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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Pflege ist mehr als Herz und warme Hände

Engin Eroglu, Landesvorsitzender Freie Wähler Hessen. Foto: nh
Engin Eroglu, Landesvorsitzender Freie Wähler Hessen. Foto: nh

Gießen. Die FREIE WÄHLER fordert, dass die Pflegeberufe endlich eine Aufwertung erfahren. „In den letzten Jahren , wenn nicht Jahrzehnen, haben Bundes- und Landesregierung mehrfach versprochen, Pflegeberufe aufzuwerten, gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen und für einen gerechten sowie vor allem guten Lohn zu sorgen. Geschehen ist nichts!“, bemängelt Engin Erolgu, Landesvorsitzender der FREIE WÄHLER Hessen am Donnerstag in der Gießener Landesgeschäftsstelle.

Stellschrauben neu justieren

Für die FREIE WÄHLER reichen die vom Bundestag unter anderem beschlossenen 13.000 neuen Stellen in der Altenpflege nicht aus. Grundlegendes muss sich im Gesundheitssystem ändern, in verschiedenen Bereichen müssen die Stellschrauben neu justiert werden. „Ökonomische Faktoren müssen berücksichtigt werden, aber es muss bei der Pflege endlich der soziale Faktor wieder ins Zentrum rücken“, betont Eroglu und fährt fort: „Wir schließen uns den Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und des Deutschen Pflegerats an, die 50.000 neue Planstellen für Pflegepersonal in Krankenhäusern fordern, ergänzt um nochmal 30.000 Planstellen in der Altenpflege.“

Dauerbelastung der Pflegekräfte reduzieren

Die FREIE WÄHLER sehen es als nicht weiter hinnehmbar an, dass eine dünne Personaldecke die Patientinnen- und Patientensicherheit gefährdet. Genauso wenig ist es hinnehmbar, dass Pflegekräfte selbst einen hohen Preis für die permanente Überlastung zahlen müssen. „Den Pflegekräften wird permanent ein hohes Maß an körperlicher und psychischer Belastung abverlangt und zugemutet. Dieser Dauerbelastung halten viele nicht stand: Rund ein Drittel der Pflegekräftekann kann den Beruf nicht bis zum Eintritt ins Rentenalter ausüben“, erklärt der Landesvorsitzende.

Ein Leben in Würde garantieren

Darum die Forderung der FREIE WÄHLER: Die Vorschriften zu Mindestpersonalvorgaben müssen endlich eine gesetzlich legitimierte und vor allem konsequente Umsetzung erfahren. Bei Nicht-Einhaltung müssen Sanktionen greifen. Auch darf der Personalschlüssel dabei nicht nach Köpfen bemessen werden. Die fachliche Qualifizierung ist ausschlaggebend, weshalb eine Fachkraftquote festzulegen ist. Pflegehilfskräfte dürfen nur sehr begrenzt zum Einsatz kommen, denn es braucht mehr als nur ein mitfühlendes Herz und warme Hände, um Alte und Pflegebedürftige umfassend zu betreuen. „Für kranke und pflegebedürftige Menschen muss ein Leben in Würde jederzeit garantiert werden“, so Engin Eroglu abschließend.

(red)



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