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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Wagner und Ullrich mit neuen Hallenbestleistungen

Die Pokalsieger 2016: Jan Ullrich und Katharina Wagner. Foto: nh

Die Pokalsieger 2016: Jan Ullrich und Katharina Wagner. Foto: nh

Melsungen. Traditionell nutzten fast 100 Leichtathleten den Dr. Friedrich-Stracke-Hallen-Mehrkampf in der Melsungen zum Einstieg in die Hallensaison 2017 und gaben eine gute Visitenkarte ab. Die Mehrkämpfer aus acht nordhessischen Vereinen zeigten sich von der Atmosphäre und der Stimmung in der Stadtsporthalle angetan. Hans-Jörg Engler und Wettkampfbüroleiter Michael Langhorst hatten wieder einmal alles perfekt vorbereitet und mit ihren Helfern eine tolle Veranstaltung organisiert.

Ohne Zweifel stand der Dreikampf der Männer im Mittelpunkt dieses Meetings. Man war vor allem auf das Auftreten der Melsunger U23-Athleten gespannt, von denen fünf Mehrkämpfer in der Lage waren, im Dreikampf mehr als 1500 Punkte zu sammeln. Und diese Vielseitigkeitsprüfung hielt das, was man sich von ihr versprochen hatte, denn sie war bis zum Schluss eng und spannend. Weil die Athleten diesem kurzweiligen Meeting auch noch zum Schluss im Weitsprung ihren Stempel aufdrückten, hätte die Dramaturgie dieses IX. Hallenmehrkampfes nicht besser sein können.

Jan Ullrich flog noch nie so weit und landete erst bei 6,54 Metern. Foto: nh

Jan Ullrich flog noch nie so weit und landete erst bei 6,54 Metern. Foto: nh

Zum Auftakt entschied Henri Alter das Kugelstoßen mit 11,04 Meter für sich und erhielt dafür 512 Punkte. Jan Ullrich überraschte mit 10,81 m und lag nach der ersten Übung nur neun Punkte zurück. Michael Hiob kam auf 10,79 Meter und blieb damit vor Dennis Horn (10,17 m) und Tobias Stang. Im Sprint liefen die vier in Führung liegenden Mehrkämpfer in einem Lauf und sorgten für den ersten Höhepunkt der neunten Mehrkampfauflage. Henri Alter erwischte den besten Start und ließ sich im Ziel nach 6,42 Sekunden als Sieger feiern. Dennis Horn, im Sommer Nordhessens schnellster 100m-Sprinter, der seinen letzten Start im MT-Trikot absolvierte, weil er ab Januar für die Deutsche Sporthochschule Köln startet, rettete sich in 6,48 Sekunden vor dem verbesserten Jan Ullrich (6,51 Sek.). Obwohl Michael Hiob keinen guten Start erwischte und einige Hundertstalsekunden zu Beginn liegen ließ, enttäuschte nicht und lief nach 6,58 Sekunden als Vierter über die Ziellinie. Nach seinen beiden Siegen baute Henri Alter mit 1091 Punkten seine Führung weiter aus und lag mit 1091 Punkten 25 Zähler vor Jan Ullrich, der sich nach dem Kugelstoßen und dem Sprint als härtester Widersacher herauskristallisierte. Auf Platz drei folgte Michael Hiob (1053 P.) vor Dennis Horn (1044 P.) und Tobias Stang (899 Punkte). Der Weitsprung musste deshalb die Entscheidung um den Dr. Friedrich-Stracke-Pokal bringen. Dieser Wettbewerbe wurde mit einem guten Sprung von Tobias Stang eröffnet. Der 400m-Hürdenspezialist landete erst bei 5,98 Meter und bekam dafür 591 Punkte. Auch Henri Alter erwischte einen guten Sprung und erreichte 6,20 Meter. Damit hatte der Student, der in Jena Sport studiert, seinen Meetingrekord im Dreikampf aus dem Vorjahr (1692 P.) um zehn Zähler übertroffen. „Meine Stärke kommt nicht daher, dass ich Gewichte stemme, sondern dass ich den letzten drei Jahren immer wieder aufstand, als ich auf dem Boden lag“, sagte der Zweite der Süddeutschen U23-Meisterschaften im Speerwurf.  In der Hoffnung, diesen Dreikampf für sich entschieden zu haben, verzichtete er auf die beiden restlichen Sprünge. Das war ein fataler Fehler, denn er hatte an diesen Abend die Rechnung ohne den starken Jan Ullrich gemacht. Der Maschinenbaustudent katapultierte sich ohne Spikes im zweiten Durchgang auf die persönliche Bestweite von 6,54 Meter. Noch nie war der 20-Jährige vorher so weit geflogen. So war seine große Freude über diesen Rekordsprung, der ihm 642 Punkte einbrachte, verständlich. Und plötzlich lag Jan Ullrich mit 1708 Zählern sechs Punkte vor Henri Alter, der unmittelbar nach seinen 6,20m-Sprung wie der souveräne Dreikampfsieger ausgesehen hatte. Dritter in dieser Vielseitigkeitsprüfung wurde Michael Hiob mit 1585 Punkte; drei Punkte zurück landete Dennis Horn auf Platz vier, und winzige zehn Punkte fehlten Tobias Stang zu glatten 1500 Punkten.

