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Leichtathleten beeindruckten in Stadtallendorf

robin-hohmannMelsungen. Seit einem Vierteljahrhundert treffen sich die Nachwuchs-Leichtathleten aus Nord- und Mittelhessen, aber auch über Hessens Grenzen hinaus am dritten Adventssonntag in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf, um ihre Form zu überprüfen und zu testen, ob die Trainingseinheiten der ersten Wintermonate schon angeschlagen haben. Auch in diesem Jahr nahmen wieder einige Schülerinnen und Schüler der MT 1861 Melsungen mit Erfolg an dieser Veranstaltung teil und beeindruckten mit ihren Leistungen. Seine Ausdauerfähigkeit demonstrierte der B-Schüler Robin Hohmann im 1000m-Lauf, als er die fünf Hallenrunden in 3:01,55 Minuten zurücklegte und dabei den Kreis-Hallenrekord von Florian Orth (ESV Jahn Treysa) aus dem Jahr 2002 nur um 0,7 Sekunden verpasste.

Es war schon eine beeindruckende Vorstellung, die der deutsche Schüler-Mehrkampfmeister in Stadtallendorf auf dieser Strecke bot. Dabei ließ er Lokalmatador Ali Yüksel, der die Landesbestenliste der M12 anführt, keine Chance. Nur einmal übernahm das große Lauftalent aus Stadtallendorf die Führung, aber Robin zeigte sofort, dass es ihm bei diesem Rennen um die Zeit und nicht um den Platz ging. Nun soll am kommenden Sonntag in Dortmund der geplante Kreisrekord geknackt werden, denn dort wird Robin Hohmann wie Trainingspartner Tobias Stang versuchen, zum ersten Mal unter dem Hallendach die 1000m unter drei Minuten zu laufen.

Während dieses Laufes saß Christian Schulz noch nervös und angespannt auf der Tribüne, denn der Elfjährige lief erst nach der Galavorstellung des Obermelsungers diese Strecke. Nach seinem starkem Auftritt in Erfurt über 800m wagte sich der junge Röhrenfurther zum ersten Mal an die 1000 m-Strecke. Er sollte eine Zeit um 3:30 Minuten laufen und Christian, dessen Nervosität sich sofort nach dem Startschuss legte, ging konzentriert und unerschrocken in die erste Runde, ordnete sich als Dritter ein und merkte als Neuling nach 200 m, dass das eingeschlagene Tempo zu langsam war. So setzte er sich nach 240 m an die Spitze des achtköpfigen Feldes und gab die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab.  Mit seiner Spitzenzeit von 3:24,21 Minuten gewann er souverän vor dem Baunataler Lukas Schmidt (3:35,29 Min.) und Tim Hajek aus Dillenburg (§:39,96 Min.). Mit seiner Siegerzeit hätte Christian in der abgelaufenen Freiluftsaison in seiner Altersklasse Rang sechs in Hessen belegt. Als er seine Zeit erfuhr, bekam der Elfjährige leuchtende Augen und hofft nun am Wochenende in Dortmund auf eine Zeit unter 3:20 Minuten.

Jubeln durfte auch die gleichaltrige Janina Rohde, die eine ähnlich souveräne Vorstellung wie die beiden Mittelstrecken-Läufer im Hochsprung der W11 ablieferte. Nur Karin Zipse konnte bis 1,34 m mithalten, dann war auch das Mädchen aus Gießen mit ihrem Latein am Ende. Janina übersprang die 1,37 m im zweiten Versuch sehr sich und stellte damit einen leon-tomasellineuen persönlichen Rekord auf. Allein im Wettkampf, ließ sie 1,40 m auflegen  – doch dreimal fiel die Latte, jeweils nur hauchdünn gerissen. Auch im Kugelstoßen spielte sie bei den ein Jahr älteren Mädchen eine Rolle und belegte mit 7,78 m hinter Franziska Müller (Borken, 7,96 m) und Luca Schmitt (TV Großen Linden,  7,88 m) den dritten Platz.

