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Junge Union: Doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen

Der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Nordhessen, Dominik Leyh. Foto: nh

Der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Nordhessen, Dominik Leyh. Foto: nh

Schwalm-Eder. Die Junge Union Nordhessen hat das Ergebnis des Referendums in der Türkei mit tiefer Besorgnis aufgefasst. Während man das Ergebnis an sich wohl oder übel akzeptieren müsse, stehe fest, dass die Einführung einer Diktatur in der Türkei unter dem Deckmantel einer Verfassungsreform Konsequenzen haben muss. „Die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei müssen sofort abgebrochen und etwaige Hilfszahlungen an die Türkei eingestellt werden. Ferner sollte man endlich darüber nachdenken, die deutschen Soldaten aus Incirlik heimzuholen. Die EU im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen sollten hier einen harten Strich ziehen und nicht den Anschein erwecken, diese Entwicklung und den Despoten vom Bosporus zu tolerieren“, so der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Nordhessen, Dominik Leyh.

Schockierend sei die Tatsache, dass Erdogan in allen 13 deutschen Städten, in denen türkische Staatsbürger ihre Stimme abgeben konnten, gewonnen, wohingegen er in Istanbul und anderen türkischen Großstädten verloren hat. Leyh dazu: „Dass Menschen, die teilweise sehr lange hier leben oder hier in Deutschland geboren wurden, die also Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie aus ihrer Lebenswirklichkeit kennen, eben jenen Werten in der Türkei eine derartige Abfuhr erteilen, kommt einem Freilandhuhn gleich, welches seine Stimme dafür abgibt, auf dem Nachbarhof die Käfighaltung einzuführen.“

„Hierbei sind zwingend Konsequenzen zu ziehen: Die doppelte Staatsbürgerschaft gehört abgeschafft! Die JU Nordhessen ist der Überzeugung, dass jeder Mensch zur gleichen Zeit nie mehr als eine Staatsbürgerschaft inne haben kann“, heißt es. Die Staatsbürgerschaft umfasse die Rechte und Pflichten eines jeden Staatsbürgers und sei das Ziel eines gelungenen Integrationsprozesses. Die JU Nordhessen erhoffe sich ein klares Signal der Union und der Bundesregierung bei diesem Thema.

„Als weitere Konsequenz sollte man auf der Ebene der Schulen die Zusammenarbeit mit DiTiB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.), die unmittelbar dem türkischen Präsidenten Erdogan unterstellt ist, sofort beenden, damit der verlängerte Arm der AKP nicht auch noch bis in unsere Klassenzimmer reicht“, fordert Leyh abschließend. (red)



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