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Luise Zieba qualifiziert sich für deutsche Seniorenmeisterschaften

Luise Zieba qualifizierte sich für die deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften über 3000 Meter und hatte somit allen Grund zur Freude. Foto: nh

Luise Zieba qualifizierte sich für die deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften über 3000 Meter und hatte somit allen Grund zur Freude. Foto: nh

Frankfurt/Melsungen. Bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen sowie der U18, die in Frankfurt ausgetragen wurden, sorgten die schnellen Athleten vom neu gegründeten Sprintteam Wetzlar sowie die antrittsschnellen Läufer aus Südhessen für die besten Leistungen. Während sich bei den Männern in Abwesenheit von Michael Pohl (Wetzlar) Trainingspartner Kevin Kranz mit 6,75 souverän vor Lars Hieronymi (Friedberg, 6,87) durchsetzen konnte, holte sich in der U18 der erst 16-jährige Daniel Regenfuß aus Langen mit 6,87 Sekunden den Titel. Bei den Frauen sicherte sich in Abwesenheit der HLV-Rekordhalterin Lisa Mayer (Wetzlar) Lara Matheis aus Gießen in 7,49 Sekunden den Titel vor Deborah Levi (Wiesbaden, 7,61) und Johanna Berrens (Wetzlar, 7,71).

Sophia Hog (MT Melsungen), Neuzugang vom TSV Spangenberg, verbesserte sich auf 8,14 Sekunden. Aber mit dieser Zeit hatte die Jugendliche keine Chance sich für den nächste Laufrunde zu qualifizieren und schied als Fünfte im zweiten von drei Vorläufen aus. „Ich hatte eine Zeit unter 8,10 Sekunden angestrebt, aber ich konnte den Lauf nicht so zu Ende laufen, wie ich mir es vorgestellt hatte“, sagte die 18-Jährige, die am Sonntag bei den nordhessischen Hallenmeisterschaften in Bad Sooden-Allendorf nicht dabei sein wird, weil sie sich auf einer Klassenfahrt befindet.

Pech hatte Neuzugang Tristan Krah, der sich im 60m-Vorlauf der U18 kurz vor dem Ziel verletzte und dennoch mit 7,85 Sekunden persönlcihe Bestzeit lief. Foto: nh

Pech hatte Neuzugang Tristan Krah, der sich im 60m-Vorlauf der U18 kurz vor dem Ziel verletzte und dennoch mit 7,85 Sekunden persönlcihe Bestzeit lief. Foto: nh

Tristan Krah aus Nentershausen, Neuzugang von der LG Alheimer, hatte sich gut auf diese Meisterschaften vorbereitet und war mit einer 60m-Bestzeit von 8,06 Sekunden nach Frankfurt angereist. Im fünften Vorlauf kam der 16-Jährige gut aus den Blöcken und lief dreiviertel der Strecke fast auf gleicher Höhe mit Moritz Zeller (Alten-Buseck, 7,69) und Jean Arisa (Gießen, 7,75). 15 Meter vor dem Ziel verspürte er einen plötzlichen Stich im Oberschenkel, so dass er sofort die Geschwindigkeit herausnehmen musste. Obwohl er wertvolle Zeit verlor, verbesserte er sich auf 7,85 Sekunden und kann nach dem Auskurieren dieser Verletzung hoffnungsvoll in die kommende Freiluftsaison blicken.

Nicht wie erwartet, lief es für Rabea Pöppe im ersten 400m-Zeitvorlauf der Frauen. Die 23-Jährige, die in Kassel das Lehramt Sport studiert, musste aufgrund ihrer Meldezeit auf der nicht leistungsfördernden Innenbahn gegen die spätere Vizemeisterin Sophia Wolf (Bensheim, 59,13) und die Drittplatzierte Jessica Hesse (Gelnhausen, 59,31) laufen. Aber sie war auch gegen die unmittelbar vor ihr laufenden Elena Kleinpaß (Friedberg, 61,82) in diesem Rennen chancenlos. „Die Konkurrenz lief die erste Runde so an, als ob sie nur 200 Meter laufen wollten“, staunte Rabea. Obwohl sie die erste Hälfte unter 29 Sekunden zurücklegte, konnte sie mit den vor ihr startenden Läuferinnen nicht mithalten. Mit dieser Durchgangszeit war sie mehr als zwei Sekunden schneller als vorgesehen. Und so kam, was kommen musste: ihr fehlte auf den letzten Metern die Tempohärte und das Stehvermögen, so dass sie, „auf Reserve laufend“, nach 63,90 Sekunden das Ziel erreichte. In der Gesamtwertung belegte sie vor Mareike Franz (Groß-Gerau, 64,50), die im Vorjahr mit 63,64 Sekunden gestoppt wurde, Rang zehn.

Sophia  Hog verbesserte sich im 60m-Vorlauf auf 8,14 Sekunden. Foto: nh

Sophia Hog verbesserte sich im 60m-Vorlauf auf 8,14 Sekunden. Foto: nh

Am zweiten Meisterschaftstag startete Neuzugang Luise Zieba über 3000 Meter. Natürlich konnte die Melsunger Crosslaufspezialistin, die in ihrer Jugendzeit eine gute 800m-Läuferin war, gegen die zum Teil 18 Jahre jüngere Konkurrenz auf den 15 Hallenrunden nicht mithalten. Aber die 35-Jährige, die problemslos mit ihrem Freilufttraining durch den Winter kam, wollte sich über 3000 Meter für die deutsche Senioren-Hallenmeisterschaften qualifizieren, die am 3. März in Erfurt ausgetragen werden. Für eine Teilnahme musste sie die fünfzehn Hallenrunden unter 11:40 Minuten zurücklegen. Nach ihren guten Trainingsleistungen war sie in der Lage, eine Zeit zwischen 11:10 und 11.15 Minuten zu laufen. Alwin J. Wagner gab ihr folgenden Plan mit auf die Reise: „Achte nicht auf die Konkurrenz und lege jede Runde in exakt 45 Sekunden zurück“. Aber wenn man bis in die Haarspitzen motiviert ist, dann besteht auch die Gefahr, schneller anzulaufen und alle Vorsätze zu vergessen. Luise Zieba lief die ersten 400 Meter in 86 Sekunden an und passierte die 1000m-Zwischenmarke nach 3:36 Minuten, so dass sie zu diesem Zeitpunkt auf einen Kurs um 10:45 Minuten lag. Das konnte nicht gut gehen.

Die Hälfte der Strecke hatte sie nach 5:30 Minuten zurückgelegt und man merkte, dass die Gartenbautechnikerin langsamer wurde. Doch in der letzten Runde setzte sie noch einmal Energie frei und zeigte Biss. Sie lief die Schlussrunde unter 44 Sekunden und erreichte als Zehnte nach 11.11,30 Minuten das Ziel. „Noch im Oktober 2017 lief ich in Uslar die 3000 Meter in 11:24 Minuten. Heute war ich schon 13 Sekunden schneller, darauf lässt sich aufbauen“, sagte sie freudestrahlend und hofft in Erfurt auf eine Zeit um 11 Minuten, denn ein Leitsatz von ihr lautet: „reload und get better“ – regenerieren und besser werden. (ajw)



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