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Horn und Wagner mit Bestzeiten in Paderborn

Dennis Horn und Katharina Wagner. Foto: nhPaderborn/Melsungen. Bei den deutschen Hochschulmeisterschaften in Paderborn imponierten die beiden Melsunger Leichtathleten Dennis Horn und Katharina Wagner mit neuen Bestzeiten im Sprintbereich und kehrten mit jeweils Rang zehn in die Bartenwetzerstadt zurück.

Dennis Horn, der bereits beim Siegburger Pfingstmeeting mit zwei neuen Bestzeiten über 100 und 200 Meter (11,41 bzw 23,19 Sek.) zu gefallen wusste, reiste recht selbstbewusst nach Paderborn an. „Wenn bei den Hochschulmeisterschaften der Wind mitspielt, kann ich dort zum ersten Mal die 100 Meter unter elf Sekunden laufen“, sagte der Student von der Sporthochschule in Köln nach dem Abschlusstraining in Melsungen.

36 Sprinter ermittelten ihren deutschen Hochschulmeister über 100 Meter. Horn lief im fünften und damit letzten Vorlauf auf Bahn sechs und hielt dem Druck stand. Bei absoluter Windstille und einer tollen Atmosphäre im Stadion erwischte er einen guten Start und lag fast bis zum Ende in Führung. Erst auf den letzten Metern verkrampfte der Kölner Sportstudent ein wenig und musste Alexander Schuh, den Siebten der Deutschen Hochschulhallenmeisterschaften über 200 Meter vorbei lassen. Schuh holte sich in 11,09 Sekunden den Sieg vor  Horn, der seine Bestzeit von 11,41 auf 11,17 Sekunden sensationell nach unten drückte. Wie seine beiden Trainingspartner Rico Peth (11,22) und Marc von Rechtern (11,25), die kurz nach ihm die Ziellinie erreichten, qualifizierte sich das Kölner Trio für das 100m-B-Finale.

Dennis Horn kehrte mit zwei Bestzeiten von den deutschen Hochschulmeisterschaften zurück. Foto: nhIn diesem Endlauf blies den acht Sprintern ein Wind von 1,2 Meter pro Sekunde ins Gesicht. Aber trotz dieser widrigen Umstände trumpfte Dennis Horn wieder mächtig auf. Lange blickte der 20-Jährige in seiner Beschleunigungsphase nach unten und lag 90 Meter in Führung. Erst kurz vor der Ziellinie fing ihn erneut Alexander Schuh ab und setzte sich mit 11,16 zu 11,18 Sekunden ganz knapp durch. „Schade, dass wir im Finale einen spürbaren Gegenwind hatten“, sagte Horn, der in der Gesamtwertung überraschend Rang zehn belegen konnte. Ohne den kräftigen Wind, so schätzte der 20-Jährige, hätte am Ende wohl eine 10 vor dem Komma gestanden. Welche Zeit wäre er mit einem Rückenwind von 1,9 m/s gelaufen? Müßig darüber nachzudenken. Aber seine schnellen Zeiten lassen erkennen, dass er in diesem Jahr einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hat.

Im 200m-Zeitfinale hatte Dennis Horn das Pech, dass er im ersten Lauf, wo nur drei Läufer am Start waren, gegen den späteren deutschen Hochschulmeister Steven Müller von der Uni Kassel (21,34) und gegen den Zweitplatzierten, Martin Brieger von der Uni Jena (21,59) antreten musste. Dennoch hielt er zu Beginn des Rennens gut mit den beiden Spitzenläufern mit und kam mit einem 3m-Rückstand gut aus der Kurve. Obwohl es für die Zuschauer so aussah, als würde der Kölner Sportstudent langsamer werden, weil die beiden vor ihm laufenden Sprinter den Abstand auf über zehn Meter anwachsen ließen, konnte Dennis Horn seinen vollen Speed mit auf die Zielgerade nehmen. Allerdings fehlte ihm auf den letzten Metern die Kraft, um seinen Lauf bis zur Ziellinie durchstehen zu können. Aber mit 23,00 Sekunden lief er sein schnellste Rennen über diese Distanz und blieb um 0,19 Sekunden unter seinem bisherigen Hausrekord.

