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Luchse aus dem Wildpark ausgebüxt

Drei Luchse sind entwischt, zunächst ins Außengehege. Symbolfoto: skeeze | pixabay
Drei Luchse sind entwischt, zunächst ins Außengehege. Symbolfoto: skeeze | pixabay

Allmuthshausen. Nachdem der Isegrim aus dem Wildpark Knüll ausgebrochen war, haben sich nun die Pinselohren davongemacht. Windbruch hat den drei flinken Schleichkatzen die Flucht aus dem Gehege ermöglicht.

Eberhard war Fluchthelfer

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist durch orkanartige Böen von Tief Eberhard im Luchsgehege ein Baum entwurzelt worden und auf den Zaun gefallen. Dabei wurde das Gehege über mehrere Meter zerstört. Diese Lücke nutzten alle drei Luchse zur Flucht in den umzäunten Teil des Wildparks Knüll.

Ein Luchs konnte wieder eingefangen werden. Ob sich diese Tiere noch im Gehege des Wildparks befinden kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. „Die Luchse verhalten sich deutlich ruhiger und zurückhaltender als die seinerzeit entflohenen Wölfe. Alle anderen sich im Wildpark frei bewegenden Tiere, verhalten sich bisher unauffällig“, bestätigte Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich. Der Zaun des Luchsgeheges muss nun repariert werden. Eine Fachfirma wurde beauftragt und hat die Arbeiten bereits aufgenommen. Im Luchsgehege besteht eine doppelte Sicherung mit Strom und starkem Maschendraht.

Besondere Herausforderungen 2019

„Das ist wirklich sehr bedauerlich, dass wegen des Sturms nun erneut Wildtiere aus ihrem Gehege ausbrechen konnten. Solche Schäden sind leider nicht auszuschließen, obwohl die Bäume im Wildpark zweimal jährlich von einem Baumgutachter überprüft werden. Bei der letzten Überprüfung im Herbst 2018 gab es keinerlei Beanstandungen zu diesem nun entwurzelten Baum“, so der Pressesprecher des Schwalm-Eder-Kreises, Stephan Bürger. „Wir hatten gehofft, dass nach dem Wolfsausbruch nun der normale Alltag wieder im Wildpark Einzug hält. Es scheint aber, dass uns das Jahr 2019 vor besondere Herausforderungen stellt, denen wir uns nun gemeinsam zu stellen haben“, so Bürger weiter.

Luchse leben bereits seit vielen Jahren wieder in der freien Wildbahn. So auch in der nordhessischen Region, besonders im Großraum Melsungen. Auch im Knüll gab es vor kurzem eine gesicherte Sichtung eines freilebenden Luchses.

Die gute Nachricht: Drei Babies bei Meister Petz

Im Wildpark Knüll sind drei Jungbären auf die Welt gekommen. Tierpfleger entdeckten kürzlich bei einer Routineinspektion des Bärenhauses überraschend drei Jungtiere. Der später bestellte Tierarzt bescheinigte allen drei Jungtieren einen normalen Gesundheitszustand. Nun komme es in den nächsten Wochen darauf an, dass die Bärenmutter Onni die Aufzucht der Tiere weiterhin übernimmt. Im März 2012 wurden zwei Jungbären eingeschläfert, weil Onni ihre weitere Aufzucht verweigert hatte.

Bei den Bären im Wildpark Knüll hat sich dreifacher Nachwuchs eingestellt. Symbolfoto: Bergadder | pixabay
Bei den Bären im Wildpark Knüll hat sich dreifacher Nachwuchs eingestellt. Symbolfoto: Bergadder | pixabay

Landkreis und Wildpark zeigen sich überrascht, weil mit einem Bärenwurf nicht zu rechnen gewesen sei. Es bliebe nun abzuwarten, wie sich Onni um die Aufzucht ihrer Jungen kümmern wird. „Wir […] werden alles dafür tun, dass die drei Jungbären – ein Männchen und zwei Weibchen – eine Chance bekommen, bei uns aufwachsen zu können“, so Dr. Fröhlich.

Mit den drei Braunbärenjungen wäre der Tierpark um eine echte Attraktion reicher. Zuletzt war der Wildpark in die Schlagzeilen geraten, weil zwei Wölfe aus dem gemeinsamen Gehege fliehen konnten. Das Gehege wurde nach dem Ausbruch zusätzlich gesichert.

Wildpark bleibt zunächst wieder geschlossen

Der Wildpark Knüll muss wegen der entstandenen Sturmschäden zunächst geschlossen bleiben. Informationen über die Wiedereröffnung werden auf der Homepage des Wildparks, unter http://www.wildpark-knuell.de/ eingestellt.

(red)



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