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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 15. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Lehrerdiskurs mit Staatssekretär

Kultus-Staatssekretär Dr. Lösel und der Vorsitzende des Lehrerverbands, Andreas Göbel (re.). Foto: nh

Kultus-Staatssekretär Dr. Lösel und der Vorsitzende des Lehrerverbands, Andreas Göbel (re.). Foto: nh

Fritzlar. Am vergangenen Mittwoch trafen sich auf Einladung (wie berichtet) des Deutschen Lehrerverbandes Hessen (DLH) unter Leitung seines Kreisvorsitzenden Andreas Göbel zahlreiche Lehrer aus ganz Nordhessen in Fritzlar zu einem umfangreichen Informationsaustausch mit dem Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, Dr. Manuel Lösel. 

Sehr gute Lehrerversorgung in Hessen

Beginnend mit einer kurzen Darstellung der aktuellen Lehrerstellensituation in Hessen, die mit über 54.000 Stellen für
760.000 Schüler ganze 16.000 Stellen mehr als erforderlich aufweise und für eine sichere Umsetzung des Grundunterrichtsbedarfs in ganz Hessen sorge, sowie u.a. eine umfassende freiwillige Ganztagsbetreuung sicherstelle, betonte der Staatssekretär anschließend die sehr gute Stellung Hessens im Vergleich zu anderen Bundesländern bei der Lehrerversorgung. Die Inklusion werde Hessen sehr überlegt umgesetzt. Von einer Zerschlagung der Förderschulen wie in anderen Ländern halte er nichts.

In dem dann folgenden sehr offenen und sachlichen Austausch war ein Hauptthema die Herausforderungen, die sich im Schulbereich aus der Flüchtlingssituation ergeben haben. Dr. Lösel stellte klar, dass diese Entwicklung auch die hessische Schulpolitik vor neue und große Herausforderungen gestellt habe. Er erläuterte den Weg Hessens, den Seiteneinsteierinnen und Seiteneinsteigern zunächst eine intensive Sprachförderung über 1 oder 2 Jahre zukommen zu lassen, ehe sie in die Regelklassen bzw. – falls sie zuvor an einer beruflichen Schule unterrichtet wurden – in die duale Ausbildung wechseln.

Beteiligung des Publikums

Aus dem Zuhörerkreis wurden zudem weitere aktuelle Themen der hessischen Schulpolitik wie die allgemeinen Arbeitsbedingungen der hessischen Lehrer, die Einstellungssituation, der Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulen sowie die Stärkung des mittleren Bildungsabschlusses, ferner die Bedeutung der dualen Ausbildung angesprochen und ausführlich mit dem Gast diskutiert. Hierzu nahm Dr. Lösel auch dankbar die Anregungen der anwesenden Lehrer auf, die aus ihrer alltäglichen Praxis viel berichten konnten.

Nach einer insgesamt über zweistündigen, sehr interessanten und anregenden Diskussion bedankte sich Andreas Göbel bei Dr. Manuel Lösel dafür, so ausführlich Rede und Antwort gestanden zu haben. Er schloss die erfolgreiche Veranstaltung mit dem Wunsch, dass Dr. Manuel Lösel die heutigen Eindrücke und Anregungen der Lehrer mit nach Wiesbaden nehmen werde, damit diese auch dort gehört würden.

(red)



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