Katharina Wagner sicherte sich über 100m den zweiten Platz mit 12,78 Sekunden. Foto: nhAuch Katharina Wagner fuhr bestens vorbereitet zu den deutschen Hochschulmeisterschaften und wollte ebenfalls mit neuen Bestzeiten nach Hause zurückkehren. Bereits im Vorlauf verbesserte sie ihre 100m-Jahresbestzeit von Baunatal (13,01 Sek.) auf 12,83 Sekunden und qualifizierte sich damit für das C-Finale, das eine Stunde später gestartet wurde.

Dort, auf Bahn drei laufend, erwischte sie einen guten Start. Trotz ihrer langen Beine schoss sie erstaunlich schnell aus den Blöcken und brachte ihren Körper mit den ersten kraftvollen Schritten in eine gute Beschleunigungsphase. Aber noch reaktionsschneller waren Kristina Fister von der Uni Passau und Ann-Katrin Stiepelmann (TU Dortmund). Nach der Hälfte der Strecke lag die schnelle BWL-Studentin aus Passau, die im Dreisprung eine Bestweite von über 12 Meter vorweisen kann, knapp vor Stiepelmann in Führung. Katharina Wagner sprintete einen halben Schritt dahinter dem Ziel entgegen. Die Zuschauer verfolgten dieses spannende Rennen im Kampf um die Plätze eins bis drei mit lauten Beifall. Am Ende setzte sich Kristina Fister mit 12,68 Sekunden noch souverän durch. Für die Melsunger Sprinterin, die auf den letzten Metern Ann-Katrin Stiepelmann (12,79) abfangen konnte, wurden 12,77 Sekunden notiert. Damit verbesserte sie innerhalb einer Stunde in der Bischofsstadt Paderborn ihre Jahresbestzeit von 13,01 über 12,83 auf 12,77 Sekunden.

Eingangs der Zielgeraden beim 200m-Finale in Paderborn. Foto: nh17 Studentinnen versuchten 60 Minuten nach den 100m-Finals deutsche Hochschulmeisterin über 200 Meter zu werden. Im dritten und letzten 200m-Zeitendlauf startete Benina Vaupel (Uni Marburg), die im 100m-B-Finale mit 12,56 Sekunden den dritten Platz belegt hatte. Vor ihr lief Stefanie Schwitalla von der Uni Freiburg, die als Vierte in diesem Rennen nur den Wimpernschlag von 0,01 Sekunden langsamer gewesen war. Auf Bahn fünf lief Karoline Marzi von der Uni Duisburg mit der Empfehlung, in diesem 100m-B-Finale mit 12,62 Sekunden elektronisch gestoppt worden zu sein. Und ganz außen, auf Bahn sechs, startete Katharina Wagner und hatte somit die gesamte Konkurrenz im Rücken. War sie deswegen so verkrampft? Denn sie blieb länger als sonst in den Blöcken und es sah so aus, als würde sie erst einmal abwarten wollen, um zu sehen, was die Konkurrenz zu bieten hat. Kurz vor Esther Heger von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe kam sie als Vorletzte nach 13,4 Sekunden auf die Zielgerade und zündete erst 60 Meter vor dem Ziel ihren Turbo. Mit kraftvollen und raumgreifenden Schritten machte sie Meter um Meter gut und überholte kurz vor der Ziellinie Karoline Marzi (26,52) und Ann-Katrin Stiepelmann (26,50). Mit der neuen persönlichen Bestzeit von 26,40 Sekunden sicherte sie sich den nicht mehr erwarteten dritten Platz in diesem Lauf und belegte in der Endabrechnung Rang zehn. „Ich habe den Start regelrecht verschlafen und damit wertvolle Zeit verloren. Aber auf dem letzten Drittel der Strecke habe ich in das Rennen gefunden und wenigsten noch ein starkes Finish gezeigt“, analysierte selbstkritisch die Studentin der Kunstgeschichte von der Uni Marburg ihren Lauf, nachdem sie ihrer Trainingspartnerin Benina Vaupel zu ihrem ersten Platz (25,97 Sek.) gratuliert hatte. (ajw)



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