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Katholische Kirche vor 100 Jahren geweiht

Melsungen. Zu ungewöhnlicher Stunde, nämlich am Samstagabend um 21.50 Uhr, läuteten die Glocken der katholischen Kirche Mariae-Himmelfahrt in Melsungen. Das war der Auftakt zu den Feierlichkeiten „100 Jahre Katholische Kirche in Melsungen“. Am kommenden Sonntag wird dieses Jubiläum mit einer Festmesse, zu der auch der Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, sein Kommen zugesagt hat und dem Gemeindefest zu Ende gehen.

100 Jahre Katholische Kirche Melsungen soll Freude und Dank über den zurückgelegten Weg zum Ausdruck bringen, denn unzählige Menschen haben in diesen 100 Jahren durch ihr Zeugnis und ihr Engagement das Christsein in der Melsunger Pfarrei (vor-)gelebt. Gleichzeitig soll dieses Jubiläum auch ermutigen, vertrauensvolle Schritte in die Zukunft zu wagen. „In den nunmehr fünf Jahren meines Wirkens in der Pfarrgemeinde Mariae-Himmelfahrt durfte ich erleben, dass diese Gemeinde lebt, dass vielen unsere Kirche eine Herzensangelegenheit ist und viele ihre Liebe und Treue zur Kirche zeigen, indem sie mitbeten, mit anpacken und mithelfen“, sagte Pfarrer Stefan Bott.

Am 14. September 1890 fand zum ersten Mal nach der Reformation ein katholischer Gottesdienst in Melsungen statt. Der Magistrat der Stadt hatte für diesen Zweck den weniger als 50 Katholiken ein Zimmer im Rathaus zur Verfügung gestellt. Ab Herbst 1892 wurde ihnen ein Wohnhaus in der Unteren Steingasse als Notkapelle hergerichtet. Da die Zahl der katholischen Christen in Melsungen anstieg, entschloss man sich in Fulda, eine Kirche auf dem Lindenberg zu bauen, die am 7. Juli 1907 geweiht wurde. 60 Jahre hatte diese Kirche an der Franz-Gleim-Straße den katholischen Gläubigen in Melsungen und Umgebung nicht nur für gottesdienstliche Zwecke gedient. Im Vertrauen auf Gottes Nähe versammelten sich hier die Gläubigen, um sein Wort zu hören. In Stille und Gebet fanden sie aber auch Kraft für den Alltag. So wurde diese Kirche für viele Menschen zu einer Heimat und Zufluchtstätte des Glaubens.

Da die Zahl der Katholiken ständig anstieg – allein in der Kernstadt wurden Mitte der 60er Jahre über 2000 katholische Christen gezählt – musste diese schöne Kirche einem neuen Gotteshaus weichen. Am 25. August 1968 feierte man zum letzten Mal die Heilige Messe in der zum Abbruch freigegebenen Kirche. Am 14. Dezember 1969 waren fast 900 Gläubige Zeugen, als der damalige Bischof von Fulda, Dr. Adolf Bolte, die neue Kirche weihte.

In der Zeit vom 24. Juni bis zum 1. Juli feiern die Christen der Pfarrgemeinde Mariae–Himmelfahrt „100 jähriges Kirchweihjubiläum“. Eine Woche lang sind alle eingeladen, sich auf ihre Vergangenheit zu besinnen, den Auftrag, der ihnen als katholische Kirche von Melsungen gegeben ist, neu zu bedenken und damit auch ihre Zukunft in den Blick zu nehmen.

Bereits am Samstagabend trafen sich rund 100 Gläubige mit Pfarrer Stefan Bott und seinem Vorgänger Dr. Gerhard Rauscher (Borken) im Rathaussaal der Stadt Melsungen, wo vor 115 Jahren zum ersten Mal nach 400 Jahren ein katholischer Gottesdienst gefeiert wurde. Nach einer kurzen Andacht zog man mit brennenden Kerzen vom Rathaussaal durch die Brückenstraßen über den Lindenberg zur Kirche, wo eine Vigilfeier gehalten wurde. Zu Beginn der Vigil wurde eine Jubiläumskerze gesegnet, die in einer festlichen Einzugsprozession in die Kirche getragen wurde, wo sie die ganze Woche über steht.




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