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MT: Passable Saisonleistung trotz Störungen

Trainer Ryan Zinglersen zieht erste Bilanz

Melsungen. Vor dem letzten Saisonspiel der MT Melsungen in der TOYOTA-Handball-Bundesliga  gegen den TuS N-Lübbecke (Samstag, 16.30 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel) zieht MT-Trainer Ryan Zinglersen in einem Interview schon mal eine erste Bilanz. Dabei fällt sein Rückblick trotz vieler aufgetretener Probleme und Unvorhersehbarkeiten insgesamt positiv aus. Der Coach bekennt auch, dass es für ihn als Bundesliga-Neuling nicht einfach war, sich in der neuen sportlichen Umgebung zurecht zu finden.

Zunächst zum anstehende letzten Saisonspiel gegen Lübbecke: Wie lautet Ihre Zielsetzung?

Zinglersen: Die Mannschaft ist fest gewillt, eine bessere Leistung zu bringen, als zuletzt in Wetzlar.  Gewiss wird dies nach einer solch langen, ereignisreichen Saison nicht einfach, zumal Lübbecke trotz Verletzungspech noch eine starke Mannschaft aufbietet. Wir können es nicht versprechen, aber wir wollen am Samstag unbedingt gewinnen und uns mit einem Erfolgserlebnis von unseren Fans verabschieden. Wenn alles für uns läuft, können wir sogar noch den zehnten Platz erreichen. Der Anreiz, sich nochmal voll rein zu hängen, ist also da.

Welche Erkenntnisse haben Sie aus der Saison gewonnen?

Zinglersen: Das war bekanntlich meine erste Saison in der deutschen Bundesliga. Das ist schon eine etwas andere Welt, als die erste Liga bei uns in Dänemark. Die Länge der Saison, die überraschenden Ergebnisse, das Leistungsniveau – es gibt viele Unterschiede. Nicht von ungefähr nennt man die Bundesliga “stärkste Liga der Welt”. Das haben die jüngsten Europapokalerfolge wieder eindrucksvoll bewiesen. Ich selbst habe jede Menge neuer Eindrücke gesammelt.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonergebnis – egal, welches die genaue Platzierung letztlich sein wird?

Zinglersen: Bekannt ist, dass wir im Verlauf der Saison mit vielen Problemen zu kämpfen hatten. Da war zunächst das unglaubliche Verletzungspech, bei dem wir einige Wochen lang wechselweise gleich auf mehrere Leistungsträger verzichten mussten. Das haben wir durch die beiden kurzfristigen Neuverpflichtungen Anusic und Aagard versucht zu kompensieren. Wobei personelle Veränderungen nach Saisonbeginn immer auch mit Risiken behaftet sind. Wenn dann noch persönliche Probleme hinzu kommen, wie im Fall von Stojanovic, macht dies die Arbeit als Trainer nicht unbedingt einfacher. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir trotz der vielen Störungen und unvorhersehbaren Zwischenfälle noch eine relativ konstante Saison gespielt haben und unter den genannten Bedingungen mit dem Ergebnis zufrieden sein müssen.

Was sagen Sie zu der oft gehörten Einschätzung von außen, dass die MT mehr Potenzial besäße, als es die Tabellenposition anzeigt?

Zinglersen: Richtig ist, dass wir viele Spieler mit sehr guten individuellen Fähigkeiten haben. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung für erfolgreiche Leistungen. Was uns aber andere Mannschaften mit ähnlicher Konstellation voraus haben, ist das kollektive Spiel. Auch wenn ich mich in dieser Saiosn in diesem Punkt oft wiederhole, Handball ist nun mal eine Teamsportart. Das müssen wir künftig noch viel stärker beherzigen. Weitere Aspekte sind Geduld und Disziplin. Das war übrigens am Wochenende beim Championsleague-Turnier in Köln gut zu sehen. Spielen bis zur Torwurfchance, anstatt überhasteter Eigenaktionen, war eines der Erfolgsrezepte.

Kommen wir zum Ausblick auf die kommende Saison: Werden Sie nicht zuletzt auch in Anbetracht der neuen Spieler, das Training umstellen, vielleicht sogar neue Taktiken anwenden?
Zinglersen: Sicherlich habe ich aus der abgelaufenen Saison Erkenntnisse gewonnen, die in die Trainingsarbeit der kommenden Runde einfließen werden. Grundsätzlich aber muss ich gar nicht viel anders machen. Es gilt, fünf neue Spieler zu integrieren und die Philosophie des Zusammenspielens weiter in die Mannschaft hinein zu tragen. Die Neuen haben übrigens schon Hausaufgaben für die Pause bis zum 15. Juli bekommen. Letztlich gilt der Kollektivgedanke auch für alle, die rund um die Mannschaft mitarbeiten. Ich verstehe die MT als eine große Familie, die für ein Ziel einsteht und kämpft.

Nach dem letzten Saisonspiel am Samstag in Kassel werden die scheidenden MT-Akteure Thomas Klitgaard, Daniel Tellander, Franck Junillon und Dalibor Anusic offiziell verabschiedet. In einer großen Verlosung können die Besucher unter anderem die Original-Trikots dieser vier Spieler gewinnen. Anschließend schenkt die Mannschaft Freibier an die Fans aus und feiert mit ihnen den erhofften erfolgreichen Abschluss. Gleichzeitig startet der Dauerkartenvorverkauf für die kommenden Saison.

Schiedsrichter: Christian Moles / Lutz Pittner (Heddesheim / Hemsbach); DHB-Aufsicht: Bernd Andler.



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