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Lemke auf dem Weg nach Kroatien

MT-Abwehrchef für EM nachnominiert

Finn Lemke wurde für die laufende Europameisterschaft in Kroatien nachnominiert. Foto: Sascha Klahn

Finn Lemke wurde für die laufende Europameisterschaft in Kroatien nachnominiert. Foto: Sascha Klahn

Melsungen. Am Montag war Finn Lemke mit der MT Melsungen ins Trainingslager nach Fuerteventura aufgebrochen, am Dienstagvormittag reiste er schon wieder ab. Der Grund: Ein Anruf aus Kroatien – der Abwehrchef der MT wird bei der Handball-Europameisterschaft nun doch gebraucht. Das gab der Deutsche Handballbund (DHB) am Dienstagvormittag auf der routinemäßig stattfindenden Pressekonferenz in Zagreb bekannt.

Die Deutsche Mannschaft hatte bei der Europameisterschaft am Samstag einen Traumstart erwischt. Mit 32:19 wurde Montenegro förmlich deklassiert. Das zweite Vorrundenspiel am Montag gegen Slowenien geriet hingegen zum Krimi, in dem die Bad Boys erst durch einen von MT-Rechtsaussen Tobias Reichmann nach dem Schlusspfiff verwandelten Strafwurf ein glückliches 25:25-Remis erreichten. Vorausgegangen war eine minutenlange Unterbrechung, weil die Schiedsrichter die strittige Szene per Videoanalyse bewerteten. Auf jeden Fall steht Deutschland nun bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen Mazedonien (Mi., 18 Uhr, live in der ARD) in der Hauptrunde.

In dem Match gegen Slowenien, in dem die DHB-Auswahl schnell in einen Rückstand geriet, der auf bis zu sechs Tore anschwoll, nahm Bundestrainer Christian Prokop bereits in der ersten Halbzeit zahlreiche Umbesetzungen auf den zentralen Abwehrpositionen vor, ohne jedoch die erhoffte Stabilisierung zu erreichen. Gut möglich also, dass diese Situationen dazu geführt haben, dass MT-Abwehrchef Finn Lemke nun nachnominiert wurde.

Der Europameister von 2016 war nach den beiden letzten Testspielen Anfang Januar gegen Island ohne Vorahnung aus dem 16er Aufgebot des DHB gestrichen worden, sollte sich aber für alle Fälle bereit halten. Aus dem erweiterten Kader können im Laufe des Turniers bis zu sechs Spieler nachgeholt werden. “Schon damals hatte Lemke, obwohl zunächst reichlich enttäuscht, gesagt: “Wenn ich gebraucht werde und der Mannschaft helfen kann, bin ich immer bereit”.

Lemke soll den Leipziger Bastian Roschek ersetzen und schon am morgigen Mittwoch gegen Mazedonien auflaufen. “Ich möchte der Abwehr noch mal mehr Körperlichkeit geben“, begründete der 39-jährige Prokop die Nominierung des 2,10 Meter großen Defensivspezialisten.

Nun ist es also soweit: Der Hüne, der in 2016 maßgeblichen Anteil am Gewinn von EM-Gold hatte, steht wieder im Deutschen Team. Womit auch das Melsunger EM-Trio, zu dem noch Julius Kühn und Tobias Reichmann gehören, wieder vereint wäre. (Bernd Kaiser)



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