminelle und versetzte seine Zuhörer in eine ihnen fast fremde Welt. So wurde auch der Vergleich zu den täglichen Kriminalfilmen im Fernsehen gesucht und nicht gefunden, denn die Wirklichkeit ist eine andere.

Die Polizeistation Homberg ist zuständig für Homberg, Neuental, Schwarzenborn, Knüllwald und Frielendorf mit insgesamt 44.000 Einwohnern. Sie ist eine von vier Stationen im Schwalm-Eder-Kreis, organisatorischer Kopf ist die Polizeidirektion mit Sitz ebenfalls in Homberg. Die Statistik über Häufigkeit und Arten von Verkehrsunfällen und ihren Begleiterscheinungen, wie Unfallfluchten, versetzte seine Zuhörer in Staunen, soviel Fälle hatten sie sich nicht vorgestellt. Dass 40 Prozent aller Unfallfluchten letztlich aufgeklärt werden können, machte dann doch wieder Hoffnung. Alle Unfälle werden analysiert und einem zentralen elektronischen Stecksystem zugeführt, was dann über Häufigkeit an bestimmten Orten, Unfallarten und Altersklassen der Fahrzeugführer Auskunft gibt.

Sein zweites Thema war die Häufigkeit von Straftaten, wovon es in Homberg im letzten Jahr rund 1.000 gab, von denen es aber Dank des Einsatzes und der großen Erfahrung seiner Mitarbeiter 68 Prozent Aufklärungen gab. Große Sorgen bereiten zunehmend die Rauschgiftdelikte in den Schwerpunktorten Homberg und Schwalmstadt. Eine eigens hierfür bereitgestellte Spezialeinheit aus eigenen Reihen und die jahrelange Erfahrung in der Strafverfolgung helfen entscheidend entgegenzuwirken.

Und die Beamten, die mit schwierigsten Fällen umgehen müssen, was wird mit ihren Empfindungen und psychischen Belastungen? Für sie gibt es nach dem Einsatz Gespräche und Aufarbeitung mit Beratern des psychosozialen Dienstes. Einfach vergessen und abstreifen geht nicht, viel zu tief sitzen oft die Erlebnisse, die bewältigt werden müssen. Was auch hilft, ist, dass Öffentlichkeit, Bevölkerung und Politik hinter den Beamten stehen, was leider allzu oft und zunehmend nicht geschieht.

Präsident Bernd Pfeiffer bedankte sich herzlich bei Michael Stuhlmann für die Einblicke in die Polizeiarbeit vor Ort, die auch ihn betroffen gemacht habe. (Gert Wenderoth)



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