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Auto im Glück: Familie Herla wieder mobil

Einen emotionalen Moment erlebten die Herlas in Müllers Werkstatt. Foto: nh

Einen emotionalen Moment erlebten die Herlas in Müllers Werkstatt. Foto: nh

Niederbeisheim / Sondheim. Die im Mai gestartete Aktion „Auto im Glück“ von Müllers Werkstatt in Knüllwald-Niederbeisheim fand ein emotionales aber glückliches Ende. Als Stefanie Herla von der Aktion erfahren hatte, bewarb sie sich bei den Werkstatt-Betreibern Stephan Müller und Michael Waskönig für ihre Eltern Monika und Jürgen Herla aus Sondheim. Die beiden sind gesundheitlich zwar stark eingeschränkt, unterstützen aber ihre alleinerziehende Tochter – sie ist Mutter von vier Kindern – wo sie nur können. Doch es bahnte sich eine kleine Katastrophe an.

Omega mit Inkontinenz

Für den 18 Jahre alten Opel Omega der Eltern war die nächste Hauptuntersuchung fällig. Und das, wo der Wagen gerade anfing, literweise Kühlwasser zu verlieren. Die Rettung kam aus Knüllwald. Das Team von Müllers Werkstatt wollte sich den alten Omega mal ansehen und seine Besitzer kennenlernen.

Noch während des Kennenlernens wurde der Wasserverlust beseitigt; auch ohne „Auto im Glück“. Stephan Müller und Michael Waskönig war es zu diesem Zeitpunkt einfach nur darum gegangen, der Familie Herla die notwendigen Fahrten zu Arztterminen nach Kassel wieder zu ermöglichen. „So kann man doch nicht fahren“, sagte Waskönig und griff kurzerhand zum Werkzeug.

Nur wenige Liter später war dem Patienten das „Wasserlassen“ ausgetrieben. „Mit über 400.000 Kilometern auf der Uhr kann man schon mal inkontinent werden“, scherzte der Profi-Schrauber, „aber das war einfach zu viel des Guten“. Danach machten sich die Herlas auf den Heimweg und die Werkstatt-Brüder an die Kalkulation.

Hätten gern mehr Unterstützer gehabt

„Insgesamt gab es an die 40 Zuschriften für die Aktion und es war nicht leicht, bei all den ‚Schicksalen‘ jemanden auszuwählen. Verdient hätten es alle“, sagte Stephan Müller, „aber da wir bis auf die Hauptuntersuchung und die Betriebsstoffe alle Arbeiten und Ersatzteile aus der eigenen Tasche finanzieren, hatten wir auch eine Obergrenze.“ Sponsoren von „Auto im Glück“ waren Gerlach und Schröder von der KÜS sowie Liqui Moly. Weitere Unterstützer hatten sich zum Bedauern von Müller und Waskönig nicht gefunden.

Alles ok, Dipl.-Ing. Lennart Spenler klebt die Plakette. Foto: nh

Alles ok, Dipl.-Ing. Lennart Spenler klebt die Plakette. Foto: nh

Erlösender Anruf: Vollzug!

Dennoch zog Familie Herla das große Los und wurde von Müllers Werkstatt zur kostenlosen Reparatur des Opels eingeladen. Das ließen Vater und Tochter natürlich nicht zweimal sagen. Sie brachten den Wagen vorbei und die Brüder machten sich an die Arbeit. Ein bisschen Zeit ist natürlich schon vergangen, während Familie Herla gespannt auf den erlösenden Anruf wartete. Nach knapp über einem Werktag meldeten Müller und Waskönig: „Vollzug“. Der Omega hatte es geschafft und musste sich nur noch der kritischen Untersuchung bei der KÜS stellen. Dipl.-Ing. Lennart Spenler von der KÜS hatte nichts zu bemängeln und klebte die ersehnte Plakette aufs Nummernschild.

„Auto im Glück“ mit emotionaler Komponente

Insgesamt gut 15 Arbeitsstunden, dazu neue Teile wie Bremse, Spurstangen, Zündanlage eine Inspektion und eine etwas größer als gedachte Rostentfernung führten zum Erfolg. „Arbeiten im Wert von 1.500 bis 2.000 Euro“, sagte Michael Waskönig. „Nicht zu viel für einen Kombi, in dem auch die Enkel mitfahren können.“

Sehr emotional war die Rückgabe des Fahrzeugs. Familie Herla brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass ihr das „Auto im Glück“ tatsächlich widerfahren ist. Als kleines Dankeschön gab es Selbstgebackenes für die Brüder Stephan und Michael, danach noch eine sehr herzliche Verabschiedung und die Familie konnte mit einer Sorge weniger den Werkstatthof verlassen. (red)



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