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Sicher durch die Motorradsaison

Johanniter geben Sicherheitstipps für Zweiradfahrer

Nach einem Unfall ist die richtige Helmabnahme überlebenswichtig. Foto: Johanniter/Jürgen SchwarzKassel. Im Frühling kehrt eine Gruppe Verkehrsteilnehmer auf die Straßen zurück, die diesen Moment den gesamten Winter über herbeigesehnt hat: die Rede ist von den Motorradfahrern. Damit der erste Ausritt nicht zum Höllenritt wird, müssen sich die Fahrer gewissenhaft vorbereiten. „Mensch und Maschine müssen sich nach der Winterpause erst wieder an das Fahren gewöhnen. Deshalb ist eine technische Überprüfung des Motorrads genauso wichtig wie die behutsame Steigerung der Fahrbelastung. Nehmen Sie sich zunächst kürzere und vertraute Strecken vor, um wieder ein Gefühl für das Motorrad und Ihre Fahreigenschaften zu bekommen“, rät Dr. Simon Little, Landesarzt der Johanniter-Unfall-Hilfe im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar.

Gefahren lauern gleich zu Beginn
Mit der Freude auf die beginnende Saison kommen leider auch die Gefahren, weiß Little: „Der Winter hinterlässt Spuren. Verschmutzte und beschädigte Straßen führen zu einer erhöhten Sturzgefahr. Ein noch größeres Risiko geht für die Motorradliebhaber jedoch von den Autofahrern aus, die mehr als die Hälfte aller Motorradunfälle verursachen. Auch sie müssen sich nach Ende des Winters erst wieder an die leicht übersehbaren Motorradfahrer gewöhnen.“

Ausstattung regelmäßig überprüfen
Biker tun gut daran, vorausschauend und defensiv zu fahren. Zudem sollten sie nicht zu lange auf gleicher Höhe mit Pkws zu fahren, weil sie damit im toten Winkel bleiben. Je unübersichtlicher sich die Verkehrslage für den Motorradfahrer darstellt, desto stärker sollte die Geschwindigkeit gedrosselt und die Bremsbereitschaft erhöht werden. Von vielen Fahrern unterschätzt wird die Bedeutung der richtigen Motorradkleidung. „Bei einem Sturz ist nur noch die Kleidung zwischen dem Fahrer und dem Asphalt. Textil- oder Lederkombi, Wirbelsäulenprotektor, Stiefel, Helm und Handschuhe sind für die Sicherheit unverzichtbar. Jeder Motorradfahrer sollte in regelmäßigen Abständen prüfen, ob seine Kombi noch voll funktionsfähig ist und ob sie noch passt. Besonders wichtig ist natürlich der Helm. Ein verkratztes Visier kann die Sicht bei Regen und Nacht stark beeinträchtigen und sollte deshalb unbedingt ausgetauscht werden“, so Little.

Keine Angst vor Erster Hilfe
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Motorradunfall, muss zuerst die Unfallstelle abgesichert werden. Ist der Motorradfahrer bewusstlos, muss der Helm abgenommen werden, damit er nicht an Erbrochenem oder seinem eigenen Blut erstickt. „Hals und Kopf des Fahrers sollten von Ersthelfern waagrecht und möglichst ruhig gehalten werden. Danach wird das Unfallopfer in die stabile Seitenlage gebracht. Auch dabei sollte der Kopf möglichst nicht bewegt werden. Erst dann wird der Notruf 112 abgesetzt. Dieses Vorgehen kann nicht nur Leben retten, sondern entspricht auch den gesetzlichen Verpflichtungen von Unfallzeugen. Niemand muss Angst haben, bei der Ersten Hilfe etwas falsch zu machen. Schlimmer als einen Fehler zu begehen, ist immer noch nichts zu tun“, erklärt Dr. Little. (red)



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