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Linus Schopf verbessert 800-Meter-Kreisrekord

Der 10-jährige Linus Schopf verbesserte den Kreisrekord über 800 Meter auf 2.44,2 Minuten. Foto: nh

Der 10-jährige Linus Schopf verbesserte den Kreisrekord über 800 Meter auf 2.44,2 Minuten. Foto: nh

Allendorf/Eder/Melsungen. Das 30. Pfingstsportfest der LG Eder mit fast 200 Athleten aus 29 Vereinen brachte trotz starker störender Winde auch für die Melsunger Leichtathleten ansprechende Ergebnisse. Die Höhepunkte aus Melsunger Sicht waren die Verbesserung des 800 Meter-Kreisrekordes in der M10 durch Linus Schopf und die drei neuen Stadionrekorde im Kugelstoßen und Diskuswerfen von Luis André. Im Kinder-Leichtathletik-Dreikampf, der aus dem Schlagballwurf, dem 50 Meter-Sprint und dem 800 Meter-Lauf bestand, demonstrierten Linus Schopf und Aaron Wicke (beide MT Melsungen) ihre Klasse und trumpften mit einem Doppelsieg im Dreikampf auf.

Bei diesem Mehrkampf, wo der Sieger einen Punkt bekam und die Nächstplatzierten jeweils einen Punkt mehr erhielten, setzte sich der 10-jährige Linus mit der Idealpunktzahl von drei Punkten souverän durch. Zehn Punkte dahinter freute sich Aaron Wicke über Platz zwei, den er sich mit allerdings mit dem Frankenberger Robin Daume teilen musste. Bereits beim Ballwurf erzielten die beiden Melsunger Schüler mit 34,00 und 30,50 Meter Bestleistungen und belegten zum Auftakt die Pätze eins und drei.

Einen Doppelsieg im Mehrkampf gab es durch Aaron Wicke und Linus Schopf. Foto: nh

Auch beim 50 Meter-Lauf lief Linus Schopf mit 8,3 Sekunden die schnellste Zeit und hatte nach zwei Wettbewerben lediglich zwei Punkte auf seinem Konto. Der noch 9-jährige Aaron Wicke stellte mit 8,6 Sekunden seine zweite Bestleistung auf und wurde dafür mit fünf Punkten belohnt. Vor dem 800 Meter-Lauf führte Linus (zwei Punkte) vor Robin Daume (Frankenberg, sechs Punkte) und Aaron Wicke (acht Punkte) das Feld der Mehrkämpfer an.

In der letzten Disziplin schien zunächst alles auf den Sieg von Moritz Klockmann hinauszulaufen, denn der Schüler aus Hessisch Lichtenau, der schon als Crossläufer einige Erfolge feiern konnte, legte die ersten 200 Meter wie die Feuerwehr los und sprengte das Feld sofort auseinander. Während die Verfolger wegen des großen Abstandes und des starken Windes schon fast resignierten, behielt Linus Schopf den Schüler aus Hessisch Lichtenau im Visier. Als sie das erste Mal auf die Zielgerade kamen und ihnen der Wind ins Gesicht blies, wurde der müde gewordene Moritz Klockmann von Linus Schopf überholt. Der locker und leichtfüßig laufenden Schüler aus Gensungen lief die erste Runde in 80 Sekunden und war auf Rekordkurs. Bei der Bahneröffnung in Eschwege hatte er Mitte April mit 2:48,75 Minuten den drei Jahre alten Kreisrekord von Kevin Plettenberg (Spangenberg, 2:46,88) nur um zwei Sekunden verfehlt. Obwohl der böige Wind sehr viel Kraft kostete, wurde Linus bei 600 Meter mit 2:01 Minuten notiert. Als er zum zweiten Mal auf die Ziellinie einbog, hatte er mehr als 70 Meter Vorsprung herausgelaufen. Unter dem Beifall der Zuschauer und den Anfeuerungsrufen seiner Eltern und der Melsunger Athleten lief er immer noch leichtfüßig und stellte mit 2:44,2 Minuten nicht nur einen neuen Stadionrekord auf, sondern verbesserte auch den anvisierten Kreisrekord um über zwei Sekunden.

Damit machte er sich zehn Tage nach seinem 10. Geburtstag selbst noch ein schönes Geschenk. Aaron Wicke, der in Eschwege diese Strecke in 2:58,89 Minuten gelaufen war, belegte hinter Moritz Klockmann (2:59,7) mit 3:02,5 Minuten den dritten Platz. Robin Daume, der nach 3:14 Minuten als Fünfter ins Ziel kam, wurde von Aaron Wicke in der Dreikampfwertung mit 11 Ranglistenpunkten noch eingeholt, so dass die beiden UW12-Schüler gemeinsam auf Rang zwei landeten.

Alwin J. Wagner, der Linus seit einem halben Jahr betreut, war voll des Lobes über den 10-Jährigen, der nur einmal in der Woche zum Training kommt, weil er auch in einem Fußballteam aktiv ist und dort ebenfalls zu den Besten gehört. „Linus hat heute alle drei Einzelwettbewerbe souverän gewonnen und dabei die Idealpunktzahl von drei erreicht. Aber besonders hat mir sein 800m-Lauf imponiert, wo er gegen die starken Windböen ankämpfen musste und auch ohne Konkurrenz mit 2:44 eine Superzeit lief. Im September wird er in Heiligenrode den Rekord unter 2:40 drücken, da bin ich mir sicher“, sagte Wagner.

