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Forum Asyl besucht Nähwerkstatt

Produkte aus der „Nähwerkstatt“ von Arbeit und Bildung e.V. Schwalm, genäht von einheimischen und Flüchtlingsfrauen. Foto: Arbeit und Bildung e.V.

Produkte aus der „Nähwerkstatt“ von Arbeit und Bildung e.V. Schwalm, genäht von einheimischen und Flüchtlingsfrauen. Foto: Arbeit und Bildung e.V.

Schwalmstadt. Im Schwalm-Eder-Kreis wird Vernetzung groß geschrieben und alle Akteure im Bereich der Flüchtlingsarbeit kooperieren in unterschiedlichen Gremien und Zusammenkünften. So hat am vergangenen Mittwoch, 6. Juni 2018, das Forum Asyl die Nähwerkstatt von Arbeit und Bildung e.V. besucht, in der gezielt auch Flüchtlingsfrauen als Teilnehmerinnen ihren Platz finden. Das Forum Asyl ist ein Zusammenschluss verschiedener Arbeitskreise, Initiativen und Menschen im Ehrenamt, die sich den Aufbau und die Koordination der Ehrenamtsstruktur zur Unterstützung und Begleitung von Flüchtlingen zur Aufgabe gemacht haben. Grund des Besuches war das Kennenlernen des Projektes und die Besichtigung vor Ort mit dem Ziel, das Angebot für Flüchtlinge näher kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen.

„Die geflüchteten Frauen liegen uns vor allem am Herzen, sie spielen bei der Integration der Familien in unsere Gesellschaft eine ganz besonders wichtige Rolle. Mit der Nähwerkstatt schaffen wir einen Raum, in dem einheimische und geflüchtete Frauen nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten als Schritt ins Berufsleben erweitern. Wir schaffen auch einen Ort der Begegnung“, so die Außenstellenleiterin von Arbeit und Bildung Kordula Weber.

Seit Beginn des Jahres gibt es im zweiten Durchlauf das Projekt „Nähwerkstatt“ bei Arbeit und Bildung e.V. in Schwalmstadt. Auftraggeber für diese gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten ist das Jobcenter Schwalm-Eder.

Von Montag bis Donnerstag finden sich die Frauen in der Nähwerkstatt am Hartbergring ein um grundlegende Kompetenzen im Schneiderhandwerk zu erlernen und in einem niedrigschwelligen Angebot am Arbeitsleben teilhaben zu können. Unter fachlicher Anleitung einer Schneiderein entwickeln die Teilnehmerinnen gemeinsame Ideen für das upcycling gebrauchter Kleidung und die Herstellung von Gebrauchs- und Dekorationsgegenständen. Die Gruppe von Frauen, die aus geflüchteten und einheimischen Frauen besteht, ist inzwischen fühlbar zusammengewachsen. Die Flüchtlingsfrauen lernen dabei nicht nur die Sprache, sondern auch die Mentalität der Menschen und die Rolle der Frau in der deutschen Gesellschaft näher kennen. Die einheimischen Frauen öffnen sich und bekommen Einblicke in den Alltag der Frauen aus den anderen Kulturen.

Ende Januar erblühte die Werkstatt in Stoffblüten, welche die Frauen in liebevoller Kleinarbeit mit Nadel und Faden herstellten. Zur Osterzeit wurde es „tierisch“ am Harthbergring. Die Hühner waren los. Ob Schwarz Weiß auf Birkenrinde hockend oder bunt gepunktet zum Aufhängen. Ende April mussten dann die Kaffeetrinker mithelfen. Leere Kaffeetüten waren das neue Material der Wahl. Daraus fertigen aktuell die Frauen Blumentöpfe mit verschiedenen Übertöpfen aus Stoff genäht. Fester Bestandteil ist die Herstellung neuer Kleidungstücke aus gebrauchten Textilien. Die
Produkte werden gespendet an Bedürftige, an die Tafeln des Schwalm-Eder-Kreises, an gemeinnützige Einrichtungen.

„Die Nähwerkstatt ist ein Projekt, bei dem man sieht, dass mit Herzblut gearbeitet wird. Wir freuen uns, dass es dieses Angebot für die Frauen im Schwalm-Eder-Kreis gibt, in dem auch Flüchtlingsfrauen in Kontakt mit der Arbeitswelt kommen“, so die WIR-Koordinatorin des Schwalm-Eder-Kreises Adriana Reitz.Für die Zukunft sind noch viele weitere kleine Schmuckstücke von der Anleiterin Monika Block und dem kreativen Team am Harthbergring geplant.

Kontakt: Arbeit und Bildung e. V., Harthbergring 76, 34613 Schwalmstadt-Treysa, Telefon (06691) 927298, Monika Block, block@arbeit-und-bildung.de. (red)



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