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Funck überzeugt im Crosslauf

In der Schlussrunde zogen Erik Döhler und Lorenz Funck an Henrik Jensen vorbei, der später ganz abreißen lassen musste. Foto: nh
In der Schlussrunde zogen Erik Döhler und Lorenz Funck an Henrik Jensen vorbei, der später ganz abreißen lassen musste. Foto: nh

Ingolstadt. Bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften ging unter 1100 Ausdauerspezialisten auch der Melsunger U23-Läufer Lorenz Funck an den Start. Die Langstreckenläufer kämpften in einem Parcours im Stadtzentrum um Edelmetall und Platzierungen.

Nie erreichten Doppelsieg geschafft

Die Route führte durch den Hindenburgpark entlang der ehemaligen Stadt-Befestigungen in der Nähe des MTV-Stadions. Reizvoll, aber schwierig, mit steilen Anstiegen und etlichen Hindernissen gespickt ging es in eine langgezogene Zielgerade. Läufer und Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten.

Beim Langstrecken-Cross über 10,1 km der Männer setzten sich Richard Ringer (LC Rehlingen), EM-Teilnehmer Amanal Petros (TV Wattenscheid) und U23-Vize-Europameister Samuel Fitwi-Sibhatu (LG Vulkaneifel) vom Feld ab, ehe in der Schlussrunde der Showdown folgte. Ringer, der vier Stunden zuvor bereits das Mittelstrecken-Rennen (4,1 Kilometer) gegen den Schwalmstädter Florian Orth für sich entschieden hatte, lieferte sich auf der langen Zielgeraden mit Petros ein packendes Sprintduell. Er siegte und feierte mit seinem Sieg schließlich eine umjubelte Premiere: Bei Cross-Meisterschaften war noch keinem Läufer ein Doppelsieg gelungen.

Fester Wiesengrund trotz der Regenfälle

Kurz vor dem Ziel hatte der Karlsruher Döhler die besseren Reserven und kam knapp drei Sekunden vor Lorenz Funck ins Ziel
Kurz vor dem Ziel hatte der Karlsruher Döhler die besseren Reserven und kam knapp drei Sekunden vor Lorenz Funck ins Ziel

Von den 73 gemeldeten Läufern hatten nur 48 das Ziel erreicht. Etwa 100 Meter nach dem Start und zu Beginn einer jeden Runde musste ein kurzer, sehr steiler und kraftzehrender Anstieg überwunden werden. Anschließend führte die Strecke zweimal auf den Damm, ehe ein 500 Meter langes Flachstück mit zwei Hindernissen folgte. Der Wiesenuntergrund war trotz der vielen Niederschläge in den vergangenen Tagen erstaunlich fest. Dafür zeigte sich der darunter liegende Donaukies verantwortlich, der das Regenwasser sofort versickern ließ. Die Wegquerungen im Park waren mit Rindenmulch abgestreut.

Rundenlauf präzise wie ein Uhrwerk

Der nordhessische Crosslaufmeister aus Obermelsungen legte die erste von sieben Runden in starken 3:34 Minuten zurück und fand eingangs der zweiten Runde Anschluss an eine sechsköpfige Gruppe, die aber mit 3:38, 3;49 und 3:53 Minuten von Runde zu Runde immer langsamer wurde. Ab Runde vier bestand diese Gruppe nur mehr aus dem Trio Henrik Jensen (Hünfeld), Erik Döhler (Karlsruhe) und Lorenz Funck. Während Jensen die Führungsarbeit leistete, wechselten Döhler und Funck häufig ihre Postionen, um bei dem starken Gegen- bzw. Seitenwind nicht so viel Kraft zu verlieren. Präzise wie ein Uhrwerk legte das Trio die Runden fünf (3:52) und sechs (3:51) zurück.

„Da ich in den letzten Wochen meine Kraftwerte durch Kniebeugen mit leichten Gewichten und Bergläufen verbessern konnte, durfte ich mich auf meine Beine verlassen“, sagte Lorenz Funck, der gemeinsam mit Döhler eingangs der letzten Runde an Jensen vorbeizog und mit langen Schritten dem Ziel entgegen lief. Die letzte und entscheidende Runde liefen die beiden in 3:42 Minuten – aber der Karlsruher hatte auf den letzten 400 Metern die besseren Reserven und kam als 38. nach 26:35 Minuten knapp drei Sekunden vor Lorenz Funck ins Ziel. Der Hünfelder Hendrik Jensen erreichte nach 36:51 Minuten als 40. den Zielstrich.

Nicht lange nach dem Start der U23 über 7,1 km lichtete sich das Feld merklich. Foto: nh
Nicht lange nach dem Start der U23 über 7,1 km lichtete sich das Feld merklich. Foto: nh

Zweifacher Sieg für die Württemberger

Philip Ahne von der hessischen Läuferhochburg Hanau-Rodenbach, der in Gudensberg bei den Landes-Crossmeisterschaften auf der Langstrecke fast noch eine Minute vor Lorenz über die Ziellinie lief, war in Ingolstadt nur noch 17 Sekunden schneller. Eine enttäuschende Vorstellung bot Max Schmitt aus Hünfeld. In Ingolstadt blieb Schmitt fast 80 Sekunden hinter dem Melsunger Vorzeigeathlet zurück. Allerdings wurde auch Lorenz von Jens Mergenthaler (SV Winnenden) überrundet. Der Sieger des Deutschen Nachwuchsläufer-Cups 2018 der U23-Wertung zeigte auch im Hindenburgpark seine Crosslauf-Qualitäten und holte sich mit einer souveränen Vorstellung nach 22:46 Minuten den deutschen Meistertitel vor Lukas Eisele (LG Filder, 23:12), so dass der LV Württemberg in der U23 einen Doppelsieg verbuchen konnten.

„Es war ein abwechslungsreicher und fordernder Rundkurs sowie eine stimmungsvolle Veranstaltung“, sagte Lorenz Funk, der in der internen hessischen Wertung Rang fünf belegte und mit dem Ergebnis nicht nur deshalb zufrieden war.

(ajw)



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