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MT krönt die Saison mit Sieg gegen Eisenach

Vor der Rothenbach-Halle feierte man bei strahlendem Sonnenschein die beste MT-Saison in der 90-jährigen Vereinsgeschichte. Foto: HartungKassel/Melsungen. Die MT Melsungen feierte mit einem 31:25 (16:12) gegen den bereits vorher als Absteiger feststehenden ThSV Eisenach einen Saisonausklang nach Maß. Vor 4.300 Zuschauern in der zum achten Mal in dieser Saison ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle zeigten beide Mannschaften ein unterhaltsames wie torreiches Spiel, in dem die Thüringer über weite Strecken gut mithielten und sich nie wirklich abschütteln ließen. Eine Chance auf Zählbares besaßen sie jedoch zu keinem Zeitpunkt. Dafür erwies sich die MT als zu abgeklärt und verstand es auch, das Tempo immer so zu dosieren, dass der eigene Erfolg nicht in Gefahr geriet. Bester Torschütze der Nordhessen war Jeffrey Boomhouwer mit elf Treffern, davon fünf vom Siebenmeterstrich. Für Eisenach trafen Daniel Luther, Patrik Hruscak und Tomas Urban je vier Mal.

Mit jeweils großartigen Torwartparaden stiegen beide Mannschaften in die Partie ein. Erst rettete Jan-Steffen Redwitz gegen Timm Schneider, dann René Villadsen gegen den im Gegenstoß durchgebrochenen Dirk Holzner. Und auch danach taten sich beide Teams zunächst schwer. Technische Fehler auf beiden Seiten sorgten für einen erst allmählich aufkommenden Spielfluss. Wobei Eisenach bemüht war, das Spiel nicht zu schnell werden zu lassen. Hatte dagegen die MT das Leder, ging es meist zügig nach vorn. Weil hüben wie drüben die Taktik jeweils aufging und Sellin einen Siebenmeter nicht an Redwitz vorbei brachte, blieb die Begegnung ausgeglichen (4:3, 12.).

Erst allmählich setzte sich das spielerische Potenzial der Nordhessen durch. Michael Müller erzielte in Unterzahl das 6:4 (14.), Jeffrey Boomhouwer baute auf 8:5 aus (16.). Der ThSV blieb zwar weiterhin in Reichweite, musste für seine Torerfolge aber weit mehr arbeiten. Bei der MT dagegen klappte es spielerisch. Wie beim 11:8, das der unter großem Applaus aufs Feld gekommene, erst 18 Jahre alte Johannes Golla mit einem frechen Dreher nach tollem Zuspiel von Timm Schneider erzielte (20.).

Jeffrey Boomhouwer, der 11 Treffer erzielte. Foto: HartungFür den Melsunger Spielmacher endete die Parte jedoch kurz darauf nach einem Foul von Dusko Celica. Seine Mannschaftskollegen nahmen das als zusätzlichen Motivationsschub und erhöhten durch Nenad Vuckovic sowie einen Doppelschlag von Johannes Sellin auf 15:10. Zwei Toren von Patrik Hruscak verdankten es die Wartburgstädter, dass der Rückstand zur Pause noch im überschaubaren Rahmen lag.

Nach dem Seitenwechsel durften auf Melsunger Seite auch die scheidenden Spieler ran. Christian Hildebrand bediente in einer weiteren Unterzahlsituation uneigennützig Jeffrey Boomhouwer im Gegenstoß zum 18:13, Malte Schröder scheiterte aus der zweiten Reihe dagegen am reaktionsschnellen Jan-Steffen Redwitz. Vom ThSV gar nicht mehr zu stoppen war Boomhouwer. Insgesamt fünf Tore am Stück verbuchte der fliegende Holländer bis zum 22:15. Da blieb Gästetrainer Gennadij Chalepo nur eine Auszeit, um den Sturmlauf der Gastgeber zu stoppen. Vergebens, denn Boomhouwer setzte vom Siebenmeterstrich auch den nächsten Treffer (41.).

