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Mit blauem Auge davongekommen

Rechtsanwalt Jürgen Kümpel, Geschäftsführer im Haus der Arbeitgeberverbände Nordhessen, Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen. Foto: Harry Soremski
Rechtsanwalt Jürgen Kümpel, Geschäftsführer im Haus der Arbeitgeberverbände Nordhessen, Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen. Foto: Harry Soremski

Kassel. Im Frühjahr 2021 hat der Arbeitgeberverband HESSENMETALL seine Mitgliedsunternehmen nach ihrer aktuellen wirtschaftlichen Situation und der Entwicklung bis zum Herbst 2021 befragt.

Stimmung wieder aufgehellt

Die Erhebung hat im April und Mai 2021 auch bei den Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL in Nordhessen stattgefunden. Jürgen Kümpel, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes in Kassel, betont: „Die Stimmung in der nordhessischen M+E-Industrie hat sich im Vergleich zum Vorjahr glücklicherweise wieder aufgehellt. Der Stimmungsaufschwung ist ein positives Signal, dass sich die Unternehmen langsam aus dem Corona-Tief kämpfen, nachdem die hessische M+E-Industrie im Jahr 2020 gegenüber 2019 rund sechs Milliarden Euro Umsatz eingebüßt hat. Für die kommenden sechs Monate erwartet die überwiegende Mehrheit der Unternehmen keine nennenswerte Änderung der Lage; weder zum Positiven noch zum Negativen. Dieses Stimmungsbild verdeutlicht die abwartende Haltung vieler Unternehmen. Dass der Ausblick nicht positiver ausfällt, ist auch ein Hinweis darauf, dass weiterhin große Unsicherheit über das wirtschaftliche Umfeld und die Dauer der Rückkehr auf das Niveau vor Rezession und Pandemie besteht. Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft ist weiteres Indiz für diese große Unsicherheit. Was wir jetzt brauchen, ist die Rückkehr zur alten Stärke und Produktivität. Der Zwang zum Homeoffice muss nun aufgehoben, die Hygienekonzepte in den Unternehmen müssen weiterhin streng eingehalten werden.“

Die Umfrageergebnisse aus Nordhessen im Detail

Die aktuelle Geschäftslage wird von 48,6% der Befragten mit „gut“ und von 31,4% mit „befriedigend“ eingeschätzt. Jedes fünfte der befragten Unternehmen bezeichnet seine allgemeine Geschäftslage als „schlecht“. In den kommenden sechs Monaten rechnen 82,9% mit einer „vergleichbaren Geschäftslage“, 5,7% schätzen sie gar als „schlechter“ ein.

Die Auftragsbestände sind für 28,6% der Betriebe „verhältnismäßig groß“, für 45,7% „ausreichend“. Als „zu gering“ beurteilen 25,7% der Befragten die Auftragsbestände. Auf die Frage, wie die Unternehmen die Auftragsbestände in den kommenden sechs Monaten beurteilen, sagten 20% „eher zunehmend“ und ebenso viele „eher abnehmend“. 60% gehen von unveränderten Auftragsbeständen aus.

Die wertmäßigen Umsätze sind „schlecht“. Das sagen 26,7%. Für 36,7% sind sie „gut“. In den kommenden sechs Monaten gehen 60% von gleichbleibenden Umsätzen aus. Je 20% von fallenden bzw. steigenden Umsätzen.

Das Ertragsniveau ist für nur für jeweils 36,7% „gut“ bzw. befriedigend. 65,7% der Befragten gehen von gleichbleibenden Erträgen in den nächsten sechs Monaten aus.

Für 28,6% scheint die Höhe der Investitionen zu gering, für 45,7% ist sie ausreichend. 34,9% sagen, dass die Investitionen im nächsten Halbjahr fallen werden.

(red)



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