Tabea Rehbein fühte im 800m-Lauf der U20 nach der ersten Runde noch deutlich, doch dann kam Lynn Olson und holte sich den Sieg. Foto: nh

Tabea Rehbein fühte im 800m-Lauf der U20 nach der ersten Runde noch deutlich, doch dann kam Lynn Olson und holte sich den Sieg. Foto: nh

Ansprechende Leistungen boten auch die vier weiteren Starter im MT-Trikot. Im 800 Meter-Lauf der U20 präsentierte sich Lynn Olson weiterhin in guter Verfassung. Die 17-Jährige, die am Pfingstsamstag in Baunatal über 800 Meter mit 2:26,90 Minuten eine starke Vorstellung bot, sollte in Allendorf nur einen Trainingslauf mit zwei gleichmäßigen 75er Runden laufen. Nach dem Startschuss übernahm Tabea Rehbein die Führung und legte wie die Feuerwehr los. Lynn Olson hielt sich an den vorgegebenen Plan und ließ die Jugendliche aus Hessisch Lichtenau laufen, die nach flotten 73,8 Sekunden mit deutlichem Vorsprung in die zweite Runde lief. Aber wie vermutet, musste sie ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen, so dass sich Lynn Olson an diesem Pfingstwochenende ihren zweiten 800 Meter-Sieg mit 2:28,05 Minuten holen konnte und für die nächsten Aufgaben gerüstet zu sein scheint. Tabea Rehbein belegte als Zweite mit 2:34,27 Minuten den zweiten Platz in diesem Rennen.

In den Sprintwettbewerben über 100 und 200 Meter konnte sich Marvin Knaust wieder gut in Szene setzen und verbesserte trotz Gegenwindes seine 100 Meter-Bestzeit auf 12,11 Sekunden. Damit belegte der 17-Jährige nur 0,04 Sekunden hinter Patrick Löwe (Frankenberg, 12,08) den zweiten Platz. Noch stärker blies ihm der Wind beim 200m-Lauf ins Gesicht. Aber das schien im nichts auszumachen; er kämpfte auf der Zielgeraden wie ein Löwe und wehrte die Angriffe seiner Konkurrenten souverän ab. Dafür wurde er als Sieger bei einem Gegenwind von 1,8 m/sec mit 24,23 Sekunden belohnt. Seine erst zwei Tage alte Bestzeit von 20,16, die er in Baunatal bei Windstille lief, verpasste er nur 0,08 Sekunden. Man darf auf seine 400m-Zeit bei den Landesmeisterschaften in Darmstadt gespannt sein. „Ich rechne mit einer 53,50 minus X“ sagte Alwin Wagner, der seinen Schützling am Sonntag im Auestadion bei den nordhessischen Meisterschaften testet wird.

Weniger spannend, vielmehr vorhersehbar, war es im Kugelstoßen und Diskuswerfen der M13, wo Luis André mit zwei neuen Stadionrekorden aufwartete. Nachdem er im Vorjahr die Rekorde der M12 in beiden Wettbewerben auf 11,28 beziehungsweise 35,28 Meter pulverisiert hatte, nahm er bei seinem diesjährigen Auftritt die 18 Jahre alten Bestleistungen der M13 ins Visier. Allerdings machte der ungünstige Ostwind diese Aufgabe im Diskuswerfen nicht einfach. Der starke Wind, der von der linken Seite oder auch manchmal als Rückwind kam, drückte die Scheibe recht früh nach unten. Erst im letzten Durchgang erzielte er mit 46,32 Meter eine ansprechende Weite. Damit verbesserte er den Stadionrekord um fast einen halben Meter. Im Kugelstoßen untermauerte der 13-Jährige seine derzeit gute Form mit einer weiteren Serie von 14m-Stößen, wobei sein bester Versuch mit 14,76 Meter notiert wurde. Luis André lag mit dieser Leistung über einem Meter über den 18 Jahre alten Stadionrekord.

Mit drei neuen Stadionrekorden beeindruckte der 13-jährige Luis André. Foto: nh

Mit drei neuen Stadionrekorden beeindruckte der 13-jährige Luis André. Foto: nh

Um etwas mehr Wettkampfdruck zu bekommen, startete er auch in der MU16 gegen die ein und zwei Jahre ältere Konkurrenz. Dafür musste das Melsunger Ausnahmetalent mit der 4kg-Kugel stoßen und dem 1,0kg-Diskus werfen. Aber auch diese Altersklasse dominierte er nach Belieben und stellte mit 13,18 Meter seinen dritten Stadionrekord an diesem Nachmittag auf, den er im nächsten Jahr über 14 Meter verbessern möchte.

Auch im Diskuswerfen der M14 stand sein Sieg schon nach dem zweiten Durchgang fest. Mit 41,12 Meter übernahm er in der aktuellen Landesbestenliste der M14 vor Benedict Michel (Friedberg, 40,13 Meter) und Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim, 39,92 Meter) die Führung.

Zu Beginn der Veranstaltung überraschte der 58-jährige Reiner Hilgenberg mit seiner Kugelstoßweite von 11,41 Meter, wobei er erneut über der Qualifikationsnorm (11,20 Meter) für die deutschen Seniorenmeisterschaften in Mönchengladbach blieb. In diesem Wettbewerb verbesserte Lokalmatador Robert Ingenbleek den Landesrekord der M55 auf 14,75 Meter. Im Diskuswerfen gefiel Hilgenberg mit 34,20 Meter und blieb nur 80 Zentimeter unter der Norm für die DLV-Seniorenmeisterschaften. (ajw)



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