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Tim Hochschorner und Christian Schulz mit neuen Bestzeiten

Ein strahlender Tim Hochschorner. Der 16-Jährige blieb im 200m-Lauf zum ersten Mal unter 24 Sekunden. Foto: Alwin J. WagnerOsterode/Melsungen. Trotz des späten Saisonzeitpunktes überzeugten Tim Hochschorner und Christian Schulz beim Abendsportfest der LG Osterode im Harz. Die beiden U18-Leichtathleten der Melsunger Turngemeinde erreichten im Langsprint über 200 Meter bzw. auf der Mittelstrecke beachtliche Leistungen und sicherten sich an diesem Abend die beiden einzigen Siege für das MT-Team.

Vor einer Woche in Paderborn besiegte der Melsunger Dennis Horn im 200m-Lauf der U20 seinen Trainingspartner Tim Hochschorner mit 23,79 zu 24,09 Sekunden noch recht deutlich. In Osterode drehte der Jugendliche aus Gensungen den Spieß um und blieb bei Windstille mit 23,99 zum ersten Mal unter 24 Sekunden. Dennis Horn (24,26) und Jan Ullrich (25,08 Sekunden) hatten dieses Mal keine Chance gegen das Lauftalent aus dem Edertal, der in den letzten zwei Monaten auf beiden Sprint-strecken große Leistungssprünge machte.

Christian Schulz präsentierte sich in einer hervorragenden Verfassung und hielt im 1000m-Lauf was seine Trainingsleistungen versprachen. Foto: Alwin J. WagnerNach einem guten Start demonstrierte Tim Hochschorner seine Antrittsschnelligkeit und legte die ersten Hälfte des Rennens sehr locker laufend zurück. Auf dem zweiten Teil der Strecke ließ er zum Schluss ein beeindruckendes Finish folgen. Während die Konkurrenz auf der Zielgeraden langsamer wurde, zündete der 16-Jährige seinen Turbo. Es schien, als würden die Gegner stehenbleiben. „Ich bin glücklich, weil ich zum ersten Mal unter 24 Sekunden blieb“, sagte er vor Freude strahlend. Alwin J. Wagner ist sich sicher: „Wenn Tim für die nächste Saison ab November in ein gezieltes Krafttraining einsteigt, kann er bei den Landes-Hallenmeisterschaften im Januar 2015 die 60 Meter bereits unter 7,40 Sekunden laufen“.

Für eine weitere gute Leistung sorgte Christian Schulz auf der Mittelstrecke. Um gegen gleichwertige Gegner zu laufen, ließ man im zweiten 1000m-Lauf die Läufer aller Altersklassen mit einer Bestzeit unter 2:55 Minuten an den Start. Christian Schulz, der sein letztes Einzelrennen auf dieser Strecke vor zwei Jahren mit 3:02 Minuten beendet hatte, durfte aufgrund seiner guten Form in diesem Feld starten. Der 17-Jährige aus Röhrenfurth hatte in diesem Jahr bei den hessischen Staffelmeisterschaften als Startläufer der U18 mit 2:44 Minuten den Grundstein für den dritten Platz seines Teams gelegt.

Obwohl ihm wegen der Sommerferien zwei Wochen fehlten der Tempotrainingseinheiten fehlten, lief er ein fast perfektes Rennen. Immer auf einer guten Position liegend, passierte Christian Schulz die erste Runde knapp unter 65 Sekunden. Nach der Hälfte der Strecke wurde er in 1:19 Minuten gestoppt und machte auch eingangs der letzten Runde noch einen starken Eindruck. 350 Meter vor dem Ziel wollte er, als er eingeklemmt auf der Innenbahn lief, mit einem Schritt nach rechts auf Bahn zwei, um den Rangeleien aus dem Weg zu gehen. Aber der Berliner Felix Kirchhof hatte etwas dagegen. Der Neuköllner trat ihn Die letzte Runde musste er nur mit einem Schuh laufen und verlor dadurch einige Sekunden an Zeit. Foto: Alwin J. Wagnervon hinten in die linke Ferse, so dass er seinen Schuh verlor und für einen kurzen Augenblick das Tempo herausnehmen musste. Christian Schulz reagierte schnell und fand nach wenigen Schritten wieder in sein Rennen. Er nahm die Verfolgung der enteilten Konkurrenten auf und lief nach 2:47,53 Minuten über die Ziellinie. Das bedeutete den Sieg in der Jugendklasse und Platz vier in der Männerwertung. Wieder einmal hatte der Jugendliche aus Röhrenfurth alles gegeben. Dafür wurde er mit einer neuen Bestzeit belohnt „Es war kein leichtes Rennen, schließlich musste ich die letzten 400 Meter nur mit einem Schuh laufen. Da habe ich einige Sekunden an Zeit verloren“, sagte er nach dem Rennen und dachte bereits an die Hallensaison, wo er Anfang Dezember in Erfurt die 800 Meter um 2:03 Minuten zurücklegen und sich für die Landeshallenmeisterschaften qualifizieren möchte.

