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Herbstsynode: „Über Gemeindegrenzen hinweg denken“

Kirchenkreisamtsleiter Gerhard Schmitt nahm in dieser Funktion ein letztes Mal an der Kreissynode Ziegenhain teil. Dekan Christian Wachter dankte ihm für sein Engagement. Foto: nh

Kirchenkreisamtsleiter Gerhard Schmitt nahm in dieser Funktion ein letztes Mal an der Kreissynode Ziegenhain teil. Dekan Christian Wachter dankte ihm für sein Engagement. Foto: nh

Frielendorf. Die Kreissynode des Kirchenkreises Ziegenhain tagte im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Frielendorf. Bürgermeister Thorsten Vaupel forderte in seinem Grußwort dazu auf, auf Menschen zuzugehen und mehr Mitmenschlichkeit in die Gesellschaft hinein zu tragen. Präses Andreas von Hubatius sagte zur Eröffnung: „Wir müssen was tun, damit so etwas wie bei der Bundestagswahl nicht nochmal passiert.“

Zu Beginn seines Berichtes stellte Dekan Christian Wachter die hölzernen Großskulpturen der Kunstaktion „Einschlag“ vom Frühjahr in Frielendorf-Spieskappel vor. Alle Kunstwerke seien jetzt aufgestellt: „Ein wunderbarer Wanderweg zum Thema Katechismus ist nun entstanden.“ Dieser verbinde Spieskappel, Niedergrenzebach, Trutzhain, Loshausen, Ziegenhain und Treysa. Er wies auf den aktuellen Beschluss des Regierungspräsidiums hin, Schwalmstadt den Titel der „Konfirmationsstadt“ zuzuerkennen.

Dekan Wachter stellte Überlegungen zur Umsetzung der Kirchenkreisfusion im Schwalm-Eder-Kreis vor und zur Diskussion. „Die Fusion wird von vielen Synodalen als verordnet empfunden. Das ist eine Schwierigkeit“, sagte Wachter. Vieles müsse noch geklärt werden, beispielsweise auch, wie viele Gemeinden von einem Dekanat betreut werden sollten. Der Dekan stellte den Vorschlag des Kirchenkreisvorstandes zur Bildung von sogenannten Kooperationsräumen der Gemeinden vor. Gemeinsame Gottesdienste und die gegenseitige Vertretung würden damit geregelt. Darüber hinaus könnten die Gemeinden in den Kooperationsräumen aber ihre Arbeit frei aufeinander abstimmen. Ein mindestens einmal jährlich tagender Kooperationsausschuss sei zu bilden, jeweils vier bis sieben Pfarrstellen und ihre Gemeinden würden dadurch zusammengefasst. Präses von Hubatius ergänzte: „Wir können Gemeindearbeit langfristig gar nicht mehr nur bezogen auf eine Gemeinde denken. Deshalb finde ich es gut, dass wir über bestehende Gemeindegrenzen hinweg denken.“

Außerdem informierte der Dekan, dass die Landeskirche demnächst die Finanzierung zum Erhalt der Kirchengebäude durch Schwerpunktsetzungen neu regle. In jedem Kirchenkreis sei die gleiche Anzahl besonderer Förderungen vorgesehen. So würde nach dem bisherigen Entwurf der Kirchenkreis Ziegenhain drei „überregionale“ Kirchen, 25 „regionale“ und 46 „lokale“ Kirchen erhalten. Dazu seien umfangreiche Vorarbeiten im Kirchenkreis nötig, ab 2020 werde auch die Pfarrstellenplanung von den Kirchenkreisen übernommen. Für den Kirchenkreis stehe mit dem Jahreswechsel eine weitere wichtige Veränderung im Kirchenkreisamt an, so der Dekan. Mit Gerhard Schmitt gehe der langjährige Leiter in Ruhestand und der bisherige Stellvertreter Karl-Heinz Klar werde zum Jahreswechsel zum neuen Leiter des Kirchenkreisamtes ernannt. Dekan Wachter dankte dem scheidenden Kirchenkreisamtsleiter für seinen Dienst.

Pfarrer Gerrit Auel aus Niedergrenzbach erläuterte die zum Reformationstag geplante Aktion der „95 Glocken“. Ein Glockenreigen werde ganztätig (von 9-17 Uhr) im Kirchenkreis zu hören sein. (red)

 



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