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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

SMA steigert Umsatz und Ergebnis

Ausgestattet mit 114 Sunny Central 900CP XT-Wechselrichtern ist in Templin das größte Dünnschicht-PV-Kraftwerk Europas ans Netz gegangen. Entscheidend für das 128 MWp-Projekt und damit die zuverlässige Versorgung des Großraum Berlins mit erneuerbaren Energien sind dabei die modernen Netzmanagement-Funktionen der SMA Sunny Central-Wechselrichter. Foto: SMA Solar Technology AGNiestetal. Die SMA Solar Technology AG verzeichnete im ersten Halbjahr 2016 in einem von hohem Preisdruck geprägten Marktumfeld eine positive Geschäftsentwicklung. Der Umsatz der SMA Gruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 Prozent auf 494,1 Mio. Euro (H1 2015: 429,3 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 39,3 Mio. Euro (H1 2015: –14,9 Mio. Euro). Wesentlicher Ergebnistreiber war das Segment der solaren Großanlagen (Utility). Darüber hinaus verzeichnete auch das Segment der gewerblichen Photovoltaikanlagen (Commercial) eine positive Geschäftsentwicklung. Durch die internationale Positionierung profitiert SMA weiterhin vom  Wachstum in ausländischen Solarmärkten. In den ersten sechs Monaten 2016 lag der Auslandsanteil am Umsatz bei 91,1 Prozent (H1 2015: 87,2 Prozent). SMA steigerte von Januar bis Juni 2016 die verkaufte Solar-Wechselrichter-Leistung um 22,9 Prozent auf 3,9 GW (H1 2015: 3,2 GW).

Aufgrund des gestiegenen Absatzes und der Reduktion der Fixkosten verbesserte sich das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) im ersten Halbjahr 2016 deutlich auf 73,1 Mio. Euro (EBITDA-Marge: 14,8 Prozent; H1 2015: 21,3 Mio. Euro, 5,0 Prozent). Das Konzernergebnis belief sich auf 19,4 Mio. Euro (H1 2015: –21,4 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag somit bei 0,56 Euro (H1 2015: –0,62 Euro).

Der Brutto-Cashflow verbesserte sich im Berichtszeitraum deutlich auf 60,9 Mio. Euro (H1 2015: –5,1 Mio. Euro). Die Nettoliquidität stieg auf 294,1 Mio. Euro (31.12.2015: 285,6 Mio. Euro). Mit einer Eigenkapitalquote von 49,2 Prozent (31.12.2015: 49,1 Prozent) verfügt SMA über eine komfortable Eigenkapitalausstattung und weist weiterhin eine solide Bilanzstruktur auf.

Vor dem Hintergrund des weiterhin hohen Auftragsbestands von 644 Mio. Euro und eines erwarteten stärkeren Geschäfts im zweiten Halbjahr bestätigt der SMA Vorstand die am 29. Januar 2016 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016. Sie sieht bei einem Umsatz von 950 Mio. Euro bis 1.050 Mio. Euro eine im Vergleich zum Vorjahr deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) auf 80 Mio. Euro bis 120 Mio. Euro vor. Der Vorstand weist darauf hin, dass aufgrund der zu beobachtenden Preisentwicklung in der Solarbranche das obere Ende der Ergebnisprognose ambitioniert ist.

Der Vorstand erwartet für 2017 einen gegenüber dem laufenden Jahr sich weiter verstärkenden Preisdruck und kündigt vor diesem Hintergrund die Schließung der Produktionsstandorte in Denver, USA, sowie in Kapstadt, Südafrika an. Ziel ist es, die Kostenstruktur durch die Konsolidierung der globalen Infrastruktur nachhaltig zu verbessern. Der Vorstand plant darüber hinaus gezielte Investitionen in die Technologieentwicklung und kündigt weitere Produktinnovationen zur Stärkung der Marktpositionierung an. Die sich aus den Restrukturierungsmaßnahmen und den Produktneuheiten ergebenen Effekte werden laut Vorstand voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate ergebniswirksam.

„Der Preisdruck in der Solarbranche hat sich in den letzten Wochen unerwartet stark beschleunigt. Wir haben deshalb umgehend Maßnahmen eingeleitet, um unsere Gewinnschwelle noch weiter zu senken. Die Schließung unserer Produktionsstandorte in Denver und Kapstadt ist uns ausgesprochen schwer gefallen. Dieser Schritt ist jedoch unvermeidbar, um dem anhaltenden Preisdruck nachhaltig zu begegnen und die bestehenden Produktionskapazitäten in China und Deutschland zukünftig besser auszulasten. Der amerikanische Markt ist für uns weiterhin von hoher Bedeutung. Wir werden auch künftig am kalifornischen Standort in Rocklin mit Vertrieb und Service präsent sein und unsere führende Position im amerikanischen Markt weiter stärken. Darüber hinaus planen wir, unsere einzigartige Positionierung mit innovativen Lösungen weiter auszubauen. So wird SMA beispielsweise eine kompakte Systemlösung mit integriertem Energiemanagement für das stark wachsende Marktsegment Commercial auf der Solar Power Messe in Las Vegas im September 2016 der Öffentlichkeit vorstellen“, sagt SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Die mittelfristigen Perspektiven der Solarbranche seien für die erfolgreich aus der Konsolidierungsphase hervorgehenden Unternehmen gut. „Schließlich wird der von PV-Anlagen erzeugte Solarstrom noch vor Ende des Jahrzehnts auf einem vergleichbaren Kostenniveau wie von On-Shore-Windkraftanlagen liegen. Damit entstehen völlig neue Wachstumsperspektiven für hochflexible Unternehmen wie SMA“, so Urbon.

Der Halbjahresfinanzbericht Januar bis Juni 2016 steht auf der Internetseite www.SMA.de/IR/Finanzberichte zum Abruf bereit. (red)



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