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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Die Stadthalle wird zum Kinosaal

Damals auf dem Lande, eine Familienszene aus »Der Junge muss mal an die frische Luft«. Foto: nh
Damals auf dem Lande, eine Familienszene aus »Der Junge muss mal an die frische Luft«. Foto: nh

Melsungen. Der nächste Bestseller von Hape Kerkeling kommt am 14. Februar ins Kino der Stadthalle. Ab 19.30 Uhr heißt es: »Der Junge muss an die frische Luft«. Für die jüngere Generation hat »Der kleine Drache Kokosnuss« ab 16.00 Uhr seinen Leinwandauftritt.

DER KLEINE DRACHE KOKOSNUSS – AUF IN DEN DSCHUNGEL

2014 lief »Der kleine Drache Kokosnuss – Feuerfeste Freunde« nach der viel verkauften Kinderbuchreihe von Ingo Siegner erfolgreich im Kino. Jetzt folgt die Fortsetzung »Auf in den Dschungel!«. Es geht um Freundschaftspflege, Vertrauen und Teamwork. Darüber hinaus plädiert der Kinderfilm dafür, dem Fremden unvoreingenommen zu begegnen. Damit gelingt ein unverkrampfter Brückenschlag zwischen Unterhaltung und Bildungsanspruch.

Der Feuerdrache Kokosnuss, sein Fressdrachenfreund Oskar und das Stachelschwein Matilda sind guter Dinge, als sie per Schaufelraddampfer zu einem Feriencamp auf den Dschungelinseln aufbrechen. Bei der Ankunft treffen die Ausflügler die blauen Wasserdrachen, die eine fremde Sprache sprechen und abweisend wirken. Als der Dampfer nach dem frostigen Erstkontakt kentert, brechen die Drachen zu Fuß zum Lager auf. Kokosnuss und Oskar bleiben auf der Suche nach der verschwundenen Matilda zurück – und begegnen einem Wasserdrachenkind und fleischfressenden Pflanzen.

Die Stärke des Abenteuers liegt im Erzählerischen. Ohne allzu didaktisch daher zu kommen, stellt der Plot die Freundschaft zwischen verschiedenen Kulturen in den Mittelpunkt. Auch wegen der Sprachbarriere wirken die Wasserdrachen anfangs bedrohlich. Doch bald wird klar, dass die unterschiedlichen Drachenvölker gut miteinander auskommen und sich mit ihren speziellen Fähigkeiten ergänzen. (Christian Horn)

Deutschland 2018, Regie: Tony Power, nach der Kinderbuchreihe von Ingo Siegner, Sprecher/innen: Max von der Groeben, Carolin Kebekus, Dustin Semmelrogge, 80 Min., ab 0 Jahre.

Beginn: 16.00 Uhr
Eintritt: 5,00 € – Karten nur an der Tageskasse

Kindgerecht freundliches Animatinoskino mit Migrations-Botschaft: »Der kleine Drache Kokosnuss«. Bild: nh
Kindgerecht freundliches Animatinoskino mit Migrations-Botschaft: »Der kleine Drache Kokosnuss«. Bild: nh

DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT

Recklinghausen 1972: Der neunjährige Hans-Peter (Julius Weckauf) bringt die Menschen um sich herum zum Lachen, indem er die Marotten der Erwachsenen parodiert. So unterhält der aufgeweckte Junge seine Mutter Margret (Luise Heyer), Vater Heinz (Sönke Möhring), Oma Änne (Hedi Kriegesgott) und die übrige Verwandtschaft, wenn die Familie an Karneval oder zur Kommunionsfeier zusammenkommt. Zwei besondere Bezugspersonen sind die Großeltern mütterlicherseits (Maren Kroymann, Joachim Król), die in der Wohnung gegenüber leben. Als Hans-Peters Mutter in eine Depression rutscht, will der Junge ihre Traurigkeit mit Humor auffangen.

In ihrer Adaption des autobiographischen Kerkeling-Buchs verortet Caroline Link die frühe Inspiration des späteren Berufsentertainers im Familienumfeld. Einerseits birgt die weitläufige Verwandtschaft – wie wohl jede Familie – reichlich parodistisches Potential, andererseits dient sie dem Jungen als bunt durchmischtes Testpublikum und moralische Stütze. „Du wirst berühmt,“ sagt die Großmutter.

Dass Hans-Peter einen ganz eigenen Blickwinkel auf die Welt hat, macht schon seine Fastnachtsverkleidung als Prinzessin deutlich, die bei Gleichaltrigen auf Unverständnis stößt (hier liegen also die Wurzeln zum Kultauftritt als Königin Beatrix). Als der stämmige Hans-Peter einmal arg unbeholfen auf ein Pferd klettert, erklärt er in einem Voice Over das Prinzip seiner Komik: Man müsse sich entscheiden, ob man unfreiwillig komisch sein oder die eigene Peinlichkeit bewusst einsetzen will. Der Junge entscheidet sich für die zweite Option. (Christian Horn)

Deutschland 2018, Regie: Caroline Link, Drehbuch: Ruth Toma nach dem autobiographischen Buch von Hape Kerkeling, Darsteller/innen: Julius Weckauf, Luise Heyer, Sönke Möhring, Joachim Król, Diana Amft, Elena Uhlig, Maren Kroymann, Ursula Werner, 99 Min., ab 6 J.

Beginn: 19.30 Uhr.
Eintritt: 7,00 Euro – Tickets nur an der Tageskasse.

Download: Kombiplakat (pdf)

(red)




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