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IHK: Integrationsbereitschaft in den Unternehmen ist groß

Haben ein Netzwerk aufgebaut: IHK-Flüchtlingskoordinator Enrico Gaede und Dr. Roswitha Wöllenstein, Leiterin des Teams Fachkräfte. Foto: IHKNordhessen. Die zügige und erfolgreiche Eingliederung von Flüchtlingen in die Gesellschaft hat im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg einen hohen Stellenwert. Seit Beginn des Jahres hat der eigens berufene Flüchtlingskoordinator Enrico Gaede die Aufgabe, ein tragfähiges Netzwerk für die Integration der Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung aufzubauen. Strategisch unterstützt wird er dabei von der Leiterin des Teams Fachkräfte, Dr. Roswitha Wöllenstein, und aktiv vor Ort von seinen Kollegen im Team der Bildungsberater.

Seit Aufnahme der Arbeit ist es in zahlreichen Gesprächen gelungen, das Netzwerk von Akteuren aufzubauen, die sich um die Integration der geflüchteten Menschen über Arbeit und Ausbildung kümmern. Darüber hinaus konnten mittels einer Befragungsaktion 256 bereits engagierte Betriebe identifiziert werden, die Praktika, Ausbildungsplätze oder Beschäftigung anbieten. „Wir sind auf eine sehr positive Reaktion der Betriebe gestoßen, die uns selbst überrascht hat“, sagt Enrico Gaede. „Dazu kam eine Reihe von Unternehmen, die wir bei der Organisation eigener Projekte für Flüchtlinge unterstützen und beraten konnten.“

Roswitha Wöllenstein ergänzt: „Natürlich war und ist der Informationsbedarf auf allen Seiten immens. Aus diesem Grund haben wir unsere Kooperation im Netzwerk und mit den Betrieben darauf ausgelegt, kontinuierlich in überschaubaren Schritten zu arbeiten.“

Hilfreich, darin sind sich die beiden IHK-Experten einig, war dabei auch die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Gremien der IHK. In vielen Ausschüssen trugen die Berater sowohl ihr Anliegen als auch ihre Informationen vor und gewannen eine Vielzahl weiterer Unterstützer der mitunter komplizierten und langwierigen Informations- und Kooperationsarbeit.

Wichtig waren hier insbesondere die Rückmeldungen erfahrener Praktiker aus den Betrieben, die geholfen haben, Problemfelder zu identifizieren, und gangbare Wege aufgezeigt haben. Gerade kleinere Unternehmen sind bei der Beschäftigung von Flüchtlingen sehr engagiert und geben überwiegend ein positives Feedback. Sehr schnell wurden jedoch die noch fehlenden Sprachkenntnisse und die schwer übersehbaren bürokratischen Strukturen als Hauptprobleme benannt. Hier entstanden automatisch zwei Schwerpunkte der Netzwerkarbeit.

Vor diesem Hintergrund erschien es sinnvoll, die Flüchtlingsthematik in die IHK-Initiative zur Verbesserung der Ausbildungsreife und Vertiefung der Berufsorientierung zu integrieren. Möglichst frühzeitig mit der Integration zu beginnen, bestätigte sich rasch als wichtiger strategischer Schritt, dem weitere folgen werden. So fördert der Regionalausschuss Region Kassel ab Herbst ein kleines Pilotprojekt an beruflichen Schulen: die sogenannten INTEA-Klassen.

Im Zentrum der Projektarbeit steht die betriebliche Praxis. Die Unternehmen, die den Menschen Perspektiven durch Praktika, Ausbildung oder Beschäftigung geben, sollen dabei unterstützt werden. Bereits im Februar fand eine große Auftaktveranstaltung statt, bei der Unternehmen und Integrationsmanager über ihre Erfahrungen berichteten.

Mit einer Seminarreihe und einem Erfahrungsaustausch wird diese Arbeit im Herbst dieses Jahres fortgesetzt. Den Auftakt macht ein interkulturelles Training. Weitere Angebote, die den in der Praxis auftretenden Fragestellungen gerecht werden sollen, werden nach und nach folgen.

Die persönlichen Gespräche der Unternehmer mit IHK-Beratern flankiert die Kammer mit einem kostenlosen Informationspakt auf der IHK-Website, dass unter www.ihk-kassel.de im Bereich „Aus- und Weiterbildung“ unter „Weblinks“ und „Flüchtlinge – Helfen, beraten, informieren“ bereitsteht. Im Bereich „Downloads“ finden Unternehmer außerdem einen PDF-Meldebogen, mit dem sie ihre Praktikums- und Ausbildungsangebote einreichen können.

Bei Fragen zur Beschäftigung von Flüchtlingen wenden sich Unternehmer an: Enrico Gaede (IHK-Bildungsberater), Tel. 0561 7891-388, E-Mail: gaede@kassel.ihk.de



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