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„Nordhessen ist mir nicht fremd“

Prof. Dr. Tina Spies tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Gert Strasser an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Foto: ehd
Prof. Dr. Tina Spies tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Gert Strasser an der Evangelischen Hochschule Darmstadt an. Foto: ehd

Treysa. Um die Nachfolge von Prof. Dr. Gert Strasser an der Evangelischen Hochschule Darmstadt antreten zu können, wechselte sie im Oktober von Potsdam nach Treysa – ein Schritt, den sie nicht bereut, sagt Prof. Dr. Tina Spies.

Campus mit Hephata und Region verankert

„Es ist hier sehr angenehm zu arbeiten“, sagt die 40-Jährige. Kleiner Campus, kleine Gruppen „und eine spannende Mischung an Bildungswegen unter den Studierenden“ machten den Studienstandort in Treysa zu etwas Besonderem. Zudem sei es schön, dass der Campus mit der Hephata Diakonie und der Region verankert ist und Studierenden die Möglichkeit biete, wohnortnah ein Hochschulstudium zu absolvieren.

Zu neuem Denken anregen

„Ich fühle mich hier gut angekommen“, so die Mutter von drei Kindern, die noch zwischen ihrem Wohnort Berlin und Treysa pendelt. Mit ihrer Professur für Sozialwissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit wolle sie vor allem zu neuem Denken anregen, so die gebürtige Rheinhessin, die in Gießen und Hamburg Soziologie, Psychologie und Kriminologie studierte. In den vergangenen acht Jahren war sie als akademische Mitarbeiterin an der Universität Potsdam beschäftigt. Dort leitete sie zuletzt den Lehrbereich für Sozialstrukturanalyse und Soziale Ungleichheit.

Andere Soziale Arbeit

Mit einer Antrittsvorlesung zum Thema »Sozialwissenschaftliche Grundlagen für eine Soziale Arbeit in der postmigrantischen Gesellschaft« stellte sich die Professorin nun im Rahmen der Konferenz der Lehrenden und Studierenden vor. Spies nimmt die postmigrantische Gesellschaft als Ausgangspunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit. „Eine Feststellung, die erstmal zu neuem Denken anregen soll“, so die Professorin. Es gehe zunächst nicht darum, eine konkrete Lösung zu finden. Dennoch, ist Spies überzeugt: „Wir brauchen eine andere Soziale Arbeit, wenn wir wahrhaben wollen, dass sich unsere Gesellschaft verändert hat und weiter ändern wird.“

Die Unterscheidung „Wir“ versus „Die Anderen“ funktioniere nicht mehr. Vielmehr seien andere Linien relevant, die die Gesellschaft trenne – in Alt und Jung, arm und reich, gebildet und nicht gebildet, denjenigen, die sich durch das Land bewegen und denjenigen, die an einem Ort bleiben.

Biografieforschung

Zur Sozialen Arbeit kam Spies über die Biografieforschung. Sie hat am Fachbereich Sozialwesen der Universität Kassel über strafffällige Jugendliche mit Migrationsgeschichte promoviert. „Nordhessen ist mir also nicht fremd“, so die neue Professorin auf dem Hephata-Campus, die vor kurzem auch zur Sprecherin der Sektion Biografieforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie gewählt wurde.

(red)



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