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Katharina Wagner: Bronze bei deutschen Meisterschaften

Waiblingen/Melsungen. Fieberhaft wurde vor dem abschließenden 1000m-Lauf der besten deutschen B-Schülerinnen gerechnet und der zu überbrückende Abstand in Sekunden ausgedrückt. So sehr sich aber Katharina Wagner (MT 1861 Melsungen) auch mühte und ihr eigenes Tempo lief – sie konnte die weder vor ihr liegende Top-Favoritin Anna-Lena Gamp aus dem Schwarzwald noch die nach vier Übungen auf Rang fünf liegende Maren Bestehorn aus Rhens (Mittelrhein) bezwingen. Dennoch, die vielseitige Melsunger Nachwuchshoffnung absolvierte ihren bisher besten Mehrkampf und sicherte sich mit der neuen Bestleistung von 50,93 Punkten die Bronzemedaille bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Waiblingen.

Beim Landesturnfest in Baunatal hatte sie mit 45,77 Punkten hinter Lisa Paurat (Glauberg) noch die Vizemeisterschaft erringen können und war als dreizehntbeste Mehrkämpferin nach Baden Württemberg angereist. In den letzten Wochen hatte sie ihre Schnelligkeit erheblich verbessert und auch als Mehrkämpferin eine beachtliche Leistungsbilanz erreicht. So zeigte sie sich beim diesjährigen sportlichen Höhepunkt auf die Minute top-fit und stellte gleich zu Beginn der Veranstaltung mit 8,82 m im Kugelstoßen eine neue persönliche Bestleistung auf und blieb damit 1,09 m über der Leistung von Baunatal. Von den 36 Mädchen aus dem gesamten Bundesgebiet lag Katharina nach der ersten Übung überraschend auf Rang 5. Anna-Lena Gamp, die in diesem Jahr bereits über 11 m gestoßen hatte, übernahm mit 10,62 m die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab.

Das Schleuderballwerfen begann zu einem Krimi auszuarten, denn nach einem ungültigen und einem verunglückten Versuch, hatte Katharina nur noch eine Chance mit einem guten Wurf weiter in der Spitzengruppe zu bleiben. Nach zwei Drehungen gab sie dem Schleuderball eine gute Anfangsgeschwindigkeit mit auf dem Weg und so flog der 800g schwere Ball mit der Schlaufe  – zwar etwas zu flach – aber immerhin auf 29,42 m. Damit konnte sie ihre Bestleistung um fast neun Meter verbessern. Auffallend war, dass keine der Schülerinnen an die 40m-Marke kam. Beste Werferin war erneut Anna Lena Gamp mit 36,32 m. Damit lag das „Schwarzwald-Mädel“ nach zwei Übungen mit 22,28 Punkten klar in Front. Katharina Wagner belegte mit 18,98 Punkten Rang acht, war aber bereits 2,5 Punkte besser als beim Landesturnfest.

Der Sprint über 75m sollte das Pendel zur anderen Seite umschlagen lassen, denn mit 10,05 Sekunden lief sie die Tagesbestzeit und erhielt dafür 11,92 Punkte. Mit der Gesamtpunktzahl von 30,90 Punkten rückte Katharina nun auf Rang fünf vor und hatte nur noch 0,5 Punkte Rückstand auf dem Bronzerang. Als vierter Wettbewerb folgte der Weitsprung und in dieser Übung beeindruckte sie durch Sicherheit und Explosivität. Obwohl sie zu spät zur Anlage erschien und sich nicht mehr einspringen durfte, landete sie im ersten Durchgang trotz eines Seitenwindes, der sich leistungsmindern auswirkte, bei 5,10 m und bekam dafür 11,22 Punkte. Mit 4,90 m sprang Annika Schachtschneider (Oligser TV) die zweitbeste Weite. Anna Lena Gamp hatte plötzlich Schwierigkeiten, kam mit nur 4,44 m in die Wertung und hatte winzige 0,5 Punkte Vorsprung vor Katharina Wagner. Vor dem abschließenden 1000m-Lauf sah der Zwischenstand wie folgt aus:
1. Gamp 42,62 Punkte  2. Wagner 42,12 Punkte,  3. Paurat 41,91 Punkte,  4. Horr 41,87 Punkte,  5. Bestehorn 41,84 Punkte und 6. Rogozinski 40,86 Punkte.

Um zum ersten Mal die Traumpunktzahl von 50 plus X zu holen, musste die Melsunger Mehrkampfhoffnung eine Zeit von 4:02 Minuten laufen. Dies schien möglich, denn beim Abschlusstest in Heiligenrode wurde sie über 800 m in 2:51 Minuten gestoppt. Von Lisa Paurat und Anja Horr, ihren ärgsten Verfolgerinnen war bekannt, dass sie nicht die beste Ausdauer hatten. Was aber war mit Maren Bestehorn und Tanja Schedlbauer aus Landshut? Auch sie konnten sich mit einer 1000m-Zeit von unter 3:40 in die Medaillenränge laufen. Deswhalb gab es bei diesem Rennen keine Taktik. Jeder lief so gut er konnte. Katharina lief die ersten beiden Runden gleichmäßig in jeweils 89 Sekunden und hatte für die 800 m eine außerordentlich gute Zwischenzeit von 2:58 Minuten vorzuweisen. Sie war auf dem Weg, diese Strecke zum ersten Mal unter 3:50 Minuten zu laufen. Eine Medaille war damit sicher – aber welche? Anna-Lena Gamp spurtete auf der Zielgeraden und wurde als Deutsche Mehrkampfmeisterin zeitgleich mit T. Schedlbauer in 3:36,1 Minuten gestoppt.

Gamp hatte 52,37, Schedlbauer 50,59 Punkte. Würde das zu einer Medaille reichen?  Maren Bestehorn forcierte auf den letzten Metern ebenfalls das Tempo und kam nach 3:41,3 Minuten ins Ziel. Sie hatte 51,19 Punkte und Katharina, die noch auf der Strecke war, durfte nicht mehr langsamer werden, denn 3:55 Minuten hätten am Ende den undankbaren vierten Platz bedeutet. Unter den Anfeuerungsrufen der Melsunger Zuschauer und Freunde setzte sie noch einmal Kräfte frei, und die mitlaufende elektronische Uhr signalisierte eine Endzeit von 3:49,0 Minuten. Das war neue persönliche Bestzeit und Katharina konnte es nicht glauben, aber es stand fest: Mit 50,93 Punkten holte sie sich sensationell den dritten Platz und wurde bei der Siegerehrung mit der Bronzemedaille ausgezeichnet.

Mit Robin Hohmann´s Goldmedaille, der Bronzemedaille von Katharina Wagner und den achten Rang von Henri Alter sorgten diese drei Nachwuchshoffnungen der MT 1861 Melsungen, dass die deutschen Mehrkampfmeisterschaften des Deutschen Turnerbundes auch  für die MT 1861 Melsungen zu einem strahlenden Höhepunkt im diesjährigen Sportjahr wurden.

Im Bild: Die beiden Medaillengewinner Katharina Wagner und Robin Hohmann.



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