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GL-Freie Wähler: Nein zu Erstaufnahme in Turnhalle

Bürgerversammlung am 19. Oktober um 19 Uhr

Die als Erstaufnahmelager vorgesehene Turnhalle in Guxhagen. Foto: nhGuxhagen. Die GL-Freie Wähler sehen nicht nur in der hohen Anzahl von 300 bis 350 Flüchtlingen für die Gemeinde Guxhagen ein Problem, sondern insbesondere in dem Standort. „Es ist unverantwortlich und bedenklich ein Erstaufnahmelager mit so vielen Menschen zwischen einer Grundschule, einer Gesamtschule und einem Kindergarten mit Schülern und Kleinkindern mitten in eine Wohnsiedlung zu errichten“, so Ulrich Wiegand, Fraktionsvorsitzender der GL-Freie Wähler.

Zudem weisen die Freien Wähler daraufhin, dass „Erstaufnahmelager“ heißt, dass die Personen erst hier registriert und medizinisch untersucht würden. Das könne niemand an diesem Standort verantworten. Erst danach würde über den Asylantrag entschieden. Dies würde derzeit mehrere Monate dauern.

„Wir werden daher alles tun, um diesen Standort als Erstaufnahmelager zu verhindern“, so Wiegand weiter. „Da es der GL-Fraktion wichtig war, die Bürger über den Stand zu informieren, haben wir als GL-Freie Wähler auf der Ältestenratssitzung der Gemeinde Guxhagen angeregt, die Bürger auf einer Bürgerversammlung zu informieren und den Dialog zu suchen.“ Die Versammlung findet am kommenden Montag um 19 Uhr im Bürgersaal Guxhagen statt. Leider konnte ein früher Termin aus Raumgründen nicht realisiert werden.

Vollkommen unverständlich für die GL-Freien Wähler ist, dass die zahlreichen freistehenden Kasernen in der Region nicht ausreichend genutzt würden und „man auf die abstruse Idee kommt, Flüchtlinge in Turnhallen unterzubringen“. „In Kasernen sind optimale Bedingungen für eine solche Unterbringung. Schlafräume, Räume für Verpflegung und Sanitätsbereiche sind dort voneinander getrennt. Dusch- und Waschmöglichkeiten in ausreichender Anzahl“, so Nicolo Martin, Pressesprecher der GL-Freien Wähler. „In einer Kaserne wären die Flüchtlinge menschenwürdig untergebracht, mit Raum für ein wenig Privatsphäre. In der Turnhalle liegen hunderte von Menschen dicht gedrängt aufeinander, getrennt von Pappmasché-Wänden. Da sind Konflikte doch vorprogrammiert.“

Die GL-Freien Wähler bringen ihre Einstellung auf den Punkt: „Erstaufnahmelager in der Turnhalle – NEIN – Unterstützung von Flüchtlingen – JA.“ Daher sehen die Freien Wähler, dass auch Guxhagen nach seinen Möglichkeiten in der Flüchtlingssituation Verantwortung übernehmen muss. Bereits auf der Gemeindevorstandssitzung vom 29. September habe Beigeordneter Markus Mauermann von der GL-Freie Wähler der Gemeinde eine Containerlösung vorgeschlagen. „Zu der Zeit ging es noch nicht um diese Dimensionen“, so Markus Mauermann. „Dennoch haben wir bis jetzt immer noch eine Reservierung über Einheiten für 54 Personen, die der Gemeinde und dem Kreis zur Verfügung stehen und eine Zweit-Option auf Einheiten für bis zu 600 Personen.“

Weiterhin seit mit Verantwortlichen des Kreises bereits am 24. Juli eine Begehung des alten Raiffeisengeländes unternommen worden. Für die Freien Wähler Guxhagen ist nicht nachvollziehbar, warum dies jedoch vom Kreis zu dem Zeitpunkt nicht weiter verfolgt worden sei. (red)



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