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MT gegen Magdeburg: Vorentscheidung um Platz 5?

Beim Spiel gegen Magdeburg muss man sehen, wie belastbar Felix Danner ist. Foto: HartungWenn am Mittwoch die MT Melsungen in der DKB Handball-Bundesliga den SC Magdeburg, den heimlichen Shootingstar dieser Saison, empfängt, kann das Ergebnis dieses Spiels für beide Kontrahenten das Endklassement in dieser Saison vorbestimmen. Die Nordhessen können noch Platz fünf, die Sachsen-Anhaltiner sogar Platz drei erreichen. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 20.15 Uhr. Karten sind definitiv auch noch am Spieltag an der ab 18.45 Uhr geöffneten Hallenkasse erhältlich. 24 Stunden vor dem Match waren erst gut 2.600 der 4.300 Tickets verkauft.

Die einen können sich einen Startplatz für den EHF-Cup sichern, die anderen gar für die Champions League. Sicher, die Saison ist nach dem Spiel noch nicht zu Ende, aber angesichts der Punkte- und Tabellensituation dürfte dieses Match hüben wie drüben maßgeblich den Weg bis zum Abschluss bestimmen.

Als Vierte haben die Sachsen-Anhaltiner noch die Hoffnung, den Dritten, die Flensburger, einzuholen. Denn die haben zwei Spiele mehr absolviert und nur zwei Minuspunkte weniger auf dem Konto. Genauso verhält es sich zwischen dem Sechsten MT und dem Fünften Göppingen. Im Falle eines Sieges rückt die MT den Schwaben bis auf einen Punkt auf die Pelle. Klar, dass die Nordhessen deshalb einen großen Anreiz haben, weiterhin auf Sieg zu spielen.

Um dieses Ansinnen in die Tat umzusetzen bedarf es allerdings einer deutlichen Steigerung gegenüber dem letzten Spiel. Das war die Europapokalbegegnung gegen Skjern Handbold, die das Roth-Team am vergangenen Samstag mit 20:25 verlor. Und das nicht etwa, weil die Dänen soviel stärker gewesen wären.

Die MT hat nach einer Zwei-Tore-Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit kontinuierlich abgebaut, sich eine elfminütige Torflaute geleistet und so dem Gegner den Weg zum unverhofften Sieg geebnet. Die Verunsicherung wurde nicht zuletzt durch teilweise haarsträubende Entscheidungen der Referees stetig geschürt. “Mit so etwas muss man im Europapokal immer rechnen. Wir selber hätten aber einfach nicht soviel Fehler machen und zu viele Chancen liegen lassen dürfen. Hinzu kam, dass uns die letzten 20 Minuten des Spiels Felix Danner fehlte”, blickt Michael Roth zurück. Der Kreisläufer, der bis dahin nicht nur vier Tore erzielt, sondern auch die Abwehr zusammengehalten hatte, musste wegen einer Oberschenkelverletzung die Segel streichen.

Auch die Ideen eines Patrik Fahlgren im Angriff wurden vermisst. Der etatmäßige Spielmacher fehlt seit Ende März wegen eines Kreuz- und Aussenbandrisses und wird vor allem von Nenad Vuckovic vertreten. Der Kapitän, ebenfalls mit Regieaufgaben bestens vertraut, macht seine Sache sehr gut, ist aber ein anderer Spielertyp als Fahlgren. Genau diese Unterschiedlichkeit verschaffte der MT bislang den Vorteil, je nach Situation und Gegner den passenden Mittelmann aufbieten zu können.

Was ist im Spiel gegen den SC Magdeburg wichtig? Natürlich wenig Fehler machen, vor allem im Angriff. Denn die werden umgehend bestraft. In erster Linie von Robert Weber. Der Rechtsaußen, Platz 1 der Torjägerstatistik, nutzt jede Gelegenheit, um per Tempogegenstoß davon zu ziehen. Aus dem Spiel heraus betätigen sich dann vor allem die Linkshänder im rechten Rückraum, Andreas Rojewski und Jure Natek sowie Regisseur Marko Bezjak als Schützen. Ansonsten ist die Mannschaft von Trainer Geir Svensson ein sehr homogenes Ensemble und nicht zuletzt wegen ihrer kämpferischen Qualitäten in dieser Saison soweit nach vorne gekommen.

Keine Frage, die MT muss am Mittwoch, im 20. Erstligaduell mit dem SCM, an ihre Grenzen gehen, um nicht wie schon im Hinspiel nur zweiter Sieger zu werden.

Michael Roth zum Spiel:
“Wir haben mit Magdeburg am Mittwoch und mit Skjern im EHF-Cup am Sonntag nur noch zwei Spiele in diesem Monat und danach gut zweieinhalb Wochen Wettkampfpause, das heißt auch Zeit zur Regeneration. Deshalb werden wir kräftemäßig jetzt nochmal alles reinlegen. Mit Magdeburg sehe ich uns auf Augenhöhe, da haben wir ein 50:50-Chance. Wir müssen uns allerdings im Angriff verbessern. Die Abwehr funktioniert recht gut, unsere Probleme lagen zuletzt eher vorne. Es wird nicht einfach sein, die Konzentration auf Magdeburg zu lenken. Irgendwie ist ja das Europapokalspiel gegen Skjern doch schon in den Köpfen drin. Wir müssen auch sehen, wie belastbar Felix Danner ist. Er hat zum Glück keinen Muskelfaserriss wie zunächst befürchtet, sondern nur eine deftige Zerrung. Nachdem schon mit Patrik Fahlgren ein wichtiger Spieler fehlt, wäre ein weiterer Ausfall von Felix ein Supergau. Ob das Spiel gegen Magdeburg vorentscheidend für Platz 5 ist, wird sich zeigen. Ich denke, es wäre schon eine große Leistung, erst einmal den sechsten Platz der letzten Saison zu bestätigen. Erst recht angesichts des Ausfalls von Patrik. Wichtig wird es sowohl am Mittwoch, wie auch am Sonntag sein, dass wir von einer möglichst großen Kulisse unterstützt werden. Die Mannschaft hat sich das verdient”.

Schiedsrichter in Kassel: Christoph Immel (Tönnisvorst, NRW) / Ronald Klein (Ratingen, NRW); DHB-Spielaufsicht Uwe Stemberg.

Bisherige Bundesligavergleiche: 19 Spiele, 13 Siege SCM, 4 Siege MT, 2 Remis; letztes Spiel: SCM – MT 37:33 (09.11.2014).

(Bernd Kaiser)



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