Mit diesem Polster im Rücken schaltete die MT merklich zurück. Kein Wunder bei den fast tropischen Verhältnissen in der Halle. Eisenach nutzte das zur Ergebnisverbesserung. Adrian Wöhler, Tom Seifert und Daniel Luther verkürzten auf 23:18, bevor Malte Schröder erst selbst traf und sich anschließend als Passgeber zu Christian Hildebrands 25:19 glänzte (48.). Damit war das Spiel dann auch entschieden, denn die Kräfte der Gäste ließen zusehends nach. Beide Trainer wechselten durch, was Lücken in den Deckungsreihen zur Folge hatte. Eine davon nutzte fünf Minuten vor dem Ende Jan Forstbauer zum viel umjubelten 29:23, womit nicht nur die drei Spieler in der Torschützenliste auftauchten, die Melsungen verlassen werden, sondern alle eingesetzten Feldspieler.

Die letzten fünf Minuten begleiteten die Fans auf den Rängen stehend und beklatschten lautstark die Aktionen beider Mannschaften. Am lautesten jedoch den Schlusspunkt unter eine ebenso fantastische wie erfolgreiche Saison der Melsunger: Malte Schröder verzichtete auf seinen finalen Wurf im rot-weißen Trikot und überließ den letzten Saisontreffer stattdessen MT-Youngster Johannes Golla. Besser hätte die Demonstration des gewachsenen Mannschaftsgeistes an der Fulda nicht dokumentiert werden können.

Nach dem Spiel wurden Jan Forstbauer, Malte Schröder und Christian Hildebrand vor weiterhin vollbesetzten Rängen gebührend verabschiedet. Foto: HartungNach dem Spiel wurden Jan Forstbauer, Malte Schröder und Christian Hildebrand vor weiterhin vollbesetzten Rängen gebührend von Aufsichtsratschefin Barbara Braun-Lüdicke und Vorstand Axel Geerken verabschiedet. Geschenke gab es dazu nicht nur vom Verein, sondern auch von der Mannschaft und den drei Fanclubs. Zuvor hatte sich MT-Kapitän Michael Müller mit einer ebenso launigen, wie emotionalen Ansprache bei den Fans für „Wahnsinns-Unterstützung“ in dieser Saison bedankt.

Mit einem Überraschungs-Konfettiregen endete die Abschiedszeremonie in der Halle, was gleichzeitig den Startschuss für Teil II der Saisonabschlussparty bedeutete. Der fand dann vor der Rothenbach-Halle bei strahlendem Sonnenschein statt. Mehrere tausend Fans jubelten Johannes Sellin (159 Treffer) zu, der als bester MT-Torschütze der Saison geehrt und Johan Sjöstrand, der von den Fans via Facebook zum „Spieler der Saison“ gewählt wurde. Hitradio FFH-DJ Felix Moese sorgte mit fetzigen Rhythmen und mit der Verlosung von Gratistickets zu attraktiven Konzerten für den passenden Rahmen anlässlich der besten MT-Saison in der 90-jährigen Vereinsgeschichte.

Heiss begehrt bei den Fans waren nicht nur die original von den Spielern getragenen Trikots, sondern auch die kurzfristig aufgelegten EHF-Cup-Schals. Das große Interesse an diesen Schals lieferte einen ersten Vorgeschmack auf die erneute Teilnahme der MT am europäischen Pokalwettbewerb in der kommenden Saison.

Statistik

MT Melsungen: Villadsen (13 Paraden / 25 Gegentore), Sjöstrand (n. e.), Paske (n. e.); Sellin 3, Golla 2, Fahlgren 1, Schröder 1, Forstbauer 1, Hildebrand 1, Danner 4, P. Müller 1, Boomhouwer 11/5, Rnic 1, Schneider 2, Vuckovic 1, M. Müller 2.

ThSV Eisenach: Redwitz (10 P. / 30 G.), Verkic (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Iffert 2, Wöhler 3, Luther 4, Celica 2, Ragnarsson 2, Hruscak 4, Hansen, Urban 4/2, Holzner 2, Heinemann, Koloper 1, Valiullin, Seifert 1, Cricitoui.

Schiedsrichter: Robert Schulze (Magdeburg) / Tobias Tönnies (Magdeburg)

Zeitstrafen: 6–8 Minuten (Schneider 12:27, Vuckovic 29:35, Danner 46:43 – Urban 9:37, Celica 22:45, Hansen 39:24 42:36)

Strafwürfe: 6/5 – 2/2 (Sellin scheitert an Redwitz 9:40)

Zuschauer: 4.300 in der Rothenbach-Halle, Kassel (ausverkauft)

(Bernd Kaiser)



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