Grund zur Freude hatte auch Sprinter Jan Ullrich, der seine Bestzeit über 60m nach einem intensiven Sprinttraining pulverisierte. Hatte er in Erfurt seine Bestleistung auf 8,59 Sekunden drücken können, so begann er in Stadtallendorf als Sieger des ersten Vorlaufs mit 8,58 Sekunden. Philipp Geisel aus Obergrenzebach, startend für den SC Steinatal, verbesserte im nachfolgendem zweiten Vorlauf den bisherigen Hallenrekord auf 8,39 Sekunden. Im Zwischenlauf mussten die beiden Top-Sprinter gegeneinander antreten. Und obwohl Jan die 8,39 Sekunden von Geisels Vorlauf egalisierte, belegte er nur den zweiten Platz, denn der Neukirchner verbesserte sich auf 8,25 Sekunden. Immerhin hatte sich Jan Ullrich innerhalb einer Woche um o,2 Sekunden auf der Sprintstrecke verbessern können. Mit Spannung wurde der Endlauf erwartet, denn auch Jan war in der Lage, eine Zeit unter 8,30 Sekunden zu laufen. Im Finale lag er noch zehn Meter vor dem Ziel vor seinem Kontrahenten, aber als er seinen Atem verspürte, verkrampfte der Melsunger und Philipp Geisel stürmte unaufhaltsam an ihm vorbei. Da half auch nichts, dass Jan mit einem Zielsprung, der nach der Ziellinie zum Sturz führte, noch einige Hundertstelsekunden herausholen wollte. Obwohl er 0,17 Sekunden unter dem alten Kreisrekord (8,48 Sek.) von Yannik Hoos aus Borken blieb, war er zunächst enttäuscht, denn der Sprintsieger hieß Philipp Geisel (8,25 Sekunden), und der kam ebenfalls aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Aber dieses Finale war die Krönung seiner bisherigen Hallensaison, denn mit seinen 8,31 Sekunden qualifizierte er sich eindrucksvoll für die Landesschülermeisterschaften, die am 25. Januar 2009 in Frankfurt ausgetragen werden.

Nicht zufrieden konnte dagegen der ein Jahr ältere Tobias Baum sein, der in Stadtallendorf seinen letzten Wettkampf im MT-Trikot absolviert und im nächsten Jahr für die LG Baunatal an den Start gehen wird. Mit 8,61 Sekunden kam er in seinem Vorlauf nicht über den letzten Platz hinaus. Auch im Weitsprung machte er beim Abschied aus der B-Schülerklasse mit 4,38 m keine gute Figur.

Bei den C-Schülerinnen ließ Selina Langhorst in ihrem 50m-Vorlauf nichts anbrennen. Mit 8,14 Sekunden siegte sie überlegen vor Svenja Weiershausen aus Dillenburg (8,30 Sekunden) und qualifizierte sich für den Zwischenlauf, wo sie als Vierte mit 8,12 Sekunden ausschied und damit das erhoffte Ziel –  Erreichung des Sprintfinales – nicht erreichen konnte.  Maja sebastian-ludwigErbe verbesserte sich in ihrem Vorlauf als Zweite auf 8,46 Sekunden. Dennoch reichte diese Zeit nicht für den Zwischenlauf. Besser machte es ihr Bruder Adrian,  der im Vorlauf über 50m der C-Schüler in 7,60 Sekunden siegte. Leider konnte er diese Zeit im Zwischenlauf nicht mehr bestätigen, so dass er mit 7,70 Sekunden das Finale knapp verpasste. Dafür sicherte er sich im Kugelstoßen der B-Schüler mit 7,57 m einen Finalplatz und verdrängte Jan Ullrich (7,53 m) auf Rang neun.

Bei den D-Schülern erzielte Leon Tomaselli mit 8,18 Sekunden über 50 m den dritten Platz und landete mit der neuen persönlichen Bestweite von 3,85 m auf Rang vier. Der gleichaltrige Jannik Schneider aus Beiseförth belegte mit 8,38 Sekunden Rang sechs und sicherte sich mit 3,78 m den siebten Platz im Weitsprung.

Abgerundet wurde dieses Hallensportfest durch die guten Sprüngen von Sebastian Ludwig  –  2,00 m mit dem Stab und 1,41 m im Hochsprung –  und seinem Bruder Tobias, der sich in der M11 im Hochsprung auf 1,20 m steigern konnte.



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