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Spektakuläre Polizeiaktion, ohne Tote

„Europäischer Tag ohne einen Verkehrstoten – EDWARD“. Foto: Polizei

„Europäischer Tag ohne einen Verkehrstoten – EDWARD“. Foto: Polizei

Malsfeld / Elfershausen. Mit einer spektakulären Aktion zum „Europäischen Tag ohne einen Verkehrstoten“ hat vorgestern Nachmittag die Polizeidirektion Schwalm-Eder das TISPOL-Projekt „EDWARD“ unterstützt.

Szenario an unfallträchtiger Kreuzung

Der Regionale Verkehrsdienst der Polizeidirektion Schwalm-Eder hatte zur Unterstützung des Projektes ein Unfallszenario an der unfallträchtigen Kreuzung L 3224 / L 3435 / Dagobertshäuser Straße (Elfershäuser Kreuz) aufgebaut. Hierzu wurde ein Unfallwrack im Kreuzungsbereich auf die Seite gestellt und ein HLF Feuerwehr-Lkw vor den „Unfall“ postiert.

Gespräche mit 126 Verkehrsteilnehmern

Nachdem die „Unfallstelle“ eingerichtet und abgesichert war, haben insgesamt drei Anhalteteams vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer angehalten und angesprochen. Mit Verhaltensappellen wurde ihnen der Grundgedanke des § 1 StVO wieder ins Gedächtnis gerufen. Insbesondere kamen die Beamten mit den Fahrzeugführern über die Themen: schwächere Verkehrsteilnehmer, Fahren mit erlaubter und angepasster Geschwindigkeit, Einhaltung der Verkehrsregeln, Alkohol und Drogen am Steuer und Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung und Tippen von Nachrichten ins Smartphone während der Fahrt, ins Gespräch. Für die Sensibilisierung durch die Polizisten zeigten sich die meisten angehaltenen Verkehrsteilnehmer sehr verständnisvoll. In der Aktionszeit wurden insgesamt 126 Verkehrsteilnehmer angehalten und angesprochen.

Hintergrund des Aktionstages „EDWARD“

Mittels der Formulierung „europäischer Tag ohne Straßentod“ verfolgt die Verkehrssicherheitsaktion EDWARD (European Day Without A Road Death) das Ziel, die weiterhin zu hohen Zahlen von Unfalltoten ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und aufzuzeigen, dass mit umfassender Unterstützung von möglichst vielen öffentlichen und privaten Organisationen, sowie jedes Einzelnen, die Zahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten oder Verletzten beträchtlich reduziert werden kann. Verschiedenste europäische Organisationen und Staaten wollen sich an diesem Aktionstag insbesondere durch intensive Öffentlichkeitsarbeit beteiligen.

TISPOL ist ein europaweites Polizeinetzwerk, das die Zahl der Verkehrsunfallopfer senken will. TISPOL steht für „Traffic Information System Police“. Hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union, handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation mit Hauptsitz in London. Dieses europäische Verkehrspolizei-Netzwerk hat die Aufgabe, europaweit nationale Aktionen zur Durchsetzung der Vorschriften im Verkehrssektor zu koordinieren. Hauptziel ist die Reduzierung der auf Europas Straßen Getöteten und Schwerverletzten.

(ots | red)




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