Unmittelbar vor Wettkampfbeginn regnete es in Osterode „Bindfäden“ und nahm den 100m-Sprintern ein wenig die Spannung. Ein intensives Einlaufen und Aufwärmen, dass vor jedem Wettkampf gehört, war bei diesem Regenguss fast nicht möglich. Michael Hiob, der wegen einer Verhärtung im Oberschenkel in der letzten Woche nicht trainieren konnte, wollte wegen der 4x100m-Staffel kein Risiko eingehen und verzichtete deshalb auf den 100m-Sprint, denn harte Muskeln sind das Letzte, was Sprinter gebrauchen können.

Dennis Horn und Tim Hochschorner lieferten sich ein spannendes Duell bis auf die Ziellinie, so dass erst nach Auswertung des Zielfotos eine Platzverteilung vorgenommen werden konnte. Mit 11,94 hatte Dennis Horn 0,02 Sekunden Vorsprung. Mit diesen Zeiten belegten die beiden Melsunger die Plätze sechs und sieben. „Das war nichts“, sagte der Dennis Horn, der Ende September sein Studium an der Deutschen Sporthochschule in Köln beginnen wird. Nachdem er eine Woche vorher noch mit 11,50 Sekunden gestoppt wurde, wirkte er an diesem Abend nicht mehr so frisch und blieb zum ersten Mal hinter den Erwartungen zurück. Aber er hatte dafür auch eine Erklärung parat: „In der letzten Woche trainierte ich nicht nur zweimal für dieses Meeting in Osterode, ich nahm auch am dreitägigen Vorbereitungstraining für die kommende Saison der Melsunger Handball-Jugend teil!“

Einen knappen Zieleinlauf gab es über 100 Meter der U20.   Mit 11,94 zu 11,96 Sekunden setzte sich Dennis Horn knapp vor Tim Hochschorner durch. Foto: Alwin J. WagnerAuch Jan Ullrich war nicht zufrieden. Bei absoluter Windstille lag er bis 40 Meter vor dem Ziel noch gut im Rennen. Dann brach er erneut ein und beendete seinen Lauf nach 12,28 Sekunden. „Im Training kann ich mit Dennis und Tim gut mithalten, aber im Wettkampf spielt mein Kopf nicht mit“, analysierte er seine Zeit.

Die nächste Enttäuschung gab es beim Aufwärmen für die 4x100m-Staffel. Das MT-Quartett mit Jan Ullrich, Michael Hiob, Tim Hochschorner und Dennis Horn hatte sich vorgenommen, die drei Wechsel bis aufs Äußerste auszureizen und strotzen nach den guten Sprintzeiten von Paderborn vor Selbstbewußtsein. Die ausgegebene Devise lautete für dieses Staffelrennen: entweder – oder. Entweder man überlief mit Risikowechsel den Wechselraum oder man schaffte im Optimalfall eine Zeit unter 45 Sekunden.

Aber beim Aufwärmen brach die alte Verletzung von Michael Hiob wieder auf. Lag es am Regenwetter, an der Kühle oder am falschen Aufwärmen? Bereits beim ersten Antritt verspürte er nach eigenen Angaben einen stechenden Schmerz im Oberschenkel, so dass er kaum noch auftreten konnte. Damit platzte der Traum von einer Superzeit wie eine Seifenblase.

„Das ist schon hart, wenn man Michaels hervorragenden Trainingsleistungen sah, die auf eine 100m-Zeit um 11 Sekunden hindeuteten“, sagte Alwin J. Wagner und hofft, dass Michael Hiob bis zu den nordhessischen Mehrkampfmeisterschaften Anfang Oktober wieder fit ist. (ajw)



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