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Inflationsrate sinkt im April auf minus 0,3 Prozent

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im April 2016 um 0,3 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, war die Inflationsrate im März — nach plus 0,3 Prozent im Januar 2016 und minus 0,3 Prozent im Februar — mit 0,1 Prozent noch knapp positiv ausgefallen. Ursache für die im April erneut negative Inflationsrate sind vor allem die im Jahresvergleich deutlich gesunkenen Energiepreise. Preissteigerungen gab es bei den Nettomieten (plus 1,5 Prozent gegenüber April 2015).

Binnen Monatsfrist fiel das mit dem Verbraucherpreisindex gemessene Preisniveau um minus 0,4 Prozent. Verantwortlich für diesen Rückgang waren neben Preisnachlässen bei Haushaltsenergie (minus 0,5 Prozent gegenüber März 2016) insbesondere Preisrückgänge bei Dienstleistungen (minus 1,2 Prozent; ohne Nettomiete: minus 2,1 Prozent). Auch die saisonalen Preisänderungen bei Pauschalreisen (minus 23,6 Prozent) wirkten sich in diesem Rückgang des Preisniveaus gegenüber dem Vormonat aus.

Preise für Energie
Die Preise für Energie insgesamt (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) lagen im April um 1,0 Prozent über dem Niveau des Vormonats, aufgrund der Preissenkungen der vergangenen Monate jedoch 8,8 Prozent niedriger als im April 2015. Die Preise der einzelnen Energiearten entwickelten sich unterschiedlich. Billiger gegenüber dem Vormonat wurden Heizöl (minus 1,7 Prozent gegenüber März 2016), Autogas sowie Zentralheizung und Fernwärme (jeweils minus 1,1 Prozent). Der Preis für Erdgas gab geringfügig nach (minus 0,2 Prozent), während der Strompreis gegenüber dem Vormonat unverändert blieb. Benzin (plus 5,7 Prozent) und Diesel (plus 0,6 Prozent) wurden teurer. Binnen Jahresfrist sanken die Preise aller Energiearten: Heizöl (minus 28,3 Prozent gegenüber April 2015), Autogas (minus 13,6 Prozent), Diesel (minus 15,1 Prozent), Benzin (minus 11,0 Prozent), Zentralheizung und Fernwärme (minus 9,8 Prozent), Erdgas (minus 3,6 Prozent) und Strom (minus 0,7 Prozent). Die ohne Energie berechnete Inflationsrate lag im April bei 0,8 Prozent, nach 1,3 Prozent im März, 0,8 Prozent im Februar und 1,1 Prozent im Januar 2016.

Nahrungsmittelpreise
Das Niveau der Nahrungsmittelpreise stieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und lag 1,1 Prozent höher als im April 2015. Teurer gegenüber dem Vormonat wurden die saisonabhängigen Nahrungsmittel (plus 0,6 Prozent gegenüber März 2016), insbesondere Gemüse (plus 1,3 Prozent). Aber auch für Speisefette und -öle (plus 2,0 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (plus 0,3 Prozent) zahlten die Konsumenten höhere Preise. Billiger wurden binnen Monatsfrist Obst (minus 0,6 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (minus 0,5 Prozent) sowie Fisch (minus 0,2 Prozent). Bei Brot und Getreideerzeugnissen blieben die Preise durchschnittlich konstant. Binnen Jahresfrist stiegen die Preise für Gemüse (plus 7,8 Prozent gegenüber April 2015) — vor allem für Kartoffeln (plus 26,9 Prozent) — und Obst (plus 4,9 Prozent). Teurer wurden auch Fisch (plus 1,8 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (plus 0,4 Prozent). Die Preise für Speisefette und -öle (minus 4,0 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (minus 2,9 Prozent) sanken.

Preise von langlebigen Gebrauchsgütern
Seit einem halben Jahr steigen die Preise langlebiger Gebrauchsgüter. Im April lag das Preisniveau langlebiger Gebrauchsgüter um 0,4 Prozent höher als im Vorjahr. Bei den langlebigen Gebrauchsgütern handelt es sich um eine heterogene, große Produktgruppe, deren Anteil 8 Prozent am Warenkorb der privaten Haushalte beträgt. Bei den einzelnen Produkten waren starke Unterschiede der Preisentwicklungen zu erkennen. Teurer wurden beispielsweise Heimkino-Anlagen (plus 13,2 Prozent gegenüber April 2015), Desktop-PC (plus 7,5 Prozent), Einbauküchen (plus 0,7 Prozent) und neue PKW (plus 0,4 Prozent). Die Preise für Fernsehgeräte (minus 11,2 Prozent), Kühlschränke (minus 5,5 Prozent) und Polstergarnituren (minus 1,7 Prozent) sanken.

Preise für Dienstleistungen
Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich im April binnen Jahresfrist durchschnittlich um 0,5 Prozent. Höhere Preise zahlten die Verbraucherinnen und Verbraucher u. a. für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen wie Kinderkrippen, Alten- und Pflegeheime (plus 3,5 Prozent gegenüber April 2015), für Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 2,3 Prozent) sowie für Speisen und Getränke, die von Gaststätten und anderen Verpflegungsdienstleistern angeboten werden (plus 2,1 Prozent). Billiger als vor einem Jahr wurden Flugtickets (minus 2,6 Prozent), Telekommunikationsdienstleistungen (minus 1,6 Prozent) und Pauschalreisen (minus 8,8 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im April 1,5 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat gaben im April 2016 die Preise für Dienstleistungen in vielen Bereichen nach, insbesondere im Beherbergungsgewerbe (minus 2,1 Prozent gegenüber März 2016). Preise für zahnärztliche Dienstleistungen fielen um 0,7 Prozent und Theaterbesuche um 0,9 Prozent. (red)



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