Basilius Balschalarski machte als 70-Jähriger noch eine gute Figur nicht nur im Sprint. Foto: nh

Basilius Balschalarski machte als 70-Jähriger noch eine gute Figur nicht nur im Sprint. Foto: nh

Bei den Senioren gefiel Basilius Balschalarski (Tuspo Borken) mit 1716 Punkten. Der mehrfache deutsche Senioren-Mehrkampfmeister lief als 70-Jähriger die 50 Meter in 7,73 Sekunden, sprang 4,31 Meter weit und stieß die 4kg-Kugel auf starke 10,64. In der M55 überzeugte Bernd Gabel mit 1417 Punkten, wobei er im Weitsprung mit 4,40 Meter seine beste Leistung erzielte.

Katharina Wagner legte zum Auftakt im 50m-Sprint den Grundstein zum Dreikampfsieg. Foto: nh

Katharina Wagner legte zum Auftakt im 50m-Sprint den Grundstein zum Dreikampfsieg. Foto: nh

Katharina Wagner holte sich den Sieg im Dreikampf ebenfalls erst mit einem guten Weitsprung. Die 21-Jährige legte aber den Grundstein für ihren Erfolg bereits im Sprint, wo sie als Erste nach 7,24 Sekunden vor Rabea Pöppe (7,46 Sek.) und Lisa Arend ( 7,95 Sek.) die Ziellinie erreichte. Beste Kugelstoßerin war erwartungsgemäß die mehrfache Nordhessenmeisterin Lisa Arend, die für ihre 10,95 Meter 509 Punkte bekam und nach zwei Wettbewerben mit 909 Punkte einen Zähler vor Katharina Wagner lag. Mit 854 Punkten folgte knapp dahinter Rabea Pöppe. Und so fiel auch die Entscheidung bei den Frauen um den Dr. Friedrich-Stracke-Pokal erst zum Abschluss im Weitsprung. Rabea Pöppe kam nach 4,20 Meter im Dreikampf als Dritte auf 1313 Punkte. Bei Lisa Arend merkte man an ihren Leistungen, dass sie seit ein paar Wochen in das Krafttraining eingestiegen ist. Nach 4,22 Meter belegte sie mit 1370 Punkten den zweiten Platz. Man darf jetzt schon auf ihre weitere Entwicklung im Hammerwerfen gespannt sein. Katharina Wagner lieferte auch im Weitsprung eine konstante Serie ab und sorgte mit ihren 4,97 Meter für die beste Leistung im weiblichen Bereich. Damit flog sie fast wieder an ihre alten Glanzleistungen heran und erhielt dafür 546 Punkte erhielt. Im Dreikampf verbesserte sie mit 1454 Punkten ihren Meetingrekord aus dem Vorjahr um drei Zähler und auch sie scheint vor einer guten Hallensaison zu stehen.

Bei den Seniorinnen machte sich Susann Müller (Remsfeld) mit 1132 Punkten und ihrem Sieg in der W35 ein schönes Geburtstagsgeschenk.

Zielfoto im 50-Meter-Sprint der Männer. Foto: nh

Zielfoto im 50-Meter-Sprint der Männer. Foto: nh

In den Jugendklassen der U20 bzw. U18 setzten sich Julius Kistner (TSV Geismar) und Max Wiegand (Tuspo Borken) klar durch und boten eine gute, aber vor allem spannde Vorstellung. Die beiden Protagonisten blieben im Sprint mit 6,94 (Kistner) und 6,96 knapp unter den begehrten 7,00-Sekunden. Nachdem Wiegand im Weitsprung 5,00 Meter vorgelegt hatte, sprang Kistner sieben Zentimeter weiter. Während der Borkener die 5,00kg-Kugel auf 9,93 Meter wuchtete, kam Kistner mit der 6,00kg-Kugel auf 9,79 m und büßte dafür sechs Punkte ein. Am Ende hatte Julius Kistner aber mit 1456 Punkten vier Zähler mehr als der ein Jahr jüngere Max Wiegand. Den zweiten Platz in der U20 sicherte sich Christian Schulz (1390 P.) vor Laurin Pöppe (1368 Punkte).

In der U18 gefiel Marvin Knaust mit 1286 Punkten, wobei der 16-Jährige mit seiner verbesserten Sprintleistung von 6,91 Sekunden besonders auffiel. Nils Feldmann (Remsfeld) holte sich mit 1183 Punkten den dritten Platz vor seinem Trainingspartner Leon Nowak.

Einen Melsunger Doppelsieg gab es im Dreikampf der weiblichen Jugend U20, wo sich Nele Grenzebach mit 1256 Punkten vor Jule Junghans (1130 P.) durchsetzen konnte. Dabei demonstrierte die 19-Jährige mit 7,54 Sekunden über 50 Meter ihre verbesserte Schnelligkeit. Im Mehrkampf der U18 holte sich das Melsunger Mittelstrecken-Ass Lynn Olson mit 1129 Punkten vor Theresa Schill (Geismar, 1062 P.) den Sieg. (ajw)



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