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Bronze für Harry Geier bei der Senioren-EM in Aarhus

Harry Geier sicherte sich die Bronzemedaille über 400 m in der M80. Foto: nh

Harry Geier sicherte sich die Bronzemedaille über 400 m in der M80. Foto: nh

Aarhus/Melsungen. Für die 20. Senioren-Europameisterschaften, die vom 27. Juli bis 6. August in Aarhus (Dänemark) stattfinden, haben mehr als 4000 Teilnehmer aus vierzig Ländern ihre Meldungen abgegeben. Als einziger Wettkämpfer der MT 1861 Melsungen startet Harry Geier über 200 und 400 Meter. Für den 81-Jährigen sind diese Europameisterschaften kein Neuland. Sechsmal nahm der Melsunger Uhrmachermeister daran teil und zweimal kehrte er erfolgreich mit dem Titel eines Europameisters über 400 Meter nach Melsungen zurück. 2006 gewann nicht nur den Einzeltitel über 400 Meter in der M70, sondern verhalf auch dem deutschen Quartett über 4x400m-Staffel zum Sieg. Mit seinem großartigen Staffelrennen legte er vor elf Jahren den Grundstein für einen neuen Weltrekord.

Nachdem sich Geier am 1. Juli bei den deutschen Meisterschaften in Zittau erwartungsgemäß mit 81,21 Sekunden durchgesetzt hatte, konnte er danach aus gesundheitlichen Gründen kein gezieltes Training mehr durchführen. Sein linkes Knie schmerzte derart, dass er mehr Zeit im Wartezimmer des Orthopäden, als auf der Laufbahn im Melsunger Waldstadion verbrachte. War zunächst in Aarhus eine 400m-Zeit unter 79 Sekunden in der Planung, musste man nach dem Trainingsdefizit – Geier konnte in den letzten vier Wochen nur noch dreimal trainieren – mindestens eine Sekunde pro 100 Meter für die Stadionrunde abziehen.

Dennoch reiste der Melsunger Juwelier mit seiner Frau Inge voller Optimismus in die zweitgrößte Stadt Dänemarks. „Ich möchte auf jeden Fall über 400 Meter eine Medaille holen und mich für die DLV-Auswahl über 4×400 Meter qualifizieren, die am Schlusstag um den Titel läuft. Vielleicht habe ich sogar eine Chance, dass ich auch für die 4x100m-Staffel nominiert werde. Dafür müsste ich mich aber auch noch für den 200m-Endlauf qualifizieren“, sagte Geier vor der Abfahrt nach Dänemark.

Sein erstes Ziel machte er gestern wahr, denn am Abend des 2. August stand er im 400m-Finale der M80. Leider wurde Harry Geier für die Außenbahn ausgelost und hatte dadurch die Konkurrenz im Nacken. Der Norweger Kjell Odd Steinset, ein Jahr jünger als der Melsunger Vorzeige-Athlet, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und siegte in 76,90 Sekunden. Harry Geier, der das Rennen zu schnell anlief, kam als Erster aus der letzten Kurve. Aber auf den letzten 100 Metern fehlte ihm Kraft und Tempohärte, sodass Günter Linke, der zweite Deutsche in diesem Finale im Endspurt an Harry Geier vorbeilaufen konnte. Mit 79,13 Sekunden holte er sich die Silbermedaille. Geier wehrte mit letzter Kraft den Angriff des Belgiers Louis Wouters (83:42) ab und sicherte sich nach 81,30 die Bronzemedaille. Sören Sogaard aus Dänemark belegte Rang fünf, weil der Brite Tony Bowman ebenfalls ein Opfer seines zu schnellen Anfangstempo wurde und sein Rennen dadurch nicht beenden konnte. „Mit dem 3. Platz habe ich mich für die Nationalstaffel qualifiziert und hoffe, dass wir am Sonntag die Goldmedaille vor der Konkurrenz aus Groß-Britannien holen. Außerdem lief ich vom Jahrgang 1935 die schnellste Zeit, denn der Sieger Steinset und Günter Linke sind beide ein Jahr jünger als ich“, sagte Harry und freute sich über eine weitere Plakette in seiner Medaillensammlung bei einer EM.

Am Donnerstagmittag musste er erneut zeigen, was er zurzeit zu leisten im Stande ist. Im ersten von zwei 200m-Vorläufen wollte er sich für das einen Tag später stattfindende Finale qualifizieren und sich somit für die 4x100m-Staffel empfehlen.

Bei strömenden Regen legte er auf der mit Wasser übersähten Bahn die 200 Meter in 35,32 Sekunden zurück und qualifzierte sich als Dritter hinter dem Briten Alan Carter (35,05) und Horst Hufnagel (Hamburg, 35,08) für das 200m-Finale. Im zweiten Vorlauf setzte sich Hans-Joachim Lange mit 34,40 Sekunden vor dem Norweger Jostein Haraldseid (35,92) und Günter Linke (36,84) durch. Bei den deutschen Meisterschaften in Zittau lag Harry Geier als Zweiter mit 33,76 noch klar vor Horst Hufnagel (34,34) und hofft im Finale auf Bahn sechs laufend auf einen ähnlichen Erfolg. Außerdem wurde er für die Sprintstaffel über 4×100 Meter nominiert, die am Samstagabend in Aarhus um eine Medaille läuft. (ajw)



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