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Lorenz Funck Jugendsieger beim Halbmarathon in Mannheim

Lorenz Funck in Mannheim. Foto: nhMannheim/Melsungen. Beim 12. SAP-Halbmarathon in Mannheim holte sich Lorenz Funck (MT Melsungen) im Halbmarathon mit der Startnummer 4694 einen überlegenen Sieg in der Jugendklasse und sicherte sich mit der persönlichen Bestzeit von 1:21,49 Stunden bei fast 3000 Läufern einen unerwarteten guten 23. Platz in der Gesamtwertung.

Wieder einmal verschafften die afrikanischen Stars aus Kenia dem SAP Arena Marathon In der Metropolregion Rhein-Neckar ein internationales Flair und stellten erwartungsgemäß den Sieger. Hillary Maiyo setzte sich souverän in 1:04:01 Stunden vor Evans Koskei Kiprotich (1:05,26 Std.) durch, der ebenfalls ostafrikanische Wurzeln besitzt, aber einen deutschen Pass hat. Als Dritter lief Patrick Kipsang Kiplagat (Kenia) nach 1:07.02 Stunden über die Ziellinie.

2398 Ausdauerläufer starteten in der Kurpfalz in die Dunkelheit. Bei diesem gesellschaftlichen Ereignis, bei dem neben Sport auch Politik, Wirtschaft und Kultur ihren Platz hatte, lief Lorenz Funck sein bisher bestes Rennen. Nach seinem überragenden Sieg in der Jugendklasse fand er auch bei den dortigen Organisatoren Lob und Anerkennung.

Der 18-Jährige hatte sich in den zurückliegenden Wochen auf die Strecken zwischen 3000 und 10 000 Meter konzentriert und avancierte in der bisherigen Saison durch seine enormen Verbesserungen zum Überraschungsläufer der nordhessischen Ausdauerszene. 2013 stand der Jugendliche aus Obermelsungen im Halbmarathon noch mit 1:32:39 Stunden in den Bestenlisten. Im Vorjahr legte er die 21,1 Kilometer in Bad Hersfeld in 1:24:08 Stunden zurück.

Weil ein gezieltes Training auf diesen Halbmarathon in Mannheim nicht möglich war, wollte Trainer Alwin J. Wagner keine Prognose für die Endzeit seines Schützlings abgeben. „Diese Distanz stellt besondere Anforderungen an die Läufer, denn die 21,1 Kilometer erfordern gleichermaßen Tempo und Ausdauer.  Lorenz hat aber nur Laufstrecken bis 10 000 Meter trainiert“, sagte Wagner, der unmittelbar nach dem Rennen von seinem Schützling über seine Leistung informiert wurde.

Vor einer großen Zuschauerkulisse schickte der Starter um 19 Uhr 2398 Halbmarathonläufer gemeinsam mit den Marathonis auf die Reise, die direkt am Rhein entlang über eine flache Strecke führte. Obwohl sie viele optische Reize bot, hatte Lorenz Funck kein Auge dafür. „Ich werde versuchen, die 21 Kilometer um 1:20 Minuten zu laufen. Aber so eine Zeit ist von den äußeren Bedingungen und der Zusammenarbeit auf der Strecke abhängig. Ich hoffe, dass ich in eine größere Gruppe finde, mit der ich mitlaufen kann, so dass es eine neue Bestzeit für mich gibt“, sagte die Melsunger Laufhoffnung vor der Abfahrt nach Mannheim.
„Die Wetterbedingungen waren nahezu optimal, jedoch bremste mich von Kilometer 12,5 bis 17,5 der Gegenwind sowie die sehr tiefstehende und somit blendende Sonne“, schrieb die Melsunger Laufhoffnung in seiner E-Mail an den Trainer.

Lorenz Funck lief die ersten 6,1 Kilometer in 22:38 Minuten und hatte somit einen Kilometerschnitt von 3:43 Minuten. Die nächste Zwischenmarke von 11,4 km, die er allein zurücklegte, weil die Gruppe zu langsam war,  erreichte er nach 42:46 Minuten. Er steigerte seinen 1km-Schnitt auf 3:40 Minuten, was am Ende eine Zeit unter 1:19 Stunden bedeutet hätte. Aber auf dem letzten Drittel musste er nicht nur dem zu schnellen Anfangstempo Tribut zollen; es blies ihm auch noch auf der freien Passage außerhalb der Stadt ein störender Wind ins Gesicht, der ihm zusätzlich noch viel Kraft kostete.

Im Ziel wurde er mit 1:21,49 Stunden gestoppt und war somit einen 1000m-Schnitt von 3:52 Minuten gelaufen.  Damit war er über drei Minuten schneller als bei seinem Halbmarathon im Oktober 2014 in Bad Hersfeld. Aber mit dieser guten Zeit war Lorenz Funck nicht zufrieden. „Nach der Hälfte der Strecke fühlte ich mich noch großartig. Ich war überzeugt, dass ich zum ersten Mal unter 1:20 Stunden laufen würde. Doch der letzte Streckenabschnitt war hart, denn es kam der Gegenwind und meine Kraft ließ nach“, sagte Funck, der bei den Kreismeisterschaften in Felsberg eine Woche vorher noch die 100 und 200 Meter in einer beachtenswerten Zeit zurücklegte.  Als er hörte, dass er die Jugendwertung mit über neun Minuten Vorsprung vor Florian Oellers (1:31,04 Std.) klar gewonnen hatte und in der Gesamtwertung mit Platz 23 mehr als 2950 Läufer hinter sich gelassen hatte, kam bei ihm große Freude auf und seine anfängliche Enttäuschung wich sehr schnell. (